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Gemeindereferent/in oder Religionslehrer/in im kirchlichen Dienst - ein Beruf für mich?

Wenn Sie

  • Ihren Glauben als einen Weg verstehen, den Sie gerne gemeinsam mit anderen erkunden und gehen
  • davon überzeugt sind, dass ausgebildete Laien einen besonderen und unverwechselbaren Beitrag zum kirchlichen Leben leisten
  • mithelfen wollen, dass suchende Menschen den christlichen Glauben als Lebensquelle für sich entdecken
  • sich vorstellen können, hauptberuflich im Dienst der Kirche zu arbeiten 
und Sie außerdem
  • allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife
  • Fachhochschulreife
  • das Abschlusszeugnis des Telekollegs II oder einen anderen vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst als gleichwertig anerkannten Bildungsabschluss (z.B. Fachakademie)

haben, dann sollten Sie weiterlesen.

Sie finden hier Informationen über den Beruf der Religionspädagogin bzw. des Religionspädagogen und zu dem hierfür qualifizierenden BA an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.

Der Religionspädagoge/die Religionspädagogin

 übt einen vergleichsweise jungen kirchlichen Beruf aus. In der relativ kurzen Zeit seines Bestehens hat sich dieser Beruf einen eigenständigen und anerkannten Platz im Zusammenspiel kirchlicher Dienste erworben. Er ist aus Schule und Gemeinde nicht mehr wegzudenken.

Studienaufbau

  • Die Zwei-Phasen-Struktur von Basis- und Aufbaumodulen setzt ein mit einer soliden fachspezifischen Grundlegung im ersten Studienabschnitt (Semester 1-3) und führt weiter zu differenzierender Vertiefung und wählbaren Schwerpunkten im zweiten Studienabschnitt (Semester 4-7).
  • Das ganze Studium durchziehen integrierte Praxisphasen, die zum Teil an der Hochschule, zum Teil in den Heimatdiözesen der Studierenden absolviert werden. Vorteil: Die Theorie-Praxis-Vernetzung kann dichter, von den Handlungsfeldern Schule und Gemeinde her vielfältiger und sukzessive-aufbauend über das ganze Studium angelegt werden.
  • Der Praxisblock im 7. Semester ermöglicht den Absolvent/inn/en, die in den kirchlichen Dienst gehen, mit der Berufseinführungsphase am selben Einsatzort in einer gewissen Kontinuität anzuschließen.

Vorteile nutzen - zwei Abschlüsse am selben Studienort erwerben: „Religionspädagogik“ und „Soziale Arbeit“ oder  „Bildung und Erziehung in Kindheit und Jugend“ Im Blick auf die aktuellen Entwicklungen in Berufsbild und –wirklichkeit ist das modularisierte Religions–pädagogik-Studium nun vernetzt

  • mit dem BA Soziale Arbeit: Durch Belegung von drei freien Modulen im Bachelor RP/KB aus dem BA Soziale Arbeit können Studierende innerhalb von 12 Semestern beide Studiengänge absolvieren
  • mit dem BA Bildung und Erziehung in der Frühen Kindheit, der zur beruflichen Tätigkeit als staatlich anerkannte/r Kindheitspädagog/e/in qualifiziert: Durch Belegung von drei freien Modulen im Bachelor RP/KB aus dem BEKJ und Anerkennung von Studienleistungen aus dem BA RP/KB können Studierende innerhalb von 10 Semestern beide Studiengänge absolvieren.

Passgenaue akademische Weiterqualifizierung: Master-Planungen

Religionspädagog/inn/en brauchen Perspektiven beruflicher Weiterentwicklung. Eine solide Grundlage dafür ist ein staatlich anerkanntes Aufbaustudium. Der 7-semestrige Bachelor in Religionspädagogik ist eine gute Basis für einen 3-semestrigen Master. In Vorbereitung dafür sind:

  • der MA „Ethisches Management. Werteorientierte Personalführung und Organisationsentwicklung“ – (90 ECTS, bereits akkreditiert); geplant ist der Neustart zunächst mit einem Zertifikatskurs (30 ECTS) als anrechenbare Basis für den folgenden MA
  • ein Masterstudiengang „Art of Coaching“ – Leitung und Begleitung, sozial-pastoral-spirituell (90 ECTS, studierbar in 4 Semestern)

Diözesane Bewerberkreise und andere diözesane Einrichtungen gewährleisten von Anfang an einen guten Kontakt zu den späteren Anstellungsträgern. Deshalb wird nachdrücklich zu empfohlen, dass Sie - vor dem Einreichen Ihrer Bewerbungsunterlagen bei der Studentenkanzlei der Universität - mit der entsprechenden Stelle Ihrer Diözese Kontakt aufnehmen und ein Bewerbergespräch führen. Für Fragen zu besonderen Situationen steht Ihnen der Dekan der Fakultät zur Verfügung.

