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Im Studiengang Materialwissenschaft und Werkstofftechnik werden aufbauend auf dem Grundlagenwissen der Chemie, Physik und Mathematik die Zusammenhänge zwischen eingesetzten Rohstoffen, den Verfahrens- und Prozesstechniken, dem Aufbau der Werkstoffe und den daraus resultierenden Material- und Bauteileigenschaften vermittelt.

Fachgebiet

Die Realisierung technologischer Produkte ist eng mit der Entwicklung geeigneter Werkstoffe verbunden. Der Einsatz eines bestimmten Werkstoffs hängt neben wirtschaftlichen Gesichtspunkten und neben dem Fertigungsprozess insbesondere von den mechanischen, chemischen, optischen, elektrischen oder magnetischen Eigenschaften ab. So sind moderne Systeme der Datenspeicherung und -verarbeitung der Kommunikationstechnik von der rasanten Werkstoffentwicklung auf dem Gebiet der Halbleiterbauteile bestimmt. In der Verkehrstechnik stellt die Verwendung leichter und zugleich hochfester Werkstoffe eine Schlüsseltechnologie zur Reduktion des Kraftstoffverbrauches und damit verbesserten Umweltschutz dar. Einen wesentlichen Beitrag zur Effizienzsteigerung und damit zum Umweltschutz leisten auch moderne Hochtemperaturwerkstoffe. Auch die chemische Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit und aggressiven Medien ist ein wichtiger Bestandteil eines Life Cycle Managements.

Perspektiven

Materialwissenschaftler sind vor allem in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Industrie sowie in Produktion, technischem Vertrieb und auch im Management gefragte Mitarbeiter. Besonders wichtige Tätigkeitsbereiche sind Automobil- und Luftfahrtindustrie, Kraftwerkstechnik, Elektroindustrie, chemische Industrie, Mikroelektronik, Medizintechnik und Umweltschutz. Sowie staatliche Einrichtungen, Forschungsinstitute, Großforschungseinrichtungen und Hochschulinstitute.

Das Bachelorstudium

Das Fach der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik ist, wie kaum ein anderes Fachstudium, geprägt von einer breiten und vielfältigen Anwendung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse und Arbeitsweisen. Daher wird im Bachelorstudium das erforderliche Wissen in den naturwissenschaftlichen Fächern Mathematik, Physik und Chemie zusammen mit einer breit angelegten Einführung in das Gebiet der Materialien gelehrt. Hinzu kommen noch ingenieurwissenschaftliche Fächer wie Technische Mechanik, Konstruktionslehre und Informatik. Dabei gliedert sich das Bachelorstudium der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik in eine Grundlagen- und Orientierungsphase von zwei Semestern sowie eine Bachelorphase von vier Semestern.

Im Bachelorstudium wird dabei besonders auf eine breite materialwissenschaftliche und zugleich berufsqualifizierende Ausbildung Wert gelegt. Im Rahmen des Studiums werden dabei alle Werkstoffgruppen (metallische Werkstoffe, nichtmetallisch-anorganische Werkstoffe, Polymerwerkstoffe, Naturstoffe, Verbundwerkstoffe) und wichtige technologische Herstellungs- und Fertigungsverfahren ausführlich behandelt.
Neben den Fachvorlesungen wird aber auch Wert auf wichtige allgemeine Fähigkeiten gelegt, wie Präsentationstechniken, Teamwork-Kompetenz, englische Sprachkompetenz, etc. Zudem werden im Rahmen eines 3-monatigen Industriepraktikums erste Erfahrungen im betrieblichen Umfeld gemacht. Das Bachelorstudium schließt im 6. Semester mit der Anfertigung einer Bachelorarbeit ab.

Abschluss: Bachelor of Science (B.Sc.)
Studiendauer: 6 Semester
Studienort: Erlangen
NC-Fach/Vorpraktikum: nein / nicht erforderlich
Sprache: Deutsch

Das Masterstudium

Das Masterstudium zielt auf eine Vertiefung des materialwissenschaftlichen Wissens und der Erlernung wissenschaftlicher Arbeitsweisen ab. Die werkstoffwissenschaftliche Ausbildung besteht aus Vorlesungen und Praktika zu den Fachgebieten

  • Allgemeine Werkstoffeigenschaften,
  • Werkstoffsimulation,
  • Werkstoffkunde und Technologie der Metalle,
  • Glas und Keramik,
  • Korrosion und Oberflächentechnik,
  • Biomaterialien,
  • Polymerwerkstoffe,
  • Werkstoffe der Elektrotechnik
  • Werkstoffe in der Medizin.

