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Finanzen im Griff

Jobben im Studium: Wichtige Regelungen und Grenzwerte

Für das studentische Jobben ist es wichtig, dass das Studium hauptberuflich und der Job nebenberuflich ausgeübt wird. Ist dies der Fall, ist der Studierende von den üblichen Beiträgen für Arbeitnehmer in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung befreit.

Die Arbeitszeiten sind für den Studentenstatus ausschlaggebend

Folgende Tätigkeiten sind denkbar:

  • 1. Ein Arbeitsverhältnis, bei dem es sich um eine kurzfristige Beschäftigung handelt (nicht mehr als 2 Monate am Stück oder 50 Arbeitstage im Jahr) 
  • 2. Ein Arbeitsverhältnis, bei dem es sich um eine geringfügige Beschäftigung handelt, d. h. eine Dauerbeschäftigung im Rahmen eines 450-Euro-Jobs
  • 3. Ein Arbeitsverhältnis, das eine regelmäßige Wochenarbeitszeit von 20 Stunden nicht überschreitet
  • 4. Ein Arbeitsverhältnis, das sich ausschließlich in den Semesterferien abspielt 

Wenn der Verdienst die 450 Eurogrenze überschreitet, wird auch für Studenten Rentenversicherung fällig. Außerdem müssen Studierende, die über eine Familienversicherung krankenversichert sind, bei Überschreitung der 450 Eurogrenze die studentische Pflichtversicherung in Anspruch nehmen.

Für den Studentenstatus spielt der Verdienst keine Rolle. Wer Leistungen wie Kindergeld und BAföG bezieht, ist allerdings an bestimmte Verdienstgrenzen gebunden.

Worauf bei der Höhe des Verdienstes geachtet werden muss

Kindergeld

Damit die Eltern weiterhin Kindergeld erhalten, ist die Grenzwert für ein eigenes Einkommen 8.004 Euro. Rechnet man die Werbungskosten-Pauschale dazu, die jedem Arbeitnehmer - auch Studenten - abgezogen wird, kommt man auf eine maximale Einkommensgrenze von 8924 Euro im Kalenderjahr. Wer hier überbietet, dessen Eltern müssen auf den Zuschuss vom Staat verzichten, und das kann ärgerlich sein, wenn es sich bei dem zusätzlich Verdienten nur um ein paar Euros handelt. Diese Regelung galt bis 2011. Seit dem Steuervereinfachungsgesetz von 2012 existieren keine Einkommensgrenzen mehr, wenn sich das Kind noch in der Erstausbildung befindet.

BAföG

BAföG-Empfänger können 4.880 Euro brutto bzw. monatlich durchschnittlich 400 Euro brutto (genau: 406,66 Euro) anrechnungsfrei dazuverdienen. Der Freibetrag für geförderte "Singles ohne Kind" liegt bei 255 EUR im Monat. Hinzu kommen pauschalierte Werbungskosten in Höhe von 920 Euro jährlich/bzw. 77 Euro monatlich sowie eine Sozialpauschale in Höhe von 21,3 %, welche die Einkommensgrenze ebenfalls erhöhen. Ein (nicht ganz ausgereizter) 450-EUR Minijob ist also denkbar. Liegt der Beitrag darüber, ist eine Anrechnung auf die Leistungen zu erwarten.

  • Aber aufgepasst: Die Einkünfte aus einem Ausbildungsverhältnis, z. B. einem Pflichtpraktikum, werden ohne Abzug eines Freibetrags angerechnet.

Mehr Infos zu den BAföG-Einkommensgrenzen findet Ihr hier >

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