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Logistik: Mobilität braucht Fachkräfte

"Am richtigen Ort zur richtigen Zeit." Unternehmen, die neben internationaler Konkurrenz bestehen wollen, tun gut daran, sich an diesen Grundsatz zu halten. Versorgungs-Spezialisten, denen die Planung übertragen werden kann, sind deshalb sehr begehrt.

Das Angebot in den Supermärkten ist reichhaltig: Irische Butter, australischer Rotwein und Nudelsuppen "Made in Thailand". Was wir dort nicht erhalten, können wir per Knopfdruck vom PC zu Hause bestellen - immer in der Erwartung natürlich, dass die Produkte pünktlich geliefert werden.

Die Verantwortlichen für die termingetreue Bearbeitung unserer Aufträge heißen Logistiker. Sie sorgen dafür, die" Verfügbarkeit des richtigen Gutes, in der richtigen Menge, im richtigen Zustand, am richtigen Ort, zur richtigen Zeit, für den richtigen Kunden, zu den richtigen Kosten zu sichern". So die wissenschaftliche Definition von Logistik, einer Branche, die durch die Möglichkeiten moderner Informationstechnologien einen immer größeren Stellenwert in der Unternehmensplanung einnimmt. Gerade bei globalen Akteuren muss die präzise Abstimmung von Produktion und Handel immer effizienter geplant werden.

Versorgungsspezialisten mit vielen Einsatzmöglichkeiten

Logistik findet an einer Schnittstelle statt. Wir finden in diesem Fach Inhalte verschiedener Studiengänge. Zum Beispiel aus der Betriebswirtschaftslehre, des Wirtschaftsingenieurwesens und - wenn die Ausrichtung technisch ist - des Maschinenbaus. An vielen Hochschulen gibt es aber auch eigenständige Studiengange, die auf den Bedarf der Wirtschaft bereits reagiert haben und sich ausschließlich der Logistik widmen.

Die Einsatzmöglichkeiten für Logistiker sind sehr vielfältig und finden sich in allen Branchen von Wirtschaft und Verwaltung:

  • In erster Linie werden Fachleute für den reibungslosen Ablauf von Handel und e-Business benötigt.
  • Aber auch Entsorgungslogistik mit einem integrierten Umweltschutz und Verpackungslogistik, in deren Zuständigkeitsbereich die Entwicklung von Mehrwegsystemen fällt, sind große Tätigkeitsfelder.
  • Abgerundet wird das Einsatzspektrum von Sonderformen wie der Gefahrgutlogistik und der Krankenhauslogistik.

Einen Bedarf an gut ausgebildeten Logistikern haben alle global agierende Unternehmen der herstellenden Industrie sowie Versandhäuser und Handelsketten. Da viele Firmen ihre logistischen Dienstleistungen ausgelagert haben, besteht darüber hinaus ein großer Markt der Logistikdienstleistung. Arbeitsplätze bieten neben klassischen Speditionen (Schenker, Danzas, Dachser ...) auch Logistikdienstleister wie die Deutsche Post und UPS.

Berufsperspektive: Die Branche boomt

Vor der Entwicklung eines eigenständigen Studiengangs Logistik wurde der Bedarf in Industrie- und Handelskreisen festgestellt. Verbesserte Wettbewerbsfähigkeit und Kostensenkung sind brisante Fragen, in deren Zusammenhang die Optimierung von Versorgungswegen eine wichtige Rolle spielt.

Die Logistik ist Wegbereiter der Globalisierung, ein wachsender Markt, in dem laut der Bundesvereinigung für Logistik zum jetzigen Zeitpunkt (2011) 2,7 Millionen Menschen in Deutschland beschäftigt sind.

Nach der Automobil-Wirtschaft und dem Handel ist die Logistik in Deutschland der größte Wirtschaftsbereich. Im Jahre 2009 wurden 200 Milliarden Euro Umsatz branchenübergreifend erwirtschaftet. Mit diesen Erfolgszahlen rangiert die Logistik damit noch vor der Elektronikbranche und dem Maschinenbau.

Wo kann man Logistik studieren? >

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