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Allgemeine Informationen

Studienabschluss Erstes Staatsexamen Lehramt an Sekundarschulen
Umfang 75/80 LP
Regelstudienzeit 8 Semester
Studienbeginn Nur Wintersemester
Studienform Direktstudium, Vollzeitstudium
Hauptunterrichtssprache Deutsch
Studiengebühren keine
Zulassungsbeschränkung zulassungsfrei (ohne NC)
Studieren ohne Hochschulreife nein
Fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen ja (Details)
Fakultät Zentrum für Lehrer*innenbildung

Charakteristik und Ziele

Im Studium für ein Lehramt an Sekundarschulen bzw. Förderschulen im Fach Französisch werden die fachwissenschaftlichen, fachpraktischen, fachdidaktischen und erziehungswissenschaftlichen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten bzw. Kompetenzen erworben, die zur Aufnahme des Vorbereitungsdienstes für ein Lehramt an Sekundarschulen bzw. Förderschulen erforderlich sind.

Ziel der fachwissenschaftlichen Ausbildung ist es, den Studierenden
eine intensive Einarbeitung in die Sprache, Literatur und Kultur Frankreichs und der Frankophonie zu ermöglichen und sie zur kritischen Auseinandersetzung mit den dabei aufgeworfenen Themen und Fragestellungen zu befähigen. Die konkreten Themen der Lehrveranstaltungen sind verschiedenen Modulen
zugeordnet, z.B. Kultur und Gedächtnis in der Kulturwissenschaft, Sprachgeschichte oder Sprachkontakt in der Sprachwissenschaft, Literaturtheorie oder Literaturgeschichte in der Literaturwissenschaft.

Ziel der fachdidaktischen Ausbildung ist die Vermittlung der für die spätere Lehrtätigkeit erforderlichen unterrichtsbezogenen Sach-, Reflexions- und Praxiskompetenz. Die Module der Fachdidaktik beinhalten Grundlagen der Sprach-, Literatur- und Mediendidaktik sowie der interkulturellen Didaktik ebenso wie Grundlagen-, Reflexions- und Handlungswissen zum Lehren und Lernen von Fremdsprachen.

Ziel der sprachpraktischen Ausbildung sind der Erwerb und die Konsolidierung mündlicher und schriftlicher Sprachkompetenz bis zum Abschlussniveau C2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen.

Berufsperspektiven

Mit dem Ersten Staatsexamen (Abschluss des Studiums) kann man sich für die zweite Phase der Lehrerausbildung bewerben, für den Vorbereitungsdienst. Hier arbeitet man schon an einer Schule, hospitiert und unterrichtet unter Anleitung einer Mentorin oder eines Mentors. Dazu müssen begleitende Studienseminare belegt werden. Am Ende des Vorbereitungsdienstes legt man das Zweite Staatsexamen ab und kann sich damit um eine Anstellung als Lehrerin oder Lehrer im staatlichen Schuldienst bewerben.

Im Land Sachsen-Anhalt dauert der Vorbereitungsdienst zur Zeit 16 Monate.

Struktur des Studiums

Lehramt an Sekundarschulen

  • Bildungswissenschaften (Pädagogik und Pädagogische Psychologie) - 35 LP
  • Fach I (Fachwissenschaft und Fachdidaktik) - 80 LP (Musik oder Kunst 110 LP)
  • Fach II (Fachwissenschaft und Fachdidaktik) - 75 LP (Musik oder Kunst 105 LP)
  • Schulpraktika - 15 LP
  • Schlüsselqualifikationsmodul für Lehrer/innen: Kommunikation, Heterogenität und Inklusion - 5 LP
  • Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum (AuPP) - 5 LP
  • Wissenschaftliche Hausarbeit - 15 LP
  • Abschlussprüfung - 10 LP

Französisch kann als Fach I oder Fach II gewählt und mit jedem anderen Unterrichtsfach kombiniert werden.

Weitere Informationen zum Studium des Lehramts an Sekundarschulen finden Sie im Studienangebot unter folgendem Link: Lehramt an Sekundarschulen

Über die Struktur des Studiums für das Lehramt an Förderschulen, im Rahmen dessen das Unterrichtsfach auch studiert werden kann, informieren Sie sich bitte im Studienangebot der MLU unter "Lehramt an Förderschulen".

Das modularisierte Lehramtsstudium

Die Lehramtsstudiengänge werden in Form von Modulen angeboten. Ein Modul besteht aus mehreren Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Seminaren, Übungen, Praktika etc.), die eine thematische Einheit bilden, zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmt sind, klar definierte Anforderungen haben und nach Bestehen aller Modulprüfungen/ Modulteilprüfungen die Vergabe von Leistungspunkten (LP) vorsehen. Modulprüfungen finden studienbegleitend statt, bestimmte Module fließen mit einer Gewichtung von insgesamt 60% in die jeweilige Fachnote des Ersten Staatsexamens ein.

