Journalismus und komplexe wirtschaftspolitische Sachverhalte
Eurokrise, Steuerreformen, Bankenrettungen, Energiewende und demografischer Wandel sind große wirtschaftspolitische Themen unserer Zeit. Die Absolventinnen und Absolventen des Bachelor-Studiengangs „Wirtschaftspolitischer Journalismus“ (WiPoJo) sollen auf genau diese Herausforderungen bestmöglich vorbereitet werden. Neben einem Studium der Volkswirtschaftslehre, das ein fundiertes Grundwissen über komplexe wirtschaftspolitische Sachverhalte gibt, lernen die Studierenden in Seminaren und crossmedialen Lehrredaktionen die journalistische Praxis kennen. Durch Integrationsmodule sind die beiden Studieneinheiten unmittelbar und eng miteinander verzahnt. Im 7. und 8. Semester absolvieren die Studierenden ein einjähriges Volontariat, das vom Institut für Journalistik vermittelt wird.
Der Lehrstuhl für wirtschaftspolitischen Journalismus (WiPoJo) ist am Institut für Journalistik (IJ) angesiedelt und kooperiert mit der WISO-Fakultät der TU-Dortmund und mit der Fakultät für Economics an der Ruhr-Universität Bochum, um ein vielfältiges Studienangebot im Bereich der VWL zu schaffen.
Regelstudienzeit: 8 Semester inkl. integriertem Volontariat
Creditpoints: 240
Voraussetzungen:
- Allgemeine Hochschulreife
- örtliche Zulassungsbeschränkung
- sechswöchiges journalistisches Praktikum
Studienbeginn: Wintersemester
Die praktische Ausbildung
Während des Bachelor-Studiums arbeiten die Studierenden zwei Semester lang in der crossmedialen Lehrredaktion KURT des Instituts für Journalistik. Dort erlernen sie das journalistische Arbeiten für alle Medien und werden in den folgenden vier Feldern ausgebildet: Video, Audio, Digital und Schreiben.
Das Institut reagiert damit auf die Veränderungen in der journalistischen Praxis. Die Studierenden starten vielseitig ausgebildet in das integrierte Volontariat. Auch die Diskussion über journalistische Qualitätskriterien, Reflexion der Arbeit, Vermittlung und Diskussion über medienrechtliche und ethische Standards sind Teil der praktischen Ausbildung und tragen zur Entwicklung eines journalistischen Selbstverständnisses bei.
Das letzte Studienjahr verbringen die Studierenden nicht an der Uni: Diese Zeit gehört dem studienintegrierten einjährigen Volontariat. Hier wenden sie erworbene Kenntnisse im Redaktionsalltag an, bauen Kontakte zu künftigen Arbeitgebern auf und erwerben am Ende des Studiums die Redakteursqualifikation. Flankiert wird das einjährige Volontariat durch Reflexionsseminare.
Für das Volontariat kooperiert das Institut seit Jahren mit führenden deutschen Medienunternehmen – im überregionalen Bereich zum Beispiel mit ZDF, WDR, Zeit, Handelsblatt und Deutscher Welle, im regionalen Bereich unter anderem mit der Funke Mediengruppe, dem Verlag Lensing-Wolff und der DuMont- Mediengruppe.
Studieninhalte
1. Semester
- Grundlagen Journalistik
- Journalistische Vermittlung
- Medienrecht
- Methodische Grundlagen
2. Semester
- Empirische Kommunikationsforschung
- Journalistische Praxis
- Medienrecht
- Akteure und Aktualität
- Wirtschaftstheorie I
- Praktikum
3. Semester
- Empirische Kommunikationsforschung
- Redaktionsarbeit
- Journalistische Praxis
- Akteure und Aktualität
- Wirtschaftstheorie I, II
- Praktikum
4. Semester
- Integrationsmodul
- Redaktionsarbeit
- Journalistische Vertiefung
- Applied Economics I
- Makroökonomie I
5. Semester
- Integrationsmodul
- Applied Economics II
- Makroökonomie II
- Wirtschaftspolitik II
6. Semester
- Wirtschaftspolitik
- Bachelorarbeit
7. und 8. Semester
- Integriertes Volontariat
Berufsaussichten
Der Studiengang entspricht einem steigenden Bedarf an wirtschaftlich-politisch spezialisierten Journalisten auf dem Arbeitsmarkt. Wer in Dortmund studiert hat, ist gerüstet für eine komplexe Medienwelt. In Zeiten eines sich schnell wandelnden Medienmarktes sollte man positiv in die berufliche Zukunft schauen können. Die Dortmunder Journalistik-Ausbildung hat ihr Curriculum deshalb gezielt auf die neuen Herausforderungen ausgerichtet.
Unsere Absolventinnen und Absolventen arbeiten heute für führende Medienhäuser in Deutschland, zum Beispiel ARD, ZDF, Süddeutsche Zeitung, Die Zeit, Das Handelsblatt.