Dabei besteht die Möglichkeit, sich für ein Kernfach aus diesen werkstoffwissenschaftlichen Fachgebieten als Schwerpunkt zu entscheiden. Um eine breite materialwissenschaftliche Ausbildung zu erreichen, wird dieser Schwerpunkt durch zwei weitere materialwissenschaftliche Fächer ergänzt. Zugleich wird durch die weitere Wahlmöglichkeit eines nicht werkstoffwissenschaftlichen technischen Wahlfachs auf eine breite technisch-wissenschaftliche Ausbildung Wert gelegt. Auch ein Auslandsstudium kann in das Masterprogramm integriert werden. Am Ende des Masterstudiums steht eine 6-monatige Masterarbeit, nach deren erfolgreichem Abschluss der Titel Master of Science (MSc.) verliehen wird. Dieser Abschluss ist äquivalent zu dem bislang verliehenen Abschluss als Diplom-Ingenieur und bietet beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen beruflichen Werdegang.

Für beide Studiengänge kann ein Studienbeginn zum Wintersemester erfolgen. Neben dem Masterstudium Materialwissenschaft und Werkstofftechnik besteht bei einem überdurchschnittlichen Bachelorabschluss auch die Möglichkeit, sich für das Elite-Masterprogramm Advanced Materials and Processes (MAP) zu bewerben, das eine Kombination aus Lehrveranstaltungen aus den Werkstoffwissenschaften und des Chemie- und Bioingenieurswesens darstellt.

Abschluss: Master of Science (M.Sc.)
Studiendauer: 4 Semester
Studienort: Erlangen
Sprache: Deutsch / Englisch

Berufsbild und Tätigkeitsfelder

Werkstoffe werden zur Fertigung von Gegenständen mit unterschiedlichsten Eigenschaften und Anforderungsprofilen - vom Mikrochip über den Ski bis hin zu Fahrzeugen und Raumfähren - verwendet. Aus der Anwendung des Werkstoffes ergeben sich bestimmte Anforderungen an seine Eigenschaften wie eine hohe mechanische Festigkeit und Zähigkeit, chemische Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit und aggressiven Medien aller Art (Korrosion) oder optische, elektrische, dielektrische oder magnetische Eigenschaften. Welcher Werkstoff für eine bestimmte Aufgabe zur Anwendung kommt, hängt zusätzlich von den Erfordernissen des Fertigungsprozesses und auch von wirtschaftlichen Gesichtspunkten ab. Aufbauend auf dem Grundlagenwissen der Chemie, Physik und Mathematik befasst sich der Werkstoffwissenschaftler mit dem Zusammenhang zwischen Herstellung, Struktur und Eigenschaften der Materialien ausgehend vom atomaren Aufbau bis hin zum makroskopischen Bauteil. Die vielfältigen Aufgaben eines Ingenieurs der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik reichen daher von Laboraufgaben bis in die Anwenderberatung und lassen sich etwa wie folgt einteilen:

  • Grundlagenforschung
    Aufstellung und Prüfung von werkstoffwissenschaftlichen Modellen zur Entwicklung neuer Werkstoffe, zur Verbesserung der Eigenschaften bereits bekannter Werkstoffe und zu ihrer Herstellung.
  • Werkstoffentwicklung
    Entwicklung neuer Werkstoffe mit bisher noch nicht erreichten Eigenschaften durch Kombination von technologischer Erfahrung mit Ergebnissen der Grundlagenforschung.
  • Werkstofftechnologie
    Entwicklung neuer Herstellungs- und Verarbeitungsverfahren für bereits bekannte Werkstoffe; Verminderung des Aufwands für die technische Fertigung; Schaffung der Voraussetzungen für die Produktion im großen Maßstab; Berücksichtigung von Gesichtspunkten der Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit.
  • Anwendungstechnik
    Erschließung neuer Verwendungsmöglichkeiten für bekannte oder neu entwickelte Werkstoffe im Gesamtbereich der Technik. Beratung von Konstrukteuren und Verbrauchern über optimale Werkstoffauswahl.
  • Werkstoffprüfung und Schadensanalyse
    Festlegung gut reproduzierbarer Messgrößen und Entwicklung von Methoden zu ihrer exakten Bestimmung. Untersuchung von im Betrieb geschädigten Teilen und Maßnahmen zu einer Verhinderung derartiger Schäden.

Kontakt / Studienberatung

Ansprechpartner

Dr. Alexandra Haase
Telefon: 09131-85-20940 
E-Mail: studium-ww@no-spamfau.de

Adresse

Technische Fakultät
Martensstr. 5, 91058 Erlangen

Weitere Informationen zum Studiengang erhalten Sie auf der Webseite der Universität
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