StudiumBeruf und KarriereBerufe Wirtschaft/RechtTechnische Betriebswirtschaft: Arbeiten an der Schnittstelle

Technische Betriebswirtschaft: Arbeiten an der Schnittstelle

Unternehmensstrukturen sind komplex und nur mit branchenspezifischem Know-how durchschaubar. Das Arbeiten an der Schnittstelle von Technik und Betriebswirtschaft erfordert Fachwissen. Gut ausgebildete technische Betriebswirt*innen können in beiden Bereich mitreden – und Entscheidungen treffen.

Um sich für Managementaufgaben in Unternehmen zu qualifizieren, die eine starke natur-/ingenieurwissenschaftliche Orientierung aufweisen, ist es wichtig, neben wirtschaftlichem Know-how auch das technische Grundlagenwissen abzudecken. Der Studiengang technische Betriebswirtschaft vereinigt zwei traditionell getrennte Disziplinen. Er ist von Beginn an fachbereichsübergreifend ausgelegt und hat das Ziel, die Absolvent*innen für gefragte Schnittstellen von Wirtschaft und Technik auszubilden.

Zwischen Betriebswirtschaft und Wirtschaftsingenieurwesen

Der Unterschied zum Wirtschaftsingenieurwesen liegt in der inhaltlichen Zusammensetzung. In der Technischen Betriebswirtschaft steht mehr Technik auf dem Lehrplan als in einem BWL-Studium - und doch weniger als in einem Wirtschaftsingenieurstudium. Die technische BWL könnte umgangssprachlich als abgespecktes Wirtschaftsingenieurwesen bezeichnet werden. Wenn man bei einem Wirtschaftsingenieurstudium davon ausgeht, dass die Zusammensetzung von Technik und Wirtschaft bei 50% liegt, ist die Aufteilung bei der Technischen Betriebswirtschaft bei 80% Wirtschaft / 20% Technik.

Das heißt, es sind Abiturient*innen angesprochen, denen Mathe liegt, die aber nur einen technischen Überblick anstreben und nicht in die höhere Mathematik einsteigen wollen. Letzteres bleibt den Wirtschaftsingenieur*innen vorbehalten.

Einsatzfelder nach dem Studium

Mit einem Studium in der technischen Betriebswirtschaft erwerben Student*innen beispielsweise eine Qualifikation für die Branchen Maschinenbau, Medizintechnik, Schiffbau, Elektrotechnik oder Technischer Handel. Die Einsatzgebiete entsprechen denen „klassischer“ Wirtschaftsingenieur*innen: Technischer Einkauf, Technischer Vertrieb, Logistik, Controlling oder Produktion.

BWL und Technik im Bachelorstudium:

Welche Masterstudiengänge existieren in diesem Bereich?

Wenn sich Ingenieur*innen weiterqualifizieren wollen, sind sie klar im Vorteil. Es ist sehr viel leichter, sich nach einem ingenieurwissenschaftlichen Studium wirtschaftliches Know-how anzueignen - als umgekehrt.

Wirtschaftliche Aufbaustudiengänge sind beispielsweise mit dem Suchbegriff "Technisches Management" und dem Filter "Master" in der studieren.de-Datenbank zu finden. Technische Aufbaustudiengänge für Wirtschaftswissenschaftler*innen sind eher selten. Ein paar Möglichkeiten gibt es dennoch: Wirtschaftsingenieurwesen (M.Sc.), Hochschule Mannheim oder der Wirtschaftsingenieurwesen (berufsbegleitend), Leuphana.

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