Allgemeines zum Bachelor-Studium der Religionspädagogik/Kirchlichen Bildungsarbeit (FH)

Wozu der Bachelor-Studiengang befähigt

Der Abschluss des Bachelor-Studiengangs Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit qualifiziert für die hauptberufliche Tätigkeit als Gemeindereferent/in und Religionslehrer/in im Kirchendienst. Studium und Ausbildung befähigen die Absolvent/inn/en, gemeinsam mit Priestern und anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

  • in den Grunddiensten der Seelsorge: Verkündigung, Liturgie und Diakonie mitzuwirken
  • den Menschen in den unterschiedlichen persönlichen und beruflichen Situationen Hilfen zu einem Leben aus dem Evangelium zu geben,
  • die Mitglieder der Gemeinde in deren Begabungen zu unterstützen und zu befähigen, die Bildung von Gruppen und Zellen sowie die ehrenamtliche Mitarbeit in der Gemeinde zu fördern,
  • innerhalb ihres Auftrages auch speziell übertragene Aufgaben eigenverantwortlich wahrzunehmen,
  • an Grund- Haupt-, Förder-, Berufs- und Berufsfachschulen theologisch fundierten und fachdidaktisch qualifizierten Religionsunterricht zu erteilen.

Die berufliche Befähigung von Religionspädagog/inn/en umfasst also sowohl eine theologische, spirituelle, personal-soziale, institutionelle wie methodisch-didaktische Kompetenz.

 Die starken Veränderungskräfte, durch die Leben und Gesellschaft heute geprägt sind, bleiben nicht ohne Auswirkung auf Pastoral und Katechese:

Größer werdende Seelsorgeeinheiten, neue missionarische Herausforderungen an die Kirche, der Wandel in der Verkündigung vom tradierten Erbe zum verantworteten Zeugnis, die Suche nach neuer Sprachfähigkeit im Glauben, die zunehmende Bedeutung von Schule als Lern- und Lebensort  - daraus erwachsen neue Schwerpunkte auch im beruflichen Aufgabenfeld von Religionspädagog/inn/en; d.h. es gilt, durch Studium und Ausbildung eine solide Basis zu erwerben, um später eigenständige - auch leitende - Aufgaben zu übernehmen innerhalb größerer Seelsorgeeinheiten, in der Katechese, der Vorbereitung, Erschließung und Feier der Liturgie, in der Begleitung katechumenaler Wege, in der kirchlichen Erwachsenenbildung, in der Verbandsarbeit oder in Kooperation mit kommunalen Einrichtungen im Bereich der Caritas und des Sozialwesens.

Auf allen Feldern sind gut ausgebildete Menschen gefragt, die gelernt haben, eigene Konzepte zu entwickeln auf der Grundlage fachlicher, methodischer, institutioneller und spiritueller Kompetenzen; dazu  gehört auch die auch die Fähigkeit, die Veränderungsprozesse in den pastoralen Handlungsfeldern sachgerecht wahrzunehmen, die von ihnen betroffenen Menschen kompetent zu begleiten und ihnen zu helfen, sie mitzugestalten.

 Neben der Erteilung von Religionsunterricht an den genannten Schularten wird für die BA-Absolvent/inn/en künftig auch die qualifizierte Mitarbeit in der Schulpastoral sowie bei einer werteorientierten Mitgestaltung von Schule als Lern- und Lebensort (Ganztagsschule: Schulkultur, Schulentwicklung) einen neuen Aufgabenbereich bilden.

Wie der Studiengang konzipiert und aufgebaut ist

Gemäß den Leitlinien der deutschen Bischöfe umfasst der Studiengang 7 Semester. In speziellen Theorie-Praxis-Modulen wird die Anwendung des theoretisch Grundgelegten in pastoralen und religionspädagogischen und in weiteren (z.B. sozial-caritativen) Handlungsfeldern eingeübt, begleitet und reflektiert. Die Vernetzung von Theorie und Praxis bildet ein durchgehendes Merkmal aller Lehrveranstaltungen. Wer vom Studium kommt, soll in Seelsorge, Katechese und Religionsunterricht mit konzeptionellem Durchblick und mit fundierter Praxiskompetenz hineingehen. Dazu gehört auch, dass die Teildisziplinen nicht isoliert studiert, sondern philosophisch-theologische, humanwissenschaftliche, pastoral-praktische sowie musisch-gestalterische und institutionelle Zugänge in ihrer Zusammenschau eröffnet werden.

Der modulare Aufbau orientiert sich an den Leitlinien:

Aufbauendes Studieren:
Die Basismodule der ersten drei Studiensemester  zielen auf die einführende Vermittlung solider Grundkenntnisse in den Themen Glaube-Kirche-Theologie (Basiskompetenzen).

Fachspezifische Vertiefung:
Die weiterführenden Module (4. bis 7. Semester) sind so konzipiert, dass zentrale Themen vertieft und auch aus unterschiedlichen Fachperspektiven beleuchtet werden.

