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Die Hochschul- und Wissenschaftsverwaltung spielt in unserer Gesellschaft eine wichtige Rolle. Ihre Führungskräfte gestalten gesellschaftlichen Wandel und managen komplexe Veränderungsprozesse. Dafür müssen sie auf dem aktuellsten wissenschaftlichen Stand der modernen betriebswirtschaftlichen, rechtlichen, sozialen und psychologischen Entwicklungen und Methoden im Hochschul- und Wissenschaftsbereich sein. Sie müssen die relevanten Entwicklungen im Blick haben und diese analysieren und einschätzen, um strategisch entscheiden zu können.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, bietet die Westfälische Wilhelms-Universität Münster seit dem Sommersemester 2016 den berufsbegleitenden Masterstudiengang „Hochschul- und Wissenschaftsmanagement“ an. Dieses neu entwickelte, interdisziplinär angelegte Konzept zielt darauf ab, erfahrene und angehende Führungskräfte mit den Besonderheiten der vielschichtigen Managementaufgaben im Hochschul- und Wissenschaftsbereich vertraut zu machen.

Mit Blick auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes erlangen die Studierenden in sieben hochschulspezifischen und speziell konzipierten Pflichtmodulen, die durch zwei Wahlpflichtmodule ergänzt werden, sowohl fachliche als auch soziale Kompetenzen, um für berufliche Herausforderungen ideal vorbereitet zu sein.

Bei erfolgreicher Erbringung der für das Studium erforderlichen Prüfungsleistungen verleiht die Westfälische Wilhelms-Universität Münster den Hochschulgrad einer/eines „Master of Arts (M.A.)“.

Die Vorteile des Programms auf einen Blick:

  • Studium an einer renommierten Universität auf hohem wissenschaftlichen Niveau
  • Universitärer Abschluss (M.A.), verliehen von der Westfälischen Wilhelms- Universität Münster
  • Ausrichtung auf die speziellen Ansprüche von Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen durch eigens konzipierte Module
  • Praxisnahe Vermittlung durch erfahrene Dozentinnen und Dozenten
  • Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis
  • Vereinbarkeit von Studium mit Beruf und Familie

Berufsfeld/Zielpublikum

Das interdisziplinär angelegte Konzept hat zum Ziel, die Studierenden in besonderer Weise zu befähigen, im Sinne des Konzeptes des lebenslangen Lernens verschiedenartige Fach- und Führungspositionen im Hochschul- und Wissenschaftssektor qualifiziert auszuüben.

Das Programm ist dabei auf die speziellen Bedürfnisse einer berufsbegleitenden Weiterbildung ausgerichtet. Es richtet sich sowohl an erfahrene Führungskräfte aus den Bereichen Hochschule und Wissenschaft, die in diesem Studiengang ihr Know-How vertiefen und es auf den neuesten Stand bringen möchten, als auch an angehende Führungskräfte, die auf eine Führungsposition vorbereitet werden.

Der Studiengang richtet sich an Personen, die über einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss (z. B. Bachelor, Diplom, Master, Magister, Staatsexamen) und eine einschlägige, mindestens einjährige Berufserfahrung in einer Hochschule und/oder Wissenschaftseinrichtung und/oder im öffentlichen Dienst verfügen.

Schwerpunkte /Curriculum

Das Programm umfasst 7 Pflicht- und 2 Wahlpflichtmodule sowie eine (internationale) Praxisphase mit anschließender Projektarbeit und die Masterarbeit.

Im Folgenden finden Sie eine Auflistung der Pflichtmodule und der jeweiligen Themenschwerpunkte:

Modul 1: Grundlagen des Wissenschafts- und Hochschulsystems I – Externe Perspektive

  • Universitäten - frühe Anfänge
  • Modernisierung und Differenzierung der Hochschulen im 19. Jahrhundert
  • Aktuelle Leitbilder und die Debatte über Ziele und Aufgaben von Hochschule
  • Die Hochschullandschaft in Deutschland: Träger- und Organisationsstrukturen, Finanzierung, politische Steuerung, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Hochschultypen und im Bundesländervergleich
  • Hochschulen als komplexe Organisationen - Hochschulen als „organisierte Anarchien“
  • Hochschulsteuerung im Wandel - Von der Input-Steuerung zum New Public Management und zum Post-Weberianismus
  • Zukunft der Hochschule unter den Bedingungen von Globalisierung

Modul 2: Grundlagen des Wissenschafts- und Hochschulsystems II – Interne Perspektive

