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Verfahrenstechnik und Naturstofftechnik Diplom/Bachelor

Technische Universität Dresden - Fakultät Maschinenwesen

Studienprofil Infos

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© Torsten Proß, Jeibmann Photographik
Studienablauf im Diplom- bzw. Bachelorstudium

Die Verfahrenstechnik ermöglicht es Erdöl zu Benzin, Milch zu Quark, Hopfen, Malz und Wasser zu Bier oder Kartoffeln und Getreide zu Alkohol umzuwandeln. Sie spielt fast in allen Bereichen unseres alltäglichen Lebens eine bedeutende Rolle, sei es bei der Herstellung von Lebensmitteln, Textilien, Medikamenten oder bei der immer wichtiger werdenden Energieerzeugung durch nachwachsende Rohstoffe. Sie ist die Ingenieurwissenschaft, die sich mit der physikalischen, chemischen und biologischen Stoffwandlung beschäftigt. Die Naturstofftechnik betrachtet hauptsächlich Ressourcen aus der belebten Umwelt, wie beispielsweise Holz oder Mikroorganismen.

Sowohl in der Verfahrenstechnik als auch der Naturstofftechnik stehen technische Prozesse im Fokus, in denen aus einem Rohmaterial ein neues Produkt geschaffen wird. Beide Bereiche haben daher eine Schlüsselstellung bei der Entwicklung, Konzipierung und Realisierung innovativer ökonomischer und ökologischer Prozesse und Produkte. Interdisziplinarität ist ein wesentliches Merkmal in diesem Studiengang, der viele Berührungspunkte zu den Naturwissenschaften, zum Maschinen- und Anlagenbau sowie zur Mess- und Informationstechnik hat. Nach dem Abschluss sind die Absolventen in der Lage, Verbindungen zu Nachbardisziplinen wie dem Maschinenbau, der Energietechnik, der Werkstofftechnik und der Chemie herzustellen.

Der Studiengang Verfahrenstechnik und Naturstofftechnik wird an der TU Dresden als Bachelor- und als Diplomstudiengang angeboten. Bei beiden handelt es sich um ein grundständiges Studienangebot. Sie beginnen jeweils zum Wintersemester.

Studieninhalt und Studienverlauf

Das Studium der Verfahrenstechnik und Naturstofftechnik verknüpft Theorie und Praxis, indem es die natur- und ingenieurwissenschaftliche Grundlagenausbildung mit der anwendungsorientierten Wissensvermittlung im Rahmen umfangreicher Spezialisierungsmöglichkeiten verbindet. In den ersten vier Semestern werden vor allem mathematisch-naturwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche, aber auch allgemeine Grundlagen der Verfahrenstechnik und Naturstofftechnik vermittelt. Die Module des Bachelorstudiengangs sind bis einschließlich zum 4. Fachsemester deckungsgleich mit denen des Diplomstudiengangs. Pflichtmodule haben u. a. die Grundlagen der Verfahrenstechnik und Naturstofftechnik, Mathematik, Chemie, Mess- und Automatisierungstechnik, Informatik sowie Betriebswirtschaft zum Inhalt.

Im zweiten Teil des Studiums wird die Grundlagenausbildung mit der anwendungsorientierten Wissensvermittlung verbunden. Studierende können eine von fünf Studienrichtungen (Diplomstudium) bzw. Profilempfehlungen (Bachelor) wählen. Das jeweilige Pflichtprogramm im 5. Semester (Bachelor) bzw. 5. bis 9. Semester (Diplom) wird auf wahlobligatorischer Grundlage durch Module aus Wahlpflichtbereichen ergänzt. Fach- und Forschungspraktika im Diplomstudiengang sowie Module zur allgemeinen und fachübergreifenden Qualifikation runden das Studienangebot ab

Folgende fünf Studienrichtungen/Profilempfehlungen stehen dem Studierenden zur Auswahl:

Allgemeine Verfahrenstechnik

Es geht um die Gestaltung, Modellierung und Optimierung von Prozessen und Verfahren, die Stoffe nach Art, Eigenschaft und Zusammensetzung auf physikalischem, chemischem oder biologischem Weg verändern. Weiterhin stehen mechanische, thermische und chemische Grundprozesse wie auch die Gestaltung und Auslegung von verfahrenstechnischen Anlagen im Mittelpunkt.

Bioverfahrenstechnik

Schwerpunktmäßig werden vor allem Teilgebiete an der Schnittstelle zwischen Verfahrenstechnik und Biologie behandelt. Vorrangig geht es um die Vermittlung von Wissen, welches speziell für den Umgang mit Mikroorganismen und anderen biologischen Systemen (z.B. Pflanzen- und Tierzellen) sowie für biotechnische Verfahren als bevorzugtes Mittel für produktionsintegrierten Umweltschutz notwendig ist.

Chemie-Ingenieurtechnik

Fächer wie mechanische, thermische und chemische Verfahrenstechnik, Analytische Chemie, Technische Chemie und Laborpraktika legen die Grundlage für eine individuelle Schwerpunktsetzung. Im Anschluss daran wird material- und prozessbezogenes Spezialwissen aus verschiedenen Stoffbereichen, Technische Biochemie, Qualitätsmanagement und Rechtsvorschriften im technischen Bereich behandelt.