Leistungspunkte (LP)/ ECTS:
ECTS (European Credit Transfer and Accumulation System) ist ein Leistungspunktesystem zur Anrechnung von Studienleistungen, um diese einheitlich zu bewerten.
Leistungspunkte geben den gesamten Lernaufwand der Studierenden wieder und umfassen somit den Zeitaufwand für die unmittelbare Präsenz in den Lehrveranstaltungen, für die Vor- und Nachbereitung des Lehrstoffes und den Prüfungsaufwand.
Das Lehramt an Sekundarschulen umfasst insgesamt 240 Leistungspunkte, bei einer Kombination mit Musik oder Kunst 270 Leistungspunkte.

Studienabschluss

Erstes Staatsexamen für ein Lehramt an Sekundarschulen

Voraussetzungen für die Zulassung zur Ersten Staatsprüfung sind:

  • ein ordnungsgemäßes Studium für das Lehramt an Sekundarschulen in der gewählten Fächerkombination
  • die für die Zulassung erforderlichen Modulleistungen in allen Prüfungsfächern
  • Nachweis der erforderlichen Schulpraktika
  • die erfolgreiche Teilnahme an den Modulen Schlüsselqualifikationsmodul für Lehrer/innen und Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum

Die Staatsprüfung besteht aus folgenden Prüfungsteilen:

  1. der wissenschaftlichen Hausarbeit
  2. je einer schriftlichen Abschlussprüfung in beiden studierten Unterrichtsfächern
  3. je einer mündlichen Abschlussprüfung in den Fächern Pädagogik und Psychologie

Das Referendariat und zweites Staatsexamen

Nach dem ersten Staatsexamen ist ein Referendariat (Vorbereitungsdienst) abzuleisten, welches mit dem zweiten Staatsexamen abgeschlossen wird. Damit erwirbt man die  Lehrbefähigung an Sekundarschulen. Das Referendariat kann auch in anderen Bundesländern durchgeführt werden. Anfragen für die Bewerbung sind an das jeweilige Kultusministerium des aufzunehmenden Landes zu richten.

Wird das Unterrichtsfach im Rahmen des Lehramts an Förderschulen studiert, so endet das Studium mit dem Ersten Staatsexamen für ein Lehramt an Förderschulen.

Studieninhalt

 Modulübersicht

Modul Pflicht (P) / Wahlpflicht (WP) Empf. Sem.
Kulturwissenschaft (KW)
Basismodul Einführung in die KW Frankreich - 5 LP P 1.
Aufbaumodul KW Frankreich 1 (Kulturgeschichte) - 5 LP WP - ein od. zwei Aufbaumodule ab 2.
Aufbaumodul KW Frankreich 2 (Kultur und Gesellschaft der Gegenwart) - 5 LP WP -  ein od. zwei Aufbaumodule ab 2.
Aufbaumodul KW Frankreich 3 (Kulturkontakt/ -vergleich) - 5 LP WP - ein od. zwei Aufbaumodule ab 2.
Vertiefungsmodul KW Frankreich (Kultur und kollektives Gedächtnis) - 5 LP WP - ein  Vertiefungsmodul KW od. LW od. SW ab 5.
Literaturwissenschaft (LW)
Basismodul Einführung in die Französische LW - 5 LP P 1.
Aufbaumodul Französische LW 1 (Ältere und mittlere Literatur) - 5 LP WP - ein od. zwei Aufbaumodule ab 2.
Aufbaumodul Französische LW 2 (Neuere Literatur) - 5 LP WP - ein od. zwei Aufbaumodule ab 2.
Vertiefungsmodul Französische LW (Theorien, Methoden, Interpretation) - 5 LP WP - ein  Vertiefungsmodul KW od. LW od. SW ab 5.
Sprachwissenschaft (SW)
Basismodul Einführung in die Französische SW - 5 LP P 1.
Aufbaumodul Französische SW 1 (Sprachgeschichte) - 5 LP WP - ein od. zwei Aufbaumodule ab 2.
Aufbaumodul Französische SW 2 (Sprachsystematik) - 5 LP WP - ein od. zwei Aufbaumodule ab 2.
Aufbaumodul Französische SW 3 (Sprachanwendung) - 5 LP WP - ein od. zwei Aufbaumodule ab 2.
Vertiefungsmodul Französische SW 1 (Sprache und Gesellschaft) - 5 LP WP - ein Vertiefungsmodul KW od. LW od. SW ab 5.
Fachdidaktik
Basismodul Fachdidaktik Romanistik - 5 LP P ab 1.
Aufbaumodul Fachdidaktik Französisch - 5 LP P ab 3.
Vertiefungsmodul Fachdidaktik Französisch - 5 LP P ab 5.
Sprachpraxis
Langue française I (Niveau de base = B1) - 5 LP P 1./ 2.
Langue française II (Niveau intermédiaire = B2) - 10 LP P 3./ 4.
Langue française III (Niveau avancé = C1) - 5 LP P 5./ 6.
Langue française III S (Niveau avancé, français spécifique = C1) - 5 LP P 5./ 6.