  • Gesamtverfassung der Hochschulen
  • Bedeutung und Eigenart der Wissenschaftsfreiheit
  • Innere Organisation
  • Kooperationsbeziehungen
  • Insbesondere: Verfahren und Handlungsformen
  • Rolle staatlicher Aufsicht

Modul 3: Strategisches Management

  • Grundlagen des strategischen Managements
  • Strategisches Management im Wissenschaftskontext
  • Instrumente der strategischen Planung, jeweils inkl. Anwendung auf den Wissenschaftsbereich
  • Projektmanagement
  • Empirische Methoden
  • „New Public Management“
  • Rechtliche und politische Rahmenbedingungen
  • Strategische Hochschulentwicklung

Modul 4: Finanzen und Controlling

  • Grundlagen des Haushalts- und Zuwendungsrechts für Wissenschaftseinrichtungen
  • Trennungsrechnung
  • Budgetierung
  • Kosten- und Leistungsrechnung
  • Grundlagen der Bilanzierung
  • Grundlagen des Controlling im Wissenschaftskontext
  • Kostenmanagement
  • Anreizsysteme

Modul 5: Personal und Organisation

  • Arbeits- und Dienstrecht im Hochschul- und Wissenschaftsbereich (Abschluss und Auflösung von Arbeitsverträgen, Ernennung, Rechte und Pflichten von Beamten)
  • Insbesondere Kenntnisse der hochschul- und wissenschaftsspezifischen Personalkategorien (Qualifikationsstellen, Lehrkräfte, Professuren) und ihrer Besonderheiten (Befristungsrecht, Lehrverpflichtungen etc.)
  • Personalentwicklung und Organisationslehre (Zusammenhang zwischen Organisations- und Personalentwicklung/Ziele, Methoden und Instrumente wie Personalauswahl, Potenzialanalyse, Personalqualifikation, Personalbeurteilung)
  • Gender Mainstreaming
  • Familiengerechtigkeit
  • Dual Career

Modul 6: Führung

  • Klassische Ansätze und aktuelle Trends der Führung
  • Klassische und moderne Führungsansätze vor dem Hintergrund empirischer Forschungsergebnisse
  • Motivation, Empowerment und Shared Leadership
  • Selbstorganisation und Selbstmanagement
  • Team- und Projektmanagement
  • E-Leadership: Führung mit Hilfe elektronischer Kommunikationsmedien
  • Diversity Management: Gender Management, kulturelle Unterschiede & altersdifferenzierte Führung
  • Verhandeln und Konfliktmanagement
  • Führung und Gesundheit
  • Erfolgsfaktoren für Führung im Kontext von Hochschul- und Wissenschaftsmanagement

Modul 7: Kommunikationsmanagement

  • Grundlagen der Kommunikation in und von Organisationen
  • Anforderungen an und Akteure der Wissenschafts- und Hochschulkommunikation
  • Strategische Kommunikation und Medienarbeit
  • Reputationsmanagement
  • Krisenkommunikation
  • Kommunikation in Veränderungsprozessen
  • Verhandlungs- und Gesprächsführung
  • Moderation und Präsentation

In den zwei Wahlpflichtmodulen vertiefen die Studierenden ihr Wissen im Hinblick auf ein spezielles Arbeitsfeld. Hier können sie ihren persönlichen Schwerpunkt wählen. Die Wahlpflichtmodule richten sich nach den Interessen der Studierenden und werden i. d. R. ab sechs Teilnehmenden angeboten.

8a: IT-Management

  • Spezifikation von Anforderungen an ein IT-System aus Anwendersicht
  • Modellierung von Prozessen, die im Kontext von IT-Systemen ablaufen
  • Architekturkonzepte, Service-Orientierung und Cloud-Sourcing: Bewertungsparameter
  • Einsatz und Verwendung sozialer Medien (“Enterprise 2.0”)
  • IT-Projektmanagement
  • IT-Qualitäts- und Service-Management, ITIL
  • Datenschutz(-recht) und Datensicherheit, Informationssicherheit, Haftungsrecht im Internet
  • Ausgewählte Systembeispiele
  • Zukunft von IT-Landschaften im Hochschul- bzw. Wissenschaftsbetrieb

8b: Marken- und Marketing-Management

  • Ziel- und Strategieplanung des Marken- und Marketing-Managements (aufbauend auf dem Modul „Strategisches Management“)
  • Messbarkeit von Aktivitäten des Marken- und Marketing-Managements
  • Übertragung des Marken- und Marketing-Management-Ansatzes auf Institutionen des Wissenschaftsbereichs
    • Markenmanagement (u.a. Wissenschaftseinrichtung als Marke)
    • Beziehungsmanagement (u.a. Studierenden-, Business-to-Science-, Forschungs- und Regierungsmarketing)
    • Produktmanagement (u.a. Zukunftsszenarien der Universität 2050)

  • Rechtliche Rahmenbedingungen (u.a. Markenrecht, Patentrecht etc.)

