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Dual studieren

Die wichtigsten Fragen rund ums duale Studium

Was versteht man unter einem dualen Studium?

Der Lehrplan für ein duales Studium setzt sich aus einer Kombination von Theorie und praktisch erlerntem Know-how zusammen. Vermittelt wird dieses Wissen an zwei unterschiedlichen Lernorten: In den Praxisphasen lernt der Studierende in seinem Unternehmen, in der Theoriephase an einer Hochschule/Akademie. Dieser Wechsel von Praxis- und Studienphasen zieht sich durch das gesamte Studium, weshalb sich ein duales Studium von einem "herkömmlichen" Studiengang vor allem durch einen höheren Praxisbezug unterscheidet. Angeboten werden duale Studiengänge von Berufsakademien, Fachhochschulen und manchmal, wenn auch sehr selten, sogar von Universitäten.

Was sind Berufsakademien?

Eine Berufsakademie ist eine Einrichtung, die ausschließlich duale Studiengänge anbietet. Auch wenn sie nicht in allen Bundesländern zu finden sind, haben sie sich mittlerweile als fester Bestandteil des deutschen Bildungssystems etabliert. Berufsakademien gibt es in Sachsen, Berlin und Thüringen in staatlicher Trägerschaft, in Hessen Niedersachsen, Hamburg, Saarland und Schleswig-Holstein werden sie privat finanziert. Wurde früher als Abschluss ausschließlich das Diplom (BA) verliehen, besteht mittlerweile in den meisten Bundesländern die Möglichkeit, Bachelor-Abschlüsse zu erreichen, die akkreditiert (ZevA) und damit hochschulrechtlich anerkannt sind.

Tipp: Im Zweifelsfall sollte überprüft werden, welche Regelungen im jeweiligen Bundesland zum Tragen kommen.

Aktuellste Entwicklung: In Baden-Württemberg haben die ehemaligen Berufsakademien seit dem Jahr 2009 Hochschulstatus und sind nun unter dem Namen Duale Hochschule Baden-Württemberg zu finden:
http://www.dhbw.de/

Welche Fächer werden im dualen System angeboten?

Durch duale Studiengänge sind die Bereiche Technik, Wirtschaft und Sozialwesen abgedeckt. Das Spektrum reicht hierbei von Maschinenbau, Mechatronik und Wirtschaftsingenieurwesen, über Bauwirtschaft, Immobilienwirtschaft und Tourismusmanagement bis hin zu Sozialmanagement und Sozialer Arbeit. Künstlerische Studiengänge und die Geisteswissenschaften sind im Dualen System nicht anzutreffen.
Duale Studiengänge auf studieren.de >

Was sind die Vor- und Nachteile?

Die Studierenden eines dualen Studiengangs stehen von Anfang an in Kontakt mit der Praxis, das heißt als Absolvent kann man bereits beim Studien-Abschluss mehrjährige Arbeitserfahrung vorweisen. Finanziell ist ein Student eines dualen Studiengangs unabhängiger, da er bereits während der Studienzeit eine Vergütung erhält. Umgekehrt hat er aber auch weniger Zeit als seine Kommilitonen in "klassischen Studiengängen". Womit wir schon bei den Nachteilen wären: Ein duales Studium ist arbeitsintensiv und die Studienzeit straff organisiert. Es gibt keine Semesterferien, sondern abgezählte Urlaubstage.

Welche Zulassungsvoraussetzungen brauche ich?

  • Für den Zugang zu Berufsakademien wird in der Regel das Allgemeine Abitur oder die Fachgebundene Hochschulreife für das jeweilige Fach verlangt.
  • An den Dualen Hochschulen in Baden-Württemberg ist es möglich, mit Fachhochschulreife zu studieren, wenn eine entsprechende Aufnahmeprüfung bestanden wurde.
  • Für Bewerbungen auf duale Studiengänge an Fachhochschulen ist die Fachhochschulreife ausreichend.

Neben der passenden Hochschulzugangsberechtigung muss der Bewerber einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen vorweisen. Aus diesem Grund kann man sagen, dass die Unternehmen die Auswahl der Studierenden übernehmen. Da die Plätze begehrt sind, sollte möglichst früh mit der Bewerbung angefangen werden. Je nach Firma hat man es hier mit Vorstellungsgesprächen, Eignungstests und Assessment-Centern zu tun.

Wo finde ich einen Ausbildungspartner?

In den Studienberatungen der Berufsakademien werden normalerweise Listen mit den Kooperationspartnern aus der Wirtschaft bereitgehalten. Es ist auch möglich, Firmen anzusprechen und auf die Möglichkeit, im dualen System auszubilden, hinzuweisen. Sie können sich dann von den Akademien/Hochschulen beraten lassen.

Was bedeutet ausbildungsintegrierter/kooperativer Studiengang?

Wie der Name sagt, ist ein ausbildungsintegrierter Studiengang, ein Studiengang, nach dessen Abschluss der Student nicht nur eine Diplom- oder Bachelor-Urkunde besitzt, sondern auch einen anerkannten IHK- oder HWK-Abschluss. Das Kooperationsunternehmen ist der Ausbildungsbetrieb, der auch ein Ausbildungsgehalt zahlt. Zahlreiche Fachhochschulen haben ausbildungsintegrierte Studiengänge im Programm.
Kooperative Studiengänge auf studieren.de >

Was ist ein Verbundstudiengang?

Ein Verbundstudium wird an nordrhein-westfälischen und bayerischen Fachhochschulen angeboten. In Nordrhein-Westfalen handelt sich dabei um eine spezifische Form des berufsbegleitenden Fernstudiums. In Bayern werden mit einem Verbundstudium ausbildungsintegrierte Studiengänge bezeichnet.
Verbundstudiengänge auf studieren.de >

 

, Redaktion
hartmann@no-spamstudieren.de

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