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Die Semesterferien nutzen

Jobben im Studium: Wichtige Regelungen und Grenzwerte

Für das studentische Jobben ist es wichtig, dass das Studium hauptberuflich und der Job nebenberuflich ausgeübt wird. Ist dies der Fall, ist der Studierende von den üblichen Beiträgen für Arbeitnehmer in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung befreit.

Wer sich im Studium etwas hinzuverdienen möchte, hat mehrere Optionen, wie er sein Arbeitsverhältnis gestalten kann.

Folgende Tätigkeiten sind denkbar:

  • 1. Ein Arbeitsverhältnis, bei dem nicht mehr als 3 Monate oder 70 Arbeitstage im Jahr gearbeitet werden. Mehrere Jobs werden hierfür übrigens zusammengezählt. Diese Regelung gilt vorerst bis zum 31. Dezember 2018.
  • 2. Ein Arbeitsverhältnis, bei dem es sich um eine geringfügige Beschäftigung handelt, d. h. eine Dauerbeschäftigung im Rahmen eines 450-Euro-Jobs
  • 3. Ein Arbeitsverhältnis, bei dem ihr angestellt seid und das eine regelmäßige Wochenarbeitszeit von 20 Stunden nicht überschreitet (an Wochenenden, abends bzw. nachts, darf der Job ausnahmsweise auch mehr als 20 Stunden umfassen )
  • 4. Ein Arbeitsverhältnis, das auf die Semesterferien beschränkt ist.

Krankenversicherung

Studenten unterliegen der Versicherungspflicht (gesetzlich oder privat). Wenn sie das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind sie familienversichert. Wird die 450 Eurogrenze im Rahmen eines Minijobs überschritten, müssen sie sich selbstständig versichern. Wer regelmäßig arbeiten geht, sollte sich auf jeden Fall bei der Krankenkasse der Eltern erkundigen, wann und wie lange er mit welchem Verdienst arbeiten darf. Bei einem regelmäßigen monatlichen Einkommen - das nicht einem Minijob entspricht - liegt die Verdienstgrenze bei nur etwa bei 400 Euro.

Kindergeld

Seit dem Steuervereinfachungsgesetz von 2012 existieren keine Einkommensgrenzen mehr, wenn sich das Kind noch in der Erstausbildung befindet. Aufpassen musst ihr, wenn ihr bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen habt, dann dürft ihr nur höchstens 20 Stunden die Woche arbeiten. Gleiches gilt, wenn ihr in einem Masterstudiengang eingeschrieben seid.

Die Verdienstgrenze für die Steuerfreiheit

Für den Studentenstatus spielt der Verdienst keine Rolle. Steuerfreiheit genießen Studierende, wenn sie unter einem Grundfreibetrag von 8354 Euro im Jahr bleiben; im Jahr 2015 liegt dieser voraussichtlich bei 8472 Euro.Wer Leistungen wie das BAföG bezieht, ist allerdings an bestimmte Verdienstgrenzen gebunden.

BAföG

BAföG-Empfänger können 4.880 Euro brutto bzw. monatlich durchschnittlich 400 Euro brutto (genau: 406,66 Euro) anrechnungsfrei dazuverdienen. Der Freibetrag für geförderte "Singles ohne Kind" liegt bei 255 EUR im Monat. Hinzu kommen pauschalierte Werbungskosten in Höhe von 920 Euro jährlich/bzw. 77 Euro monatlich sowie eine Sozialpauschale in Höhe von 21,3 %, welche die Einkommensgrenze ebenfalls erhöhen. Ein (nicht ganz ausgereizter) 450-EUR Minijob ist also denkbar. Liegt der Beitrag darüber, ist eine Anrechnung auf die Leistungen zu erwarten.

  • Aber aufgepasst: Die Einkünfte aus einem Ausbildungsverhältnis, z. B. einem Pflichtpraktikum, werden ohne Abzug eines Freibetrags angerechnet.

Mehr Infos zu den BAföG-Einkommensgrenzen findet Ihr hier >

, Redaktion
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