8c: Evaluation und Qualitätsmanagement

  • Evaluation und Qualitätsmanagement: Entwicklung, Stand und Perspektive der Konzepte als Beiträge zur Organisationsentwicklung in der Wissenschaft
  • Ableitung der thematischen Schwerpunkte aus den Entwicklungen in Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen sowie der Hochschul- und Forschungspolitik
  • Methoden der Qualitätsmessung
  • Instrumente der Evaluation
  • Internationale Vergleiche
  • Aufbau und Praxis von Qualitätsmanagement in einer Hochschule
  • Evaluationsmodelle intern: Aufbau und Umsetzung

8d: Netzwerkmanagement und Fundraising

  • Überblick und Grundlagen des Hochschul-Fundraisings
    • Definitionen, Fakten und Trends in Deutschland
    • Organisatorische Einbindung des Fundraisings innerhalb der Vewaltung
    • Vergleich Hochschulfundraising in Deutschland und in den USA

  • Netzwerkmanagement
    • Interne und externe Kommunikation
    • Spenderbindung und -dank, Datenbanken
    • Alumni-Arbeit
    • Fakultäten-Fundraising

  • Strategie und Konzeptionslehre mit Fallbeispielen
    • Institutional Readiness: Fundraising als strategische Führungsaufgabe
    • Von der Situationsanalyse zum fertigen Fundraising-Konzept
    • Kommunikation und Strategie (Marketing, CSR, Dank- und Bindung)

  • Fundraising-Instrumente und Methoden
    • Stiftungsmarketing
    • Unternehmenskooperationen
    • Großspenden-Fundraising, insbesondere Capital-Campaigns

  • Deutschlandstipendium

8e: Internationalisierung

  • Entwicklungen und Trends der Internationalisierung im Wissenschaftssektor
  • Der Bologna-Prozess und seine Auswirkungen auf die Hochschulen
  • Akteure, Netzwerke, Förderinstrumente
  • Praktische Handlungsfelder der Internationalisierung:
    • Mobilität von Studierenden und Wissenschaftlern
    • Internationalisierung von Lehre und Forschung
    • Internationalisation at Home
    • Interkulturalität, Willkommenskultur und Integration
    • Internationale Partnerschaften und Netzwerkarbeit

  • Internationale Services/ Internationalisierung der Verwaltung

8f: Innovationsmanagement

  • Grundlagen des Innovationsmanagements (Konzept und Rahmenfaktoren)
  • Strategien des Innovationsmanagements
  • Der Innovationsprozess
  • Die Organisation von Innovationsaktivitäten

8g: Wissensmanagement

  • Entwicklung zur Wissensgesellschaft
  • Wissensmerkmale und -arten (u.a. Wissen versus Information, implizites und explizites Wissen)
  • Individuelles Lernen (individuelle Lerntheorien- und Praktiken)
  • Organisationales Lernen (organisationale Lerntheorien und -praktiken)
  • Wissensmanagement im Lichte der strategischen Unternehmensführung („knowledge-based theory of the firm“)
  • Wissensmanagement im Lichte der Hochschulpolitik (Diskussion der relevanten Wissensmanagementstrategien in Forschung, Lehre und Selbstverwaltung)

Der Präsenzteil eines jeden Moduls wird in regelmäßigen Abständen (ca. acht bis zehn Wochen) als 4,5-tägiges Blockseminar mit Vorlesungen und Übungen durchgeführt. Jedes Modul wird mit einer schriftlichen (z. B. Klausur, Fallstudie, Hausarbeit) oder einer mündlichen Prüfung/Präsentation abgeschlossen.

Die Module können im Rahmen der Regelstudienzeit innerhalb von 2 Jahren absolviert werden. Durch das jährliche Modulangebot ist auch eine individuelle Studienlaufzeit möglich.

Die Arbeitsmaterialien werden den Studierenden in digitaler Form zur Verfügung gestellt, wodurch eine effiziente Gestaltung des Selbststudiums gezielt unterstützt wird.