Holz- und Faserwerkstofftechnik

Vermittlung von Kenntnissen von anatomischen, physikalischen und chemischen Eigenschaften von Holz und Holzwerkstoffen und von Eigenschaftsbeziehungen bei der Erzeugung, Ver- und Bearbeitung. Studierende entwickeln auf dieser Grundlage neue Werkstoffe und Produkte aus Holz und Holzwerkstoffen, ebenso wie neue technologische Verfahren, Maschinen und Anlagen.

Lebensmitteltechnik

Die Kombination von ingenieurtechnischen Schwerpunkten mit einer starken naturwissenschaftlichen Betonung befähigt zum Umgang mit biologischen Systemen, die laufenden Veränderungen während der Be- und Verarbeitung unterliegen. Dazu werden fundierte Kenntnisse in der Lebensmittelver-fahrenstechnik, der Mikrobiologie, Physik und Chemie von landwirtschaftlichen Rohstoffen vermittelt.

Bachelor versus Diplom

Die Fakultät Maschinenwesen der TU Dresden hält am klassischen Ingenieurabschluss fest, hat aber alle Studiengänge an die Bologna-Kriterien zur internationalen Vergleichbarkeit angepasst. Der deutsche Diplom-Ingenieur (Dipl.-Ing.) ist ein weltweit anerkannter Titel und Qualitätsbegriff, in der Wirtschaft bekannt und besonders im technischen Bereich etabliert. Das verkürzte Bachelor Studium ermöglicht den Studierenden zwar einen früheren Eintritt ins Berufsleben, kann aber aufgrund seiner Kürze nicht den fachlichen Umfang eines Diplomstudiums bieten. Das weiß gerade die Industrie. Ein Diplomstudent kann sich vier Semester in seiner gewählten Studienrichtung weiterbilden und tiefgehendes Wissen aneignen. Zusätzlich dazu verknüpft das Diplomstudium Theorie und Praxis und hat im 7. Fachsemester ein Fachpraktikum verankert.

Beim Bachelorstudium erhält der Studierende bereits nach drei absolvierten Jahren einen offiziellen, berufsqualifizierenden Universitätsabschluss. Aber erst der Masterabschluss ist wirklich mit einem Diplom vergleichbar.

Ein Diplomstudium dauert in der Regelstudienzeit mindestens fünf Jahre. Nach den ersten vier Semestern bestätigt ein Zwischenzeugnis den erfolgreichen Abschluss des Grundstudiums. Erst nach zehn Semestern erreicht man den berufsqualifizierenden Universitätsabschluss. Die Vergleichbarkeit von Diplom- und Masterabschluss wird jedem Absolventen mit dem „Diploma Supplement“ bestätigt.

Zukunftsperspektiven

Absolventen des Studiengangs Verfahrenstechnik und Naturstofftechnik der TU Dresden haben dank ihrer fundierten ingenieurwissenschaftlichen Ausbildung vielfältige Einsatzmöglichkeiten:

  • in der Forschung
  • der Verfahrens- und Produktentwicklung
  • bei der Anlagenauslegung, -projektierung und -steuerung
  • in der Produktionsvorbereitung und
  • der Produktion
  • der Arbeitsgestaltung und
  • der Qualitätssicherung und -management.

Je nach gewählter Studienrichtung und individueller Schwerpunktsetzung können Absolventen beispielsweise tätig werden als:

  • Prozessverfahrenstechniker
  • Betriebsingenieure
  • Technologen in der stoffwandelnden Industrie
  • Entwickler von Verarbeitungstechniken und Verarbeitungsanlagen
  • Ingenieure in Materialprüfung und Qualitätssicherung
  • Ingenieure in Prozess- und Anlagenautomatisierung
  • Ingenieure im Umweltschutz
  • Ingenieure in der Maschinen- und Anlageninstandhaltung

Absolventen, die sich besonders auf Tätigkeiten in der Forschung vorbereiten wollen, können bei entsprechender Eignung nach Abschluss des Diplomstudiums promovieren und den Doktorgrad erwerben.

Zugangsvoraussetzungen und Bewerbung

Die Bewerbungsmodalitäten und ggf. Zulassungsbeschränkungen für den Diplomstudiengang und den Bachelor-Studiengang können Sie dem Studieninformationssystem der TU Dresden entnehmen. Die Bewerbung für den Studiengang erfolgt online.

Weitere Informationen und Kontakt

Wenn Sie sich zu dem Studiengang persönlich beraten lassen möchten, können Sie sich an die Zentrale Studienberatung der TU Dresden wenden.

Kurzinfo:

Verfahrenstechnik und Naturstofftechnik im Diplomstudium
Abschluss: Diplom
Regelstudienzeit: 10 Semester
Studienform: Direktstudium
Studientyp: grundständig

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Verfahrenstechnik und Naturstofftechnik im Bachelorstudium
Abschluss: Bachelor
Regelstudienzeit: 6 Semester
Studienform: Direktstudium
Studientyp: grundständig

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Kontakt:

Zentrale Studienberatung
Studienberaterin
Frau Antonia Zacharias, M.A.
Strehlener Str. 24, Zi. 520
Tel.: +49 351 463-33681
E-Mail: studienberatung@no-spamtu-dresden.de

Fachberaterin
Frau Dipl.-Päd. Jutta Friedrich
Zeuner-Bau (ZEU), George-Bähr-Str. 3c, Zi. 213

TU Dresden
Fakultät Maschinenwesen
Helmholtzstraße 10
01069 Dresden
Tel: +49 351 463-33286
E-Mail: Jutta.Friedrich@no-spamtu-dresden.de

Weitere Informationen zum Studiengang erhalten Sie auf der Webseite der Technischen Universität.
Zur Webseite >

 

 

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