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Medizin (Staatsexamen – keine LP)

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Allgemeine Informationen

Studienabschluss Staatsexamen
Umfang keine LP
Regelstudienzeit 12 Semester
Studienbeginn Nur Wintersemester
Studienform Direktstudium, Vollzeitstudium
Hauptunterrichtssprache Deutsch
Studiengebühren keine
Zulassungsbeschränkung zulassungsbeschränkt (Hochschulstart-NC)
NC-Grenzwert (Hauptverfahren) 1.3
Grenzwert Wartesemester 14
Studieren ohne Hochschulreife nein
Fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen nein
Fakultät Medizinische Fakultät

Charakteristik und Ziele

Ziel der ärztlichen Ausbildung ist der wissenschaftlich und praktisch in der Medizin ausgebildete Arzt, der zur eigenverantwortlichen und selbständigen ärztlichen Berufsausübung, zur Weiterbildung und zu ständiger Fortbildung befähigt ist. Das Studium der Medizin vermittelt die grundlegenden Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten in allen Fächern, die für eine umfassende Gesundheitsversorgung der Bevölkerung erforderlich sind.

Eine seit Oktober 2003 geltende Neugestaltung des Medizinstudiums führt auch an der Martin-Luther-Universität zu einer spürbar praxis- und patientennäheren Ausbildung sowie zu einer stärkeren Verflechtung von vorklinischen und klinischen Studieninhalten. Dabei ist das Medizinstudium in Halle durch eine zum frühestmöglichen Zeitpunkt entsprechend dem Stand der Fähigkeiten und Fertigkeiten der Studierenden einsetzende klinisch-praktische Ausbildung und durch die Möglichkeit gekennzeichnet, sich bei entsprechenden Interessen auch bereits während des Studiums dem wissenschaftlichen Arbeiten zuzuwenden.

Struktur des Studiums

Studienaufbau und -inhalt sind geregelt in der Approbationsordnung für Ärzte vom 27.06.2002 (BGBl. I S. 2405) sowie in der Ersten Verordnung zur Änderung der Approbationsordnung für Ärzte vom 17. Juli 2012 (BGBl. I Nr.34 S 1539).

Das Studium gliedert sich in einen ersten Studienabschnitt (4 Semester), einen zweiten Studienabschnitt (6 Semester) sowie das Praktische Jahr. Die Vermittlung der naturwissenschaftlichen und theoretischen Grundlagen wird auf die medizinisch relevanten Ausbildungsinhalte konzentriert. Die Lehre erfolgt weitgehend fächerübergreifend, der Lehrstoff der praktischen Übungen ist an den Anforderungen der ärztlichen Praxis ausgerichtet. Soweit möglich und zweckmäßig, werden die Studierenden während der Ausbildung am Krankenbett auf den Stationen in den Klinikalltag einbezogen. Näheres über den Inhalt der einzelnen Studienabschnitte und der Prüfungen enthalten die nächsten Absätze.

Studienabschluss

Das Staatsexamen im Studium der Medizin

Das Examen gliedert sich in drei Abschnitte:                    

Erster Abschnitt der Ärztlichen  Prüfung

Inhalt des Ersten Abschnitts der Prüfung:

Der schriftliche Teil des Ersten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung betrifft folgende Stoffgebiete:

  • Physik für Mediziner
  • Chemie für Mediziner und Biochemie/Molekularbiologie
  • Biologie für Mediziner
  • Anatomie
  • Grundlagen der Medizinischen Psychologie und der Medizinischen Soziologie

Im mündlich-praktischen Teil werden die Prüflinge in den Fächern Anatomie, Biochemie/molekularbiologie und Physiologie geprüft.

Zweiter Abschnitt der Ärztlichen Prüfung

Inhalt des Zweiten Abschnitts:

Dem Antrag auf Zulassung zum Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung sind neben den genannten Unterlagen insbesondere die Bescheinigungen über die aufgeführten Fächer und Querschnittsbereiche beizufügen.

Zusätzlich zu den Leistungsnachweisen ist eine regelmäßige Teilnahme an folgenden fünf Blockpraktika nachzuweisen:

  • Innere Medizin
  • Chirurgie
  • Kinderheilkunde
  • Frauenheilkunde
  • Allgemeinmedizin

Der Zweite Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (schriftlicher Teil) wird fallbezogen, insbesondere durch Fallstudien, gestaltet. Prüfungsgegenstand sind dabei besonders:

  • die berufspraktischen Anforderungen an den Arzt
  • die wichtigsten Krankheitsbilder
  • fächerübergreifende und problemorientierte Fragestellungen.

Dritter Abschnitt der Ärztlichen Prüfung

Der Dritte Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (mündlich-praktischer Teil) bezieht sich in jedem Fall auf patientenbezogene Fragestellungen aus der Inneren Medizin, der Chirurgie und dem Gebiet, auf dem der Prüfling das Wahlfach seines Praktischen Jahres absolviert hat. Bestandteil der Prüfung ist, dass der Prüfling selbst eine Patientenuntersuchung durchführt und hierüber einen Bericht anfertigt, der Anamnese, Diagnose, Prognose, Behandlungsplan sowie eine Epikrise des Falles enthält.  

