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Profil des Studiengangs

Der Studiengang Bachelor Maschinenbau – Verbundstudium PSM richtet sich in erster Linie an Auszubildenden und Berufstätige. Er bildet Ingenieurinnen und Ingenieure aus, die die Produktion von Gütern für die Märkte der Zukunft technisch und wirtschaftlich nachhaltig managen und den industriellen Service für Produktionsanlagen beherrschen. In diesem Verbundstudium werden vorrangig anwendungsbezogene ingenieurwissenschaftliche Inhalte aus den Bereichen Maschinenbau, Produktionstechnik und Instandhaltung vermittelt. Dabei bilden Aspekte des Produktions- und Servicemanagements besondere Schwerpunkte. Neben einem fundierten Ingenieur-Know-How werden betriebswirtschaftliches Wissen, Rechtskenntnisse sowie Kompetenzen in Projekt- und Qualitätsmanagements und Arbeitssicherheit praxisnah und interdisziplinär vermittelt.

Das Verbundstudium umfasst neben dem Verbund von Studium und Ausbildung oder Beruf auch den Verbund von Selbst- und Präsenzstudium. Die optimal aufeinander abgestimmte Kombination von Selbst- (ca. 70 %) und Präsenzstudium (ca. 30 %) gibt den Studierenden die Möglichkeit, sich beruflich weiter zu qualifizieren und ihre Aufstiegschancen zu verbessern. Ein großer Vorteil des Verbundstudiums liegt auch darin, dass es sich sowohl zeitlich als auch örtlich sehr flexibel auf die persönliche Lebenssituation anpassen lässt. Darüber hinaus kann das erworbene Wissen direkt im beruflichen Alltag angewandt werden. Der besondere Praxisbezug des Studiums äußert sich u.a. darin, dass Probleme aus der Tätigkeit der Studierenden exemplarisch in die Lehre eingebunden bzw. im Rahmen von betrieblichen Projekten und Abschlussarbeiten bearbeitet werden.

Hauptimpuls für dieses Studienangebot ist, dass industrielle Produktion und Industrieservice bedeutender Treiber für den wirtschaftlichen Erfolg deutscher Unternehmen sind. In zentralen Bereichen, wie dem Maschinen- und Anlagenbau, der Automobilindustrie oder der chemischen Industrie ist Deutschland weltweit führend. Kein anderes Industrieland hat einen vergleichbaren hohen Anteil an Arbeitsplätzen, die von der Produktion abhängigen und der Herstellung hochwertiger Güter und Anlagen gehört Deutschland seit Jahrzehnten zur Weltspitze.

Da sich aber die Rahmenbedingungen für die industrielle Produktion im globalen Wettbewerb immer schneller ändern, erfordert dies in zunehmendem Maß eine hohe interdisziplinäre Fachkompetenz. Produktion erfolgt immer stärker in globalen Netzwerken, die unternehmensübergreifend agieren. Störungen und Unterbrechungen dieser kooperativen Produktion führen zu erheblichen Auswirkungen, die nur durch ein leistungsstarkes Servicemanagement zu verhindern sind. Damit verändern sich auch die Anforderungen an die Ingenieure/-innen, die für das Management der Produktionsnetzwerke verantwortlich sind und den industriellen Service gewährleisten. Sie müssen sowohl technisch als auch betriebswirtschaftlich und ökologisch denken und handeln sowie gleichzeitig rechtliche und soziale Anforderungen berücksichtigen.

Den Unternehmen ist sehr bewusst, dass sie ihre internationale Spitzenstellung nur durch die Sicherstellung des Bedarfs an entsprechend qualifizierten Fachkräften behaupten können. Allerdings stellt sich im Ingenieurbereich in zunehmendem Maße ein Fachkräftemangel ein, der den Produktions- und Servicebereich in besonderem Maße betrifft, da eine interdisziplinär ausgerichtete Ingenieursausbildung an deutschen Hochschulen nicht die Regel ist. Für die Absolventinnen und Absolventen dieses Studiengangs bieten sich aufgrund dieser Mangelsituation besonders günstige Karrierechancen.