Praxisbezug/Internationalisierung

Die Praxisphase und Projektarbeit können die Studierenden parallel zum Veranstaltungszyklus (2.- 4. Semester) absolvieren. Die Praxisphase dauert vier Wochen und kann auch an einer internationalen Partneruniversität absolviert werden. Das Ergebnis dieser Phase ist eine schriftliche Ausfertigung, für die sechs Wochen Bearbeitungszeit zur Verfügung steht. Hier kann das Gelernte reflektiert und vor dem beruflichen Kontext unter Einbezug der wissenschaftlichen Perspektive angewendet werden.

Ziel des Moduls ist es, die praktische Anwendung der erlernten theoretischen Kenntnisse einzuüben. Die Studierenden erwerben insbesondere die methodische bzw. systemische Kompetenz, um den direkten Bezug der Lehrinhalte zur betrieblichen Praxis herzustellen und so das Gelernte kritisch zu hinterfragen sowie Forschungsbedarfe aufzudecken und zu kommunizieren.

Zugangs- und Zulassungsvoraussetzungen

Auf Antrag können Bewerber/-innen zum Weiterbildungsstudiengang „Hochschul- und
Wissenschaftsmanagement“ zugelassen werden, die

  • an einer Hochschule im In- oder im Ausland einen ersten einschlägigen berufsqualifizierenden Abschluss erworben haben,
  • über eine einschlägige, mindestens einjährige Berufserfahrung in einer Hochschule und/oder Wissenschaftseinrichtung und/oder im öffentlichen Dienst verfügen, und die
  • die Prüfung zum Master „Hochschul- und Wissenschaftsmanagement“ nicht endgültig nicht bestanden haben und hierüber eine entsprechende Erklärung abgeben.

Die oben genannten Voraussetzungen sind schriftlich nachzuweisen.

Als ein erster einschlägiger berufsqualifizierender Hochschulabschluss werden anerkannt:

  • Bachelor in einem Studiengang an einer Hochschule mit mindestens 210 LP (z. B. in Wirtschaftswissenschaften, Psychologie, Sozialwissenschaften, Naturwissenschaften etc.)
  • Diplom, Master, Magister, Staatsexamen oder ein gleichwertiger Abschluss eines Hochschulstudiums mit mindestens 210 LP

Sprachen

Unterrichtssprache: Deutsch
Auslandsaufenthalt: Möglich im Rahmen der Praxisphase

Die Termine für die einzelnen Module entnehmen Sie bitte unserer Internetseite (unten).

Bei Interesse melden Sie sich bitte unter den unten angegebenen Kontaktdaten.

Akkreditierung

Der Masterstudiengang ist akkreditiert durch AQAS e.V..

Teilnahmegebühren

Das Teilnahmeentgelt beträgt 10.750 € (Einführungspreis) zzgl. einer Verpflegungspauschale für die Präsenzmodule i. H. v. 700 €. Teilzahlungen sind nach Absprache möglich.

Der Lehrgang ist umsatzsteuerbefreit nach § 4 Nr. 21 (bb) UStG.

Der Anbieter

Organisatorisch wird der Masterstudiengang von der WWU Weiterbildung gemeinnützige GmbH betreut. Die Gründung der WWU Weiterbildung gemeinnützige GmbH im Jahre 2006 war ein wichtiger Schritt der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) zum Ausbau und zur gezielten Bündelung der Weiterbildungsaktivitäten. Als hundertprozentige Tochtergesellschaft der WWU besteht der Gesellschaftszweck der WWU Weiterbildung in der unmittelbaren Förderung der Weiterbildung an der WWU sowie der Verbindung von Wissenschaft und Praxis.

Studieren in Münster

Münster- ein Netzwerk mit Spitzenforschung mit insgesamt acht Hochschulen und ca. 50.000 Studierenden - ist der ideale Standort für ein Masterstudium.

Die Veranstaltungen des Programms werden in den Räumlichkeiten der Westfälischen Wilhelms-Universität, im Heereman'schen Hof, mit seinem einzigartigen Barock-Ambiente stattfinden.

Den Teilnehmern wird so die Möglichkeit geboten, am universitären Leben teilzunehmen und die Westfalenmetropole Münster näher kennen zu lernen.

Kontakt

Westfälische Wilhelms-Universität Münster
WWU Weiterbildung gemeinnützige GmbH
Königsstr. 47
48143 Münster
Tel.: +49 251 83-21-707
Fax: +49 251 83-21-709

Studienberatung und Information

Sandra Morales-Maag
Tel.: +49 251 83-24-762
E-Mail: moraless@no-spamuni-muenster.de

Weitere Informationen erhalten Sie direkt auf der Seite des Fachbereichs
Zur Webseite > 

 

 

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