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Latein (Erstes Staatsexamen Lehramt an Gymnasien – 90/95 LP)

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Allgemeine Informationen

Studienabschluss Erstes Staatsexamen Lehramt an Gymnasien
Umfang 90/95 LP
Regelstudienzeit 9 Semester
Studienbeginn Nur Wintersemester
Studienform Direktstudium, Vollzeitstudium
Hauptunterrichtssprache Deutsch
Studiengebühren keine
Zulassungsbeschränkung zulassungsfrei (ohne NC)
Studieren ohne Hochschulreife nein
Fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen ja (Details)
Fakultät Philosophische Fakultät I – Sozialwissenschaften und Historische Kulturwissenschaften
Institut Institut für Altertumswissenschaften, Seminar für Klassisches Altertum

Charakteristik und Ziele

Im Studienfach Latein werden folgende Kompetenzen erworben:

  • aktive und passive Beherrschung der lateinischen Sprache unter grammatischen wie stilistischen Aspekten;
  • Fähigkeit, die Literatur der Römer und ihre historische Entwicklung bis in die Spätantike im Kontext der antiken Kultur zu verstehen und ihre Vorbildfunktion für die europäische Geistesgeschichte zu erfassen;
  • Fähigkeit, literarische Texte unter gattungs- und formgeschichtlichen Aspekten zu analysieren und interpretieren;
  • Erwerb von Kenntnissen über die Fortentwicklung der lateinischen Literatur im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit (fakultativ);
  • Wissen über die inhaltlichen und methodischen Fragestellungen und Arbeitstechniken des Studienfaches;
  • Vertiefter Einblick in die Kultur, Religion und Geschichte des griechisch-römischen Altertums (fakultativ);
  • Kenntnis zentraler Aspekte des modernen Lateinunterrichts: Methoden und Hilfsmittel der lateinischen Fachdidaktik; Fähigkeit, Unterricht eigenverantwortlich zu planen und durchzuführen, Kenntnis der verschiedenen Aspekte des lateinischen Sprach- und Lektüreunterrichts;
  • Fähigkeit, griechische Texte im Original zu lesen, zu übersetzen und inhaltlich zusammenzufassen, insofern dies für die Interpretation lateinischer Literatur wesentlich ist.

Berufsperspektiven

Mit dem Ersten Staatsexamen (Abschluss des Studiums) kann man sich für die zweite Phase der Lehrerausbildung bewerben, für den Vorbereitungsdienst (Referendariat). Hier arbeitet man schon an einer Schule, hospitiert und unterrichtet unter Anleitung einer Mentorin oder eines Mentors. Dazu müssen begleitende Studienseminare belegt werden. Am Ende des Vorbereitungsdienstes legt man das Zweite Staatsexamen ab und kann sich damit um eine Anstellung als Lehrerin oder Lehrer im staatlichen Schuldienst bewerben.

Im Land Sachsen-Anhalt dauert der Vorbereitungsdienst zur Zeit 16 Monate.

Struktur des Studiums

Lehramt an Gymnasien

  • Bildungswissenschafte (Pädagogik und Pädagogische Psychologie) - 35 LP
  • Fach I (Fachwissenschaft und Fachdidaktik) - 95 LP (Musik oder Kunst 125 LP)
  • Fach II (Fachwissenschaft und Fachdidaktik) - 90 LP (Musik oder Kunst 120 LP)
  • Schulpraktika - 15 LP
  • Schlüsselqualifikationsmodul für Lehrer/innen: Kommunikation, Heterogenität und Inklusion - 5 LP
  • Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum (AuPP) - 5 LP
  • Wissenschaftliche Hausarbeit - 15 LP
  • Abschlussprüfung - 10 LP

Latein kann als Fach I oder Fach II gewählt und darf mit allen anderen Unterrichtsfächern kombiniert werden.

Weitere Informationen zum Studium des Lehramts an Gymnasien finden Sie im Studienangebot unter folgendem Link: Lehramt an Gymnasien

Das modularisierte Lehramtsstudium

Die Lehramtsstudiengänge werden in Form von Modulen angeboten. Ein Modul besteht aus mehreren Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Seminaren, Übungen, Praktika etc.), die eine thematische Einheit bilden, zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmt sind, klar definierte Anforderungen haben und nach Bestehen aller Modulprüfungen/ Modulteilprüfungen die Vergabe von Leistungspunkten (LP) vorsehen. Modulprüfungen finden studienbegleitend statt, bestimmte Module fließen mit einer Gewichtung von insgesamt 60% in die jeweilige Fachnote des Ersten Staatsexamens ein.

Leistungspunkte (LP)/ ECTS:
ECTS (European Credit Transfer and Accumulation System) ist ein Leistungspunktesystem zur Anrechnung von Studienleistungen, um diese einheitlich zu bewerten.
Leistungspunkte geben den gesamten Lernaufwand der Studierenden wieder und umfassen somit den Zeitaufwand für die unmittelbare Präsenz in den Lehrveranstaltungen, für die Vor- und Nachbereitung des Lehrstoffes und den Prüfungsaufwand.

Das Lehramt an Gymnasien umfasst insgesamt 270 Leistungspunkte, bei einer Kombination mit Musik oder Kunst 300 Leistungspunkte.