Inhalt und Aufbau des Studiengangs

Die Studieninhalte des Studiengangs Bachelor Maschinenbau – Verbundstudium PSM befähigen die Studierenden, ingenieurmäßige Methoden bei der Analyse technischer Vorgänge anzuwenden, praxisgerechte Problemlösungen zu erarbeiten und dabei auch fachübergreifende Bezüge zu berücksichtigen. Durch die Schulung ihres Abstraktionsvermögens werden sie in die Lage versetzt, sich in vielfältige Arbeitsgebiete selbständig einzuarbeiten, um die in der Berufspraxis ständig wechselnden Aufgabenstellungen zu bewältigen. Die methodischen Grundlagen, speziell für Aufgaben im Produktions- und Servicemanagement werden vermittelt. Hierzu werden in diesem neuen Studienangebot fachübergreifend ingenieur-wissenschaftliche mit wirtschaftlich-rechtlichen Inhalten kombiniert sowie Kompetenzen in Organisation, Kommunikation und Projektmanagement trainiert.

Die Studieninhalte umfassen:

  • Ingenieurwissen und -methodik,
  • Mathematik, Statistik, Naturwissenschaften, Informatik
  • Fertigungs-, Elektro- und Verfahrenstechnik
  • Betriebswirtschaft, Recht, Qualitätsmanagement
  • Project Management and Communication
  • Technisches Produktionsmanagement, Robotik und Handhabungssysteme
  • Technisches Servicemanagement, Instandsetzungstechnologien
  • Softskills: Kommunikationsfähigkeit, Zeit- und Arbeitsplanung, Selbst- und Konfliktmanagement, Präsentationstechnik etc.

Die Regelstudienzeit für den Studiengang Bachelor Maschinenbau – Verbundstudium PSM beträgt an der Fachhochschule Dortmund neun Semester und führt zum Abschluss Bachelor of Engineering (B.Eng.).

Das Studium umfasst 180 Leistungspunkte („Credit Points“ CP gemäß dem „European Credit Transfer and Accumulation System“ ECTS). Ein CP entspricht dabei einem durchschnittlichen studentischen Arbeitsaufwand von 25 Stunden. Der studentische Arbeitsaufwand beinhaltet neben dem Selbststudium und der Teilnahme an den Präsenzphasen auch die Zeiten für die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltungen und Prüfungen. Die zeitliche Belastung im PSM-Studium und damit die Vergabe der CP wurden auf die einzelnen Semester gleichmäßig verteilt. Pro Semester werden vier Module á 5 CP angeboten, so dass 20 CP erworben werden können.

Der Studiengang ermöglicht eine Schwerpunktbildung in einem der beiden Studienschwerpunkte „Produktionsmanagement“ und „Industrielles Servicemanagement“. Die Wahlpflichtmodule für die Studienschwerpunktbildung liegen zwischen dem 5. und 8. Semester, in denen ein Modul des jeweiligen Schwerpunktes pro Semester angeboten wird.

Auf den Internetseiten des Fachbereichs Maschinenbau ist die aktuelle Prüfungsordnung hinterlegt. Mit Hilfe des Studienverlaufsplans ist der Semesterablauf des Studiums mit den einzelnen Fächern zu erkennen.

Perspektiven nach dem Studium

Das Berufsfeld der Absolventinnen und Absolventen dieses Verbundstudiums sind Positionen, die mit dem Management von Produktionsbereichen und -prozessen in Industrieunternehmen oder mit dem industriellen Servicemanagement von Produktionsanlagen betraut sind. Dabei können sie als Fach- und Führungskräfte sowohl in unternehmensinternen Bereichen eingesetzt werden oder übergreifende Tätigkeiten ausüben. Darüber hinaus können sie aufgrund ihrer interdisziplinären Ausbildung und dem frühen Sammeln von praktischen Erfahrungen in Unternehmen in vielen Bereichen und Branchen arbeiten. Ihre Qualität steigert sich dadurch, dass sie durch die Doppelbelastung von Beruf und Studium Engagement, Durchsetzungsfähigkeit und Belastbarkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben.

Das Haupteinsatzgebiet der Absolventinnen und Absolventen liegt in der Industrie, wobei jedoch der Dienstleistungssektor deutlich an Stellenwert gewonnen hat. Bevorzugte Branchen und Tätigkeitsbereiche sind der Maschinen- und Anlagenbau, die Automobilindustrie, die Chemische und Kunststoffindustrie, die Elektro- und Automationstechnik, Energieerzeugung und -versorgung, der Ingenieurplanungsbereich oder Umweltschutz, Recycling und Abfallwirtschaft.

Die berufliche Position kann von der Ebene einer technischen Fachkraft bis zum Führungspersonal der unteren und mittleren Ebene reichen. Gängige Positionsbezeichnungen sind Produktionsleiter/in bzw. Produktionsmanager/in, Betriebsingenieur/in, Instandhaltungsingenieur/in bzw. Instandhaltungsmanager/in sowie Serviceingenieur/in bzw. Servicemanager/in.