Ausführliche Informationen entnehmen Sie bitte den Hinweisen des Landesprüfungsamtes für Gesundheitsberufe (LPA) und der Approbationsordnung für Ärzte (ÄAppO).

Studieninhalt

Erster Studienabschnitt (Vorklinisches Studium) - 1.-4. Semester

Es sind folgende praktische Übungen, Kurse und Seminare zu belegen, deren regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme nachzuweisen ist:

  • Praktikum der Physik für Mediziner
  • Praktikum der Chemie für Mediziner
  • Praktikum der Biologie für Mediziner
  • Praktikum der Physiologie
  • Praktikum der Biochemie/ Molekularbiologie
  • Kursus der Makroskopischen Anatomie
  • Kursus der Mikroskopischen Anatomie
  • Kursus der Med. Psychologie und Med. Soziologie
  • Seminar Physiologie
  • Seminar Biochemie/ Molekularbiologie
  • Seminar Anatomie
  • Seminar der Med. Psychologie und Med. Soziologie
  • Praktikum zur Einführung in die Klinische Medizin
  • Praktikum der Berufsfelderkundung
  • Praktikum der medizinischen Terminologie
  • weitere Seminare mit klinischem Bezug und Seminare als integrierte Veranstaltungen mit Einbeziehung klinischer Fächer
  • Wahlfach des ersten Studienabschnitts

Der Erwerb von Leistungsnachweisen in sämtlichen genannten Lehrveranstaltungen ist Voraussetzung für die Zulassung zum Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung.

Krankenpflegedienst (3 Monate)
Der Krankenpflegedienst ist vor Studienbeginn oder während der vorlesungsfreien Zeiten des Studiums in einem Krankenhaus abzuleisten und bei der Meldung zum Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung nachzuweisen.

Ausbildung in erster Hilfe
(Mindestdauer: Acht Doppelstunden) ist bei der Meldung zum Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung nachzuweisen.

Der erste Studienabschnitt Vorklinisches Studium schließt mit dem Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (1. Staatsexamen) ab.
Der bestandene Erste Abschnitt der Ärztlichen Prüfung ist Voraussetzung für die Zulassung zu den nachweispflichtigen Lehrveranstaltungen des zweiten Studienabschnitts.

Zweiter Studienabschnitt (Klinisches Studium) - 5.-10. Semester)

Im Klinischen Studium sind durch Leistungsscheine die regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme an folgenden Fächern, Querschnittsbereichen und Blockpraktika nachzuweisen:

Fächer:

  • Allgemeinmedizin
  • Anästhesiologie
  • Arbeitsmedizin, Sozialmedizin
  • Augenheilkunde
  • Chirurgie
  • Dermatologie, Venerologie
  • Frauenheilkunde, Geburtshilfe
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
  • Humangenetik
  • Hygiene, Mikrobiologie, Virologie  
  • Innere Medizin
  • Kinderheilkunde
  • Klinische Chemie, Laboratoriumsdiagnostik
  • Neurologie
  • Orthopädie
  • Pathologie
  • Pharmakologie, Toxikologie
  • Psychiatrie und Psychotherapie
  • Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
  • Rechtsmedizin
  • Urologie

Fächerübergreifende Leistungsnachweise:

  • Chirurgie; Orthopädie; Urologie
  • Frauenheilkunde, Geburtshilfe; Kinderheilkunde
  • Humangenetik
  •  Augenheilkunde; Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
  • Neurologie

Querschnittsbereiche:

  • Epidemiologie, medizinische Biometrie und medizinische Informatik
  • Geschichte, Theorie, Ethik der Medizin
  • Gesundheitsökonomie, Gesundheitssystem, Öffentliche Gesundheitspflege
  • Infektiologie, Immunologie
  • Klinisch-pathologische Konferenz
  • Klinische Umweltmedizin
  • Medizin des Alterns und des alten Menschen
  • Klinische Pharmakologie/ Pharmakotherapie
  • Prävention, Gesundheitsförderung
  • Bildgebende Verfahren, Strahlenbehandlung, Strahlenschutz
  • Rehabilitation, Physikalische Medizin, Naturheilverfahren
  • Schmerzmedizin

Blockpraktika:

Innere Medizin, Chirurgie, Kinderheilkunde, Frauenheilkunde und Allgemeinmedizin

Weiterhin ist noch ein Wahlpflichtfach aus dem angebotenen Wahlpflichtkatalog obligatorisch.

Das Bestehen sämtlicher Leistungsnachweise ist Voraussetzung für die Zulassung zum Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung.

Famulatur (4 Monate)

ist nach bestandenem Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung während der vorlesungsfreien Zeiten des zweiten Studienabschnitts bis zum Beginn des Praktischen Jahres abzuleisten und bei der Meldung zum Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung nachzuweisen. Sie hat den Zweck, die Studierenden mit der ärztlichen Patientenversorgung in Einrichtungen der ambulanten und stationären Krankenversorgung vertraut zu machen.