Studieninhalt

Modulübersicht des Studienfachs Latein an Gymnasien (95 od. 90 LP)

Modultitel LP Prüfungs-
leistungen
Empf. Sem.
Basismodul Lateinische Sprache 15 Klausur 1. u. 2.
Griechischer Spracherwerb 5 Klausur 1.
Einführung in die Arbeit mit griechischen Texten 10 Klausur 2.
Vertiefungsmodul
Griechische Sprache
5 Klausur 3.
Basismodul Lateinische Literatur der Antike 10 Hausarbeit 3. u. 4.
Fachdidaktik I: Sprachunterricht 5 Hausarbeit 4.
Exkusionsmodul: Kultur, Religion und Geschichte des griechisch-römischen Altertums (nur Latein als Fach 1 - 95 LP) 5 Vortrag/ Führung 4.
Vertiefungsmodul
Lateinische Sprache
5 Klausur 5.
Wahlpflichtmodul
  • Vertiefungsmodul Latein. Literatur der Antike
  • Basismodul Mittel- /Neulateinische Literatur
  • Vertiefungsmodul Mittel- und Neulateinische Literatur (nur bei Vorliegen des Graecums zu Studienbeginn)
10 mündliche Prüfung 5./ 6.
Fachdidaktik II
Lektüreunterricht
10 mündliche Prüfung 6. u. 7.
Mastermodul Lateinische Dichtung der Antike 5 Mündliche Prüfung 7.
Mastermodul Lateinische Sprache 5 Klausur 7. u. 8.
Mastermodul Lateinische Prosa der Antike 5 Hausarbeit 8.

Studienabschluss

Erstes Staatsexamen für ein Lehramt an Gymnasien

Voraussetzungen für die Zulassung sind:

  • ein ordnungsgemäßes Studium für das Lehramt an Gymnasien in der gewählten Fächerkombination
  • die für die Zulassung erforderlichen Modulleistungen in allen Prüfungsfächern
  • erfolgreiches Absolvieren der erforderlichen Schulpraktika
  • erfolgreiche Teilnahme an den Modulen Schlüsselqualifikationsmodul für Lehrer/innen und Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum

Die Staatsprüfung besteht aus folgenden Prüfungsteilen:

  1. der wissenschaftlichen Hausarbeit
  2. je einer schriftlichen Abschlussprüfung in beiden studierten Unterrichtsfächern
  3. je einer mündlichen Abschlussprüfung in den Fächern Pädagogik und Psychologie

Referendariat und zweites Staatsexamen

Nach dem ersten Staatsexamen ist ein Referendariat abzuleisten, welches mit dem zweiten Staatsexamen abgeschlossen wird. Damit erwirbt man die  Lehrbefähigung an Gymnasien. Das Referendariat kann auch in anderen Bundesländern durchgeführt werden. Anfragen für die Bewerbung sind an das jeweilige Kultusministerium des aufzunehmenden Landes zu richten.

Praktika

  • Schulpraktika, die nach Möglichkeit an Gymnasien abgeleistet werden sollten, gliedern sich in
    • ein zweiwöchiges Orientierungspraktikum im Rahmen der Bildungswissenschaften innerhalb des Modul I: Einführung in die Grundlagen von Pädagogik
    • zwei Schulpraktika von mind. insgesamt 8 Wochen Dauer mit einem Studienumfang von 15 LP
    • schulpraktische Übungen in den studierten Unterrichtsfächern im Rahmen der Fachdidaktik
  • Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum
    • dreiwöchiges Praktikum (Studienumfang von 5 LP) mit dem Ziel, Kenntnisse zu spezifischen Anforderungen im Rahmen eines selbstgewählten außerunterrichtlichen pädagogischen Praxisfeldes mit Kindern und/oder Jugendlichen zu erwerben.

Zulassungsvoraussetzungen

Voraussetzung zum Studium an der Martin-Luther-Universität ist eine anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (in der Regel Abitur).

Darüber hinaus müssen folgende fachspezifische Zugangsvoraussetzungen erfüllt werden (entsprechende Nachweise sind mit den Bewerbungsunterlagen einzureichen):

  • Nachweis Latinum oder Kleines Latinum bzw.
  • einer gleichwertigen ausländischen Qualifikation (in diesem Fall ist eine Bescheinigung des Studien- und Prüfungsausschusses über die Gleichwertigkeit vorzulegen).

Im Rahmen des LSQ-Moduls erhalten die Studierenden eine Stimmberatung. Da die Stimme der Lehrer/innen im Beruf jedoch stark belastet wird, empfehlen wir zusätzlich die Erstellung eines phoniatrischen Gutachtens.

Bewerbung/Einschreibung

Zulassungsbeschränkungen (Uni-NC) werden zu jedem Wintersemester neu festgelegt.

Besteht für ein Unterrichtsfach ein Uni-NC, so bewirbt man sich dafür bis zum 15.07. Für zulassungsfreie Unterrichtsfächer kann man sich bis zum 30.09. einschreiben. Wenn für mindestens ein Fach in der gewählten Fächerkombination eine Zulassungsbeschränkung (Uni-NC) festgelegt wurde, gilt die Bewerbungsfrist 15.07.

Ob das Fach Latein (Lehramt an Gymnasien) zulassungsbeschränkt oder zulassungsfrei ist, entnehmen Sie bitte den "Allgemeinen Informationen" am Anfang dieser Seite.

Aktuelle Informationen zur Bewerbung erhält man jeweils ab Mai im Internet unter: http://immaamt.verwaltung.uni-halle.de/bewerbung/.

 

 

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