Typische Positionen in den Unternehmen sind z.B.:

  • Leitung, Planung und Steuerung der Produktion
  • Leitung, Planung und Steuerung von Instandhaltung und Servicemanagement
  • Anlagenmanagement und -instandhaltung
  • Kundenorientierte Konzeptentwicklung und Planung von Serviceleistungen
  • Projektmanagement und -abwicklung
  • Stillstandsplanung und -management
  • Technische Beschaffung und Technisches Controlling
  • Technische Dienste wie z.B. Anlagenüberwachung
  • Störungsmanagement und Wartung

Studienvoraussetzungen und Zulassung

Voraussetzung für die Aufnahme dieses Bachelor-Studiums sind Allgemeine oder Fachhochschulreife, fachgebundene Hochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung.

Für folgende Bewerbergruppen ist es auch möglich, ein Studium ohne (Fach-) Hochschulreife aufzunehmen:

  • MeisterIn und vergleichbar Qualifizierte (z.B. TechnikerIn, AbsolventIn zweijähriger Fachschulausbildungen, IHK-FachwirtIn) im Rahmen eines Auswahlverfahrens
  • Fachtreue(r) Bewerber/innen mit mindestens zweijähriger Berufsausbildung und mind. dreijähriger Tätigkeit im erlernten Beruf, im Rahmen eines Auswahlverfahrens
  • Sonstige beruflich Qualifizierte mit mindestens zweijähriger Berufsausbildung und mindestens dreijähriger Berufspraxis auch außerhalb des Ausbildungsberufs oder alternativ Erziehungs- oder Pflegetätigkeit, ohne fachliche Entsprechung zwischen Berufsausbildung, Berufsausübung und Studiengang, über eine bestandene Zugangsprüfung

Zusätzlich ist der Nachweis einer studiengangbezogenen fachpraktischen Vorbildung von 10 Wochen erforderlich. Mindestens 4 Wochen des Vorpraktikums sind zum Ende des ersten Fachsemesters nachzuweisen. Die restliche Praktikumszeit muss spätestens bis zum Ende des dritten Semesters des Fachstudiums geleistet werden.

Die jährliche Aufnahmekapazität beträgt 30 Studienplätze. Es erfolgt ein Zulassungsbeschränkung, die auf dem Orts-NC basiert.

Studiengangorganisation

  • Verbund-Modell: Kombination von Präsenz- und Selbststudienphasen
  • Selbststudium wird über (Print-) Lerneinheiten (Studienbriefe) gelenkt
  • FH-Präsenzphasen: alle 2 Wochen samstags ganztägig (8 Stunden), ca. 10 Termine pro Semester
  • Pro Semester bis zu 4 Präsenztage zusätzlich möglich
  • Online-Präsenzstudium: regelmäßige Online-Konferenzen

Studienbeiträge

An der Fachhochschule Dortmund wird ein Semesterbeitrag von aktuell 245,46 EUR (Stand: Sommersemester 2015) erhoben, in dem das NRW-Ticket für den ÖPNV in NRW enthalten ist.

Zuzüglich wird pro Semester eine Bezugsgebühr für Lehrmaterialien von 168 EUR fällig.

Bewerbung und Zulassung

Der Studiengang startet jährlich zum Wintersemester.
Die Vergabe der Studienplätze erfolgt durch die Fachhochschule Dortmund. Es bestehen örtliche Zulassungsbeschränkungen (Numerus clausus). Pro Jahr werden 30 Studienplätze vergeben.

Bewerbungsschluss zum Wintersemester ist der 15. Juli (Ausschlussfrist) eines jeden Jahres. Später eingehende Bewerbungen können nur entsprechend der verfügbaren Studienplätze berücksichtigt werden.

Flyer zum Studiengang (PDF) >

Kontakt

Wiss. Studiengangleiter
Prof. Dr.-Ing Gerhard Bandow
Sonnenstraße 96
Raum SON B 104
44139 Dortmund
Tel.: (0231) 9112-208
Fax: (0231) 9112-334

Studiengangkoordinatorin
Katharina Keune
Sonnenstraße 96
Raum SON B 006
44139 Dortmund
Tel.: (0231) 9112-297
Fax: (0231) 9112-334 

Weitere Informationen zum Studiengang finden Sie auf der Webseite der Fachhochschule.
Zur Webseite >

 

 

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