Studium Studienberatung Behinderung

Studium und Behinderung

Studieren mit einer Einschränkung oder einer chronischen Erkrankung. Geht das?  Die Antwort ist eindeutig: ja. Viele Hochschulen und im Besonderen die Studentenwerke bemühen sich seit Jahren Chancengleichheit für Studierende mit “Behinderungen“ zu verwirklichen. Der Klärungsbedarf vor Aufnahme eines Studiums ist für diese Zielgruppe allerdings größer.

Warum sollten sich Studieninteressiert mit Einschränkungen möglichst früh über die Rahmenbedingungen ihres Studiums informieren?

Sehr entscheidend ist die Wahl der Ausbildungsstätte, da die baulichen Gegebenheiten der Hochschule, Wohnungsfragen, Mobilitätsprobleme, Klärung evtl. notwendiger Pflege, technische Lernhilfen, Vorleser und Vorleserinnen, Tutoren und Tutorinnen, Gebärdensprachdolmetscher und -dolmetscherinnen, oder andere studienbegleitende Hilfen für den "behinderten" Studenten überlebenswichtig sind.

Ebenfalls kann es für die Wahl des Studienortes wichtig sein zu wissen, ob und wo eine evtl. notwendige ärztliche Behandlung begonnen oder fortgesetzt werden kann.

Wo kann ich mich beraten lassen?

Bei Fragen wenden sich Studieninteressiert und Studierende mit Behinderungen / chronischen Krankheiten am besten an folgende Institutionen:

  • Deutsches Studentenwerk
    Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung
    Monbijouplatz 11
    10178 Berlin
    Tel. 030/ 297727-64
    studium-behinderung@studentenwerke.de
    http://www.studentenwerke.de
  • die Berufsberater und -beraterinnen für behinderte Abiturienten, Abiturientinnen und Studierende bei den Agenturen für Arbeit
  • die Studienberatungsstellen der Hochschulen
  • die Beauftragten für Behindertenfragen an den Hochschulen
  • den Allgemeinen Studentenausschuss (AStA).

Wo kann ich mehr zum Nachteilsausgleich im Studium und bei Prüfungen erfahren?

Auf den Seiten der Studentenwerke sind diese Informationen übersichtlich zusammen gestellt. Zur Webseite >

Wo finde ich Gleichgesinnte und andere Betroffene mit denen ich mich austauschen kann? 

An vielen Hochschulorten gibt es Interessengemeinschaften behinderter und nichtbehinderter Studierender. Auch an diese könnt Ihr euch wenden, um Informationen zu erhalten. In diesen Gruppen haben sich behinderte und nichtbehinderte Studierende zusammengeschlossen, um gemeinsam die Interessen von Studierenden mit Behinderungen zu artikulieren. Darüber hinaus bieten sie Beratung, Erfahrungsaustausch und partnerschaftliche Hilfe an.

Zum Beispiel:

Speziell zur Förderung Behinderter und chronisch Kranker, insbesondere für das Fach- und Hochschulstudium eingerichtete Stiftung ist die Interessengemeinschaft behinderter Studentinnen und Studenten Berlins.

Wo finde ich Informationen zum Promovieren mit Behinderung?

"PROMI - Promovieren mit Behinderung" ist ein vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördertes und von der Universität Köln aus bundesweit koordiniertes Programm zur Förderung hochqualifizierter Nachwuchswissenschaftler mit Behinderung (http://promi.uni-koeln.de/). An deutschen Universitäten werden zum Zweck dieser Förderung insgesamt 45 Promotionsstellen bereitgestellt, die - bei einer entsprechenden Eigenbeteiligung der jeweiligen Universität - zu 70 Prozent über das BMAS finanziert werden.  

Weitere Links

  • Fördermöglichkeiten für Studierende mit Behinderung werden auf dem Portal barrierefrei-studieren.de aufgezeigt: Zur Webseite >
  • Das kombabb-Kompetenzzentrum NRW ist eine Informations- und Beratungsstelle für SchülerInnen, Studieninteressierte und Studierende mit Behinderung und / oder chronischer Erkrankung. Der Schwerpunkt ist der Übergang Schule - Studium. Zur Webseite >
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