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Finanzierungsquellen - Welche? Wie? Wann?

Finanzcheck Studium

Ein Studium ist nicht billig und die Studienzeit ist nicht gerade ein Lebensabschnitt, in dem man in Geld badet. Neben dem Lebensunterhalt sind auch die Studiengebühren, Kosten für Bücher, andere Studienmaterialien und den öffentlichen Nahverkehr zu finanzieren. Wer nicht von zu Hause mit dem nötigen Kleingeld versorgt wird, muss sich mit anderen Quellen über Wasser halten.

Die wichtigsten Finanzierungsmöglichkeiten im Überblick:

Neben der Unterstützung durch Eltern und Familie ist die staatliche Förderung nach dem BAföG die wohl bekannteste Option.

Was ist BAföG und wie bekomme ich es?

Die staatliche Unterstützung für Studierende ist im Bundesausbildungsförderungsgesetz geregelt – besser bekannt unter der Abkürzung BAföG. Mit dem Begriff BAföG wird die Förderung an sich bezeichnet. Zur Verfügung steht die Unterstützung Studierenden an Fachhochschulen, Akademien oder Universitäten (die diversen Schulformen werden ebenfalls abgedeckt). Bis auf einige Ausnahmen ist die Förderung vom Einkommen der Eltern abhängig. Formulare für den Antrag von BAföG sind in den Studentenwerken erhältlich. Der Antrag kann erst nach der Studienplatzzusage gestellt werden. Die Förderung wird vom Beginn des Monats geleistet, an dem das Studium aufgenommen wird, und jeweils monatlich im voraus dem Studierenden überwiesen.
Hotline: Kostenlose BAföG-Hotline, für weitere Infos: 0800 2236341

Online gibt es Formulare zum Ausdrucken >
Mehr Informationen zum BAföG >

BAföG ist zur einen Hälfte ein Zuschuss, zur anderen Hälfte ein Darlehen. Das heißt, 50% der Förderung muss zurückgezahlt werden. Dieses Halbe/Halbe-Prinzip ist BAföG-spezifisch und gilt nicht für die nachfolgenden Kredite. Denn auch wenn bei diesen die Zinsen niedrig gehalten werden, kommt der Zeitpunkt, an dem die Summe vollständig beglichen werden muss.

Wenn ich im Sinne von BAföG nicht förderungswürdig bin, was bleibt mir dann?

Privatwirtschaftliche Unterstützung: der Studienkredit

Für Studierende ohne Anspruch auf BAföG ist es denkbar, ihr Studium mit einem Studienkredit zu finanzieren (max. 14 Semester möglich). Die monatlichen Kreditbeträge können von 100,- bis zu 650,- Euro betragen, abhängig vom Wunsch des Kreditnehmers oder der Kreditnehmerin. Beim Studienkredit verzichten die Banken auf die üblichen Sicherheiten; unter herkömmlichen Bedingungen würden Studenten als "nicht-kreditwürdig" eingestuft werden. Außerdem bewegen sich die Zinsen für die Rückzahlung des Darlehens am unteren Rand der üblichen Konditionen. Was aber nicht heißt, dass sich da im Laufe der Jahre keine große Summe anhäufen kann.

Gefördert werden alle Fächer an deutschen Hochschulen. Meistens müssen Studierende einen Studienplan vorlegen, der ihre Absicht, das Studium zügig zu absolvieren, belegt. Je nach Bank kann es auch regionale Einschränkungen geben.  

  • Vorsicht: Ein Studienkredit ist nichts, was leichtfertig abgeschlossen werden sollte, schließlich handelt es sich dabei um eine Verpflichtung, die in der Zukunft wartet.

Privatwirtschaftliche Unterstützung: der Bildungs- oder Studienfond

Bildungs- oder Studienfonds werden von Unternehmen, Stiftungen, oder Privatpersonen ausgesetzt, um Studierenden bei der Finanzierung ihres Studiums unter die Arme greifen. Ausgewählte Bewerber erhalten während ihrer Ausbildung Geld, das Anleger in einen Fonds einbezahlt haben. Nach Studienabschluss zahlen die geförderten Studenten bei Eintritt in das Berufsleben einen Prozentsatz ihres Einkommens für einen bestimmten Zeitraum zurück. Aus diesen Rückzahlungen errechnen sich die Renditen der Anleger. Ein weiterer Teil der Einbezahlungen geht in die Finanzierung Studierender zurück. Klingt nach Börse, ist aber eigentlich ganz einfach.