Die Famulatur wird abgeleistet

  • für die Dauer eines Monats in einer Einrichtung der ambulanten Krankenversorgung, dieärztlich geleitet wird, oder einer geeigneten ärztlichen Praxis
  • für die Dauer von zwei Monaten in einem Krankenhaus oder in einer stationären Rehabilitationseinrichtung
  • für die Dauer eines Monats in einer Einrichtungen der hausärztlichen Versorgung.

Der Zweite Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (nach insges. 10 Semestern) schließt den zweiten Studienabschnitt des Medizinstudiums ab (2. Staatsexamen) und ist Voraussetzung zur Aufnahme des Praktischen Jahres (Dritter Studienabschnitt).

Das Praktische Jahr (11. und 12. Semester)

Das Praktische Jahr als letztes Jahr des Medizinstudiums umfasst bis zum Dritten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung eine zusammenhängende praktische Ausbildung von 48 Wochen in einer Universitätsklinik oder in einem Akademischen Lehrkrankenhaus. Es gliedert sich in drei Abschnitte von je 16 Wochen (Innere Medizin,  Chirurgie, Allgemeinmedizin oder eines der übrigen klinisch-praktischen Fachgebiete).
Der Nachweis der regelmäßigen und ordnungsgemäßen Teilnahme an der Ausbildung im Praktischen Jahr ist Voraussetzung für die Zulassung zum Dritten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung.

Zulassungsvoraussetzungen

Voraussetzung zum Studium an der Martin-Luther-Universität ist eine anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (in der Regel Abitur).

Bewerbung/Einschreibung

Der Studiengang Medizin ist bundesweit zulassungsbeschränkt (HSS-NC). Die Bewerbung für das erste Fachsemester erfolgt für folgende Bewerbergruppen über die zentrale Vergabestelle Hochschulstart: Bewerber mit deutscher Hochschulzugangsberechtigung (HZB), Staatsangehörige eines Mitgliedsstaats der Europäischen Union (EU) sowie des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) mit ausländischer HZB.

Bewerbungsfristen zum Wintersemester sind:

  • Bewerber, die ihr Abiturzeugnis nach dem 15.1. des Bewerbungsjahres erhalten („Neuabiturienten“), bewerben sich bitte bis 15.7. unter www.hochschulstart.de.
  • Bewerber, die ihr Abiturzeugnis vor dem 16.1. des Bewerbungsjahres erhalten haben („Altabiturienten“), bewerben sich bitte bis 31.5. unter www.hochschulstart.de.

Bewerber mit ausländischem Zeugnis, die nicht in die oben genannten Bewerbergruppen gehören, bewerben sich bitte bis zum 30.6. über www.uni-assist.de.

Die Vergabe der Studienplätze erfolgt, nach Abzug von Studienplätzen, in sogenannten Vorabquoten, zu 20 % nach der Abiturdurchschnittsnote, zu 20 % nach der Wartezeit (Anzahl der seit Erwerb der Hochschulreife vergangenen Halbjahre abzüglich Studiensemester) und zu 60 % im Rahmen des Auswahlverfahrens der Hochschule (AdH).

Auswahlverfahren (AdH) der MLU

Um in das AdH der MLU zu kommen, muss man bei der Wahl der Studienorte die MLU an erster, zweiter oder dritter Stelle der Ortspräferenz nennen. Alle Bewerber im AdH der MLU werden in eine Rangfolge gebracht. Diese ergibt sich durch die Abiturdurchschnittsnote und ggf. die Berücksichtigung weiterer Kriterien, die unten erläutert werden.

Test für Medizinische Studiengänge (TMS)

Durch die Teilnahme am TMS kann man seine Zulassungschance verbessern. Sofern das vorgelegte TMS-Ergebnis besser als die Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung ist, wird eine neue Durchschnittsnote gebildet, in die zu 51 % die Abiturdurchschnittsnote und zu 49 % das TMS-Ergebnis einfließt. Das Berechnungsergebnis wird nicht gerundet. Die Teilnahme am TMS ist freiwillig und kostenpflichtig. Eine Verschlechterung der Abiturdurchschnittsnote ist ausgeschlossen.
Weitere Informationen und Anmeldung: www.tms-info.org

Abgeschlossene Berufsausbildung

Wird eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem der Ausbildungsberufe Altenpfleger/in, Arzthelfer/in, Atem-, Sprechund
Stimmlehrer/in, Augenoptiker/in, Ergotherapeut/in, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in, Gesundheits- und Krankenpfleger/in, Hebamme/Entbindungspfleger, Logopäde/Logopädin, Medizinisch-technische/r Assistent/in – Funktionsdiagnostik, Medizinisch-technische/r Laboratoriumsassistent/in, Medizinisch-technische/r Radiologieassistent/in, Notfallsanitäter/in, Physiotherapeut/in oder Rettungsassistent/in nachgewiesen, verbessert sich die Abiturdurchschnittsnote um 0,1.

Informieren Sie sich über aktuelle Festlegungen zur Bewerbung
und zum Auswahlverfahren bitte jeweils ab April des Jahres
an dieser Stelle und unter www.hochschulstart.de.

 

 

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