Erläuterungen zum Studienumfang

Französisch als Erstfach 80 LP / als Zweitfach 75 LP

  • Basismodule KW, LW und SW 3 x 5 LP = 15 LP
  • je 1 Aufbaumodul in KW und LW und SW, im Erstfach außerdem 1 Aufbaumodul in KW oder LW oder SW (insgesamt 4 Aufbaumodule) 4 x 5 LP = 20 LP
  • je 1 Vertiefungsmodul in KW oder LW oder SW (insgesamt 1 Vertiefungsmodul) 1 x 5 LP = 5 LP
  • Basismodul, Aufbaumodul und Vertiefungsmodul Fachdidaktik 3 x 5 LP = 15 LP
  • Sprachpraxismodule Niveau I, II, III, III S  5LP + 10 LP + 5 LP + 5 LP = 25 LP

Praktika

  • Schulpraktika, die nach Möglichkeit an Sekundarschulen abgeleistet werden sollten, gliedern sich in
    • ein zweiwöchiges Orientierungspraktikum innerhalb der Bildungswissenschaften im Modul I: Einführung in die Grundlagen von Pädagogik
    • zwei Schulpraktika von mindestens 8 Wochen Dauer mit einem Studienumfang von 15 LP
    • schulpraktische Übungen in den studierten Unterrichtsfächern im Rahmen der Fachdidaktik
  • Das Außerunterrichtliche Pädagogische Praktikum
    • dreiwöchiges Praktikum (Studienumfang von 5 LP) mit dem Ziel, Kenntnisse zu spezifischen Anforderungen im Rahmen eines selbstgewählten außerunterrichtlichen pädagogischen Praxisfeldes mit Kindern und/oder Jugendlichen zu erwerben.

Zulassungsvoraussetzungen

Voraussetzung zum Studium an der Martin-Luther-Universität ist eine anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (in der Regel Abitur).

Darüber hinaus müssen folgende fachspezifische Zugangsvoraussetzungen erfüllt werden (entsprechende Nachweise sind mit den Bewerbungsunterlagen einzureichen):

  • Nachweis ausreichender Französisch-Kenntnisse durch:
    • Durchschnittsnote von 11 Punkten im Fach Französisch in den letzten beiden Schuljahren vor Erlangung der Hochschulreife oder
    • Bestätigung über erfolgreiche Teilnahme an „DELF A 2" oder
    • Nachweis UNICERT I oder
    • ein sonstiges Zeugnis, das Kenntnisse der französischen Sprache mindestens auf dem Niveau A 2 des Europäischen Referenzrahmens bescheinigt.
  • Ausgenommen von diesen Regelungen sind:
    • Bewerber mit französischer Muttersprache
    • ausländische Bewerber der vom Institut für Romanistik anerkannten Austauschprogramme mit Frankreich;
    • Bewerber, die in einem französischsprachigen
      Land als ordentliche Studierende mindestens zwei Semester erfolgreich studiert haben;
    • Bewerber mit einem französischen Schulabschluss mit Hochschulzugangsberechtigung.

Sprachlicher Einstufungstest: Zu Beginn des Studiums müssen sich Studierende einem sprachlichen Einstufungstest unterziehen. Der Test findet i.d.R. Ende September statt. Die Termine werden ca. drei Monate vorher auf der Homepage des Instituts für Romanistik bekanntgegeben (www.romanistik.uni-halle.de).

Im Rahmen des LSQ-Moduls erhalten die Studierenden eine Stimmberatung. Da die Stimme der Lehrer/innen im Beruf jedoch stark belastet wird, empfehlen wir zusätzlich die Erstellung eines phoniatrischen Gutachtens.

Bewerbung/Einschreibung

Zulassungsbeschränkungen (Uni-NC) werden zu jedem Wintersemester neu festgelegt.

Besteht für ein Unterrichtsfach ein Uni-NC, so bewirbt man sich dafür bis zum 15.07. Für zulassungsfreie Unterrichtsfächer kann man sich bis zum 30.09. einschreiben. Wenn für mindestens ein Fach in der gewählten Fächerkombination eine Zulassungsbeschränkung (Uni-NC) festgelegt wurde, gilt die Bewerbungsfrist 15.07.

Ob das Fach Französisch (Lehramt an Sekundarschulen) zulassungsbeschränkt oder zulassungsfrei ist, entnehmen Sie bitte den "Allgemeinen Informationen" am Anfang dieser Seite.

Aktuelle Informationen zur Bewerbung erhält man jeweils ab Mai im Internet unter: http://immaamt.verwaltung.uni-halle.de/bewerbung/.

 

 

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