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Lern- und Entwicklungsstörungen mit der Folge schulischer Minderleistungen sind ein verbreitetes Problem. Schätzungen zufolge sind etwa acht bis zehn Prozent der Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs von dauerhaften (persistierenden) Lernschwierigkeiten mit der Folge schulischen Leistungsversagens betroffen. Auch besonders begabte Kinder bleiben bezüglich der schulischen Leistungen oft hinter ihrem eigentlichen Potenzial zurück. Vorliegende wissenschaftliche Erkenntnisse über Ursachenfaktoren und effiziente Förder- und Präventionsmaßnahmen werden in der Praxis in zu geringem Maße umgesetzt. Angesichts der gravierenden Konsequenzen schulischer Minderleistungen für Ausbildungs- und Berufschancen und gesellschaftliche Teilhabe der Betroffenen, aber auch aufgrund der hohen sozialen Folgekosten besteht ein erheblicher Bedarf an qualifizierten Fachkräften, die zur Überwindung der Kluft zwischen Forschung und Praxis im Bereich Lern- und Entwicklungsförderung beitragen können. Im Rahmen des Master-Fernstudiengangs „Psychologie kindlicher Lern- und Entwicklungsauffälligkeiten“ sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die hierfür notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten erwerben.

Zielgruppe

Zielgruppe sind in erster Linie Personen, die nach Absolvierung eines Erststudiums (mindestens Bachelorabschluss) im Bereich der Psychologie, Pädagogik oder verwandten Fachgebieten eine einschlägige Berufserfahrung von mindestens einem Jahr vorweisen können.

In Ausnahmefällen können auch Bewerberinnen und Bewerber ohne ersten Hochschulabschluss zugelassen werden, die nach einer einschlägigen Berufsausbildung mit qualifiziertem Ergebnis eine mindestens sechsjährige (davon vier Jahre einschlägige) berufliche Tätigkeit im Bereich der Diagnostik und Förderung von Kindern mit Lern- und Entwicklungsauffälligkeiten vorweisen können und eine Eignungsprüfung bestehen. Weitere Informationen zur Eignungsprüfung finden Sie hier.

Explizit angesprochen sind auch Bewerberinnen und Bewerber, die zurzeit familiären Verpflichtungen nachkommen und diese Zeit zur Weiterbildung nutzen möchten.

Zielsetzung

Das Studium vermittelt praktische Handlungskompetenzen bezüglich der Diagnostik und Intervention bei Lern- und Entwicklungsauffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter auf der Grundlage umfassenden, wissenschaftlich fundierten Hintergrundwissens über Ursachen-, Risiko- und Schutzfaktoren auf individueller und kontextueller Ebene. Die Absolventinnen und Absolventen sollen zur selbständigen Anwendung des erworbenen Wissens bei der Gestaltung förderlicher Lern- und Entwicklungsbedingungen für Kinder und Jugendliche befähigt werden. Tätigkeitsfelder, für die dieses Studium qualifiziert, sind die verantwortliche Arbeit in den Bereichen Diagnostik und Intervention, die Beratung von Einrichtungen und Betroffenen sowie Leitungstätigkeiten und wissenschaftliche Arbeit im Kontext der Lern- und Entwicklungsförderung. Der Studiengang schließt mit dem akademischen Grad „Master of Science“ (M. Sc.) ab.

Der Abschluss berechtigt nach derzeit geltenden Richtlinien nicht zur Führung der Berufsbezeichnung „Psychologin“/„Psychologe“ und nicht zur Zulassung zur Ausbildung zur/zum Psychologischen Psychotherapeutin/Psychotherapeuten.

Studieninhalte

Das Studium gliedert sich in Basismodule, Aufbaumodule sowie Module im Bereich Anwendung und Praxistransfer. In den Basismodulen geht es um Inhalte, Ziele und Methoden psychologischer Forschung sowie um die Vermittlung von relevantem Grundlagenwissen in den Bereichen Lernen und Entwicklung. Es werden kognitive, emotionale und motivationale Determinanten von Lernen und Schulleistung aus der Perspektive der Entwicklungs- und Pädagogischen Psychologie, aber auch aus kognitions- und biopsychologischer Sicht thematisiert und im Hinblick auf kontextuelle Einflussfaktoren (familiäres und schulisches Umfeld, gesellschaftliche Rahmenbedingungen) reflektiert.

In den anschließenden Aufbaumodulen werden übergreifende Aspekte von Lern- und Entwicklungsauffälligkeiten, Grundlagen und Methoden der pädagogisch-psychologischen Diagnostik sowie spezifische Störungsbilder (LRS, AD(H)S, Dyskalkulie) und die Hochbegabung thematisiert. Alle Aufbaumodule zielen auf die Vermittlung von Kompetenzen im Bereich der Diagnostik und Förderung/Prävention auf der Grundlage differenzierten, dem aktuellen Forschungsstand entsprechenden Hintergrundwissens bezüglich Ursachen-, Risiko- und Schutzfaktoren und Interventionsmöglichkeiten.

Danach stehen Anwendung und Praxistransfer der erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten sowie die Vertiefung wissenschaftlichen Arbeitens und Forschungsmethoden im Vordergrund. Weiterhin ist in diesem Semester ein achtwöchiges Praktikum im Bereich der Lern- und Entwicklungsförderung abzuleisten. Im fünften Semester wird die Masterarbeit verfasst. Die Studierenden nehmen während dieser Phase an einem Online-Kolloquium teil, in dem die Teilnehmer ihre Arbeiten in Form von Präsentationen, Videos o. ä. vorstellen und die Arbeiten anderer Teilnehmer kommentieren.

Abschluss: Master of Science (M.Sc.) (Akkreditierung in Vorbereitung)
Dauer: 5 Semester (berufsbegleitend)
Kosten: zzt. 1490,- € zzgl. 90,- € Sozialbeitrag/Gesamt 1580,- € pro Semester, einmaliges Entgelt für die Masterprüfung in Höhe von zzt. 500,- €
Beginn: nur zum Wintersemester (1.10. eines Jahres) möglich

Kontakt

Dipl.-Psychologin Cosima Jergens
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Tel.: 0631 205 5177
Fax: 0631 205 4940
E-Mail: c.jergens@disc.uni-kl.de

Samira Haas
Sekretariat
Tel.: 0631 205 5299
Fax: 0631 205 4940
E-Mail: s.haas@disc.uni-kl.de

Weitere Informationen zum Studiengang erhalten Sie auf der Webseite des DISC.
Zur Webseite >


 

 

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