Kritische Faktoren, die bei der Auswahl berücksichtigt werden, sind akademische und fachliche Leistungen, aber auch die Persönlichkeit der Bewerberin/ des Bewerbers. Die Finanzierung erfolgt nur über die Regelstudienzeit plus maximal ein Semester.

Was gibt es für Möglichkeiten, wenn ich mich mitten in der Ausbildung befinde oder diese noch ergänzen will?

Finanzhilfe für fortgeschrittene Semester: BAföG-Bankdarlehen

Im Rahmen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG) können Studierende unter bestimmten Voraussetzungen ein zinsgünstiges Bankdarlehen erhalten. Angesprochen ist, wer eine weitere Ausbildung - welche die erste Hochschulausbildung sinnvoll ergänzt - anschließen möchte oder wer den Förderungszeitraum im Erststudium aus irgendwelchen Gründen überschritten hat. Der Antrag kann beim Amt für Ausbildungsförderung gestellt werden. Die Höhe des Darlehens legt das zuständige BAföG-Amt fest.
Mehr Infos zum BAföG-Bankdarlehen >

Ein Angebot für die Endphase des Studiums: Bildungskredit

Der Bildungskredit wird von der Bundesregierung unterstützt und kann nur in der fortgeschrittenen Ausbildungsphase beantragt werden. Das Bildungskreditprogramm bietet Studierenden die Möglichkeit, einen einfachen, zinsgünstigen Kredit unabhängig von Vermögen und Einkommen zu erhalten. Auf diese Weise können zum Beispiel die Schlussphase des Studiums, Praktika, Zusatz-, Ergänzungs- oder Aufbaustudiengänge finanziert werden. Eine Unterstützung ist höchstens zwei Jahre mit maximal  300,- EUR monatlich möglich, sofern das Studium an einer BAföG-anerkannten Ausbildungsstätte absolviert wird. Das Vermögen der Eltern spielt keine Rolle.
Mehr Infos zum Bildungskredit >
  
Ich will auf keinen Fall mit Schulden ins Berufsleben starten, was nun?

Stipendium

Die Vorteile eines Stipendiums liegen auf der Hand: Es handelt sich bei einem Stipendium um "geschenktes" Geld. Außerdem erfahren viele Stipendiaten neben der finanziellen Unterstützung auch soziale Förderung durch ihren Sponsor. Inklusive sein können: Sommercamps, Einladungen zu Tagungen, Betreuung durch einen Vertrauensdozenten, Alumni-Netzwerke und Auslandpraktika. Zur Verfügung gestellt werden die Stipendien von politischen Parteien, religiösen Organisationen und Konzernen, die ihre soziale Verantwortung demonstrieren wollen. Wichtige Kriterien für die Auswahl der Bewerber sind wirtschaftliche Situation, Talent, Noten und soziales Engagement.
Stipendienlotse Bundesregierung >

Jobben

Viele Studierende arbeiten neben dem Studium und finanzieren so einen Teil ihres Lebensunterhalts. Besonders sinnvoll ist, wenn der Nebenjob inhaltlich Parallelen zum Studium aufweist.
Infos zu Jobben, Wichtige Regeln und Grenzwerte >

Duales Studium

Studieren mit Gehalt! Im Rahmen eines Dualen Studiums – der Kombination von Theorie und Praxis - sind Studierende als Auszubildende in ihrem Betrieb angestellt. Im branchenüblichen Rahmen wird ihnen jeden Monat eine Vergütung für ihre Arbeit ausgezahlt. Daneben übernimmt der Ausbildungsbetrieb häufig die anfallenden Studiengebühren.
Mehr Infos in der FAQ Duales Studium >

, Redaktion
hartmann@no-spamstudieren.de

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