Schwerpunktbildung:
Die Studierenden wählen zusätzlich einen der Schwerpunktbereiche

  • Jugend- und Schulpastoral,
  • Behindertenpastoral/Religionsunterricht an Förderschulen,
  • Religiöse Bildung und Erziehung in der Frühen Kindheit, um nach eigenen Interessen und Begabungen speziell qualifizierende Kompetenzen zu erwerben.

Internationalität:
Es können auch Modulleistungen durch Studienaufenthalte im Ausland bzw. durch Auslandspraktika eingebracht werden, z.B. in Kooperation mit Missio und verschiedenen Ordensgemeinschaften.

Voraussetzungen zur Aufnahme des Bachelor-Studiums der Religionspädagogik/Kirchlichen Bildungsarbeit (FH)

Mögliche schulische Zugänge zum Studium sind:

  • die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife bzw. Studienberechtigung,
  • die Fachhochschulreife durch den erfolgreichen Abschluss einer Fachoberschule,
  • das Abschlusszeugnis des Telekollegs II.

Darüber hinaus bestehen noch weitere Zugangsmöglichkeiten, wie z.B. über Fachakademien und für qualifizierte Berufstätige. Zur Klärung solcher Voraussetzungen wenden sich Interessenten am besten an die Zentrale Studienberatung der Universität.

Ausländische Studienbewerber nehmen zwecks Anerkennung ihrer ausländischen Vorbildungsnachweise rechtzeitig vor dem 15. Juni eines Jahres zunächst Kontakt auf mit der Zeugnisanerkennungsstelle für den Freistaat Bayern, Pündterplatz 5, 80803 München.


Im Hinblick auf die angesprochenen Bewerberkreise (s.o.) und mit Rücksicht darauf, dass nur die Bistümer Praktikumsplätze vergeben können, ist in der Regel vor oder gleich nach Studienbeginn ein Kontaktgespräch mit der jeweiligen Diözese erforderlich. Die Studienanfänger müssen zusätzlich vor Studienbeginn den Abschluss einer dem Studiengang Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit entsprechenden fachpraktischen Ausbildung oder eine mindestens sechswöchige entsprechende praktische Tätigkeit (Vorpraktikum) nachweisen. Die Fachhochschulreife der Ausbildungsrichtung Sozialwesen gilt als entsprechende fachpraktische Ausbildung. Beim Vorliegen besonderer Umstände, die die Studienanfängerin/der Studienanfänger nicht zu vertreten hat, kann das Vorpraktikum ganz oder teilweise nach Studienbeginn abgeleistet werden. Die Entscheidung hierüber trifft die Universität im Rahmen des Immatrikulationsverfahrens.

Studienanfänger mit allgemeiner Hochschulreife oder mit Fachhochschulreife einer anderen Ausbildungsrichtung müssen in jedem Fall den Nachweis über eine mindestens sechswöchige Vorpraxis erbringen. Dieses Vorpraktikum kann in einer kirchlichen, caritativen oder sozialen Einrichtung abgeleistet werden (z.B. Kindergarten, Jugendamt, Sozialamt, Jugendorganisation, Krankenpflege usw.). Die Ableistung des zivilen Ersatzdienstes (unter Umständen des Wehrdienstes) oder eines freiwilligen sozialen Jahres wird als Vorpraktikum anerkannt. Wer die Vorpraxis noch nachzuweisen hat, kann auch schon für das Vorpraktikum Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) beantragen. Die Zulassung zum Studium an der Katholischen Universität ist prinzipiell nicht an die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Konfession gebunden. Jedoch ist das Studium im Fachhochschulstudiengang Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit im Hinblick auf die spätere Anstellung durch die Kirche nur für katholische Studierende sinnvoll.

Studienaufnahme, Anmeldung und Immatrikulation

Die Neueinschreibung (Immatrikulation) im Fachhochschulstudiengang Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit ist für Studienanfänger nur zum Wintersemester möglich. Da dieser Studiengang nicht zulassungsbeschränkt ist, brauchen sich deutsche Studienanfänger (einschl. ausländische Bildungsinländer) nach der Online-Anmeldung nur einzuschreiben. Die Einschreibefrist wird ab Mitte August bis zum Beginn der Lehrveranstaltungen festgesetzt. Die Einschreibung hat persönlich in der Studentenkanzlei zu erfolgen. An Unterlagen müssen von diesen Personen vorgelegt werden: die Hochschulzugangsberechtigung (z.B. Abschlusszeugnis einer Fachoberschule) in beglaubigter Abschrift oder Fotokopie; gegebenenfalls der Nachweis über das abgeleistete Vorpraktikum; ein Lebenslauf mit Angaben über den bisherigen Bildungsweg; Einzahlungsnachweis über den Studienbeitrag und/oder die Semestergebühr; Bescheinigung der Krankenkasse über das Bestehen einer Krankenversicherung bzw. Befreiungsnachweis. Ausländische Studienbewerber haben bis zum 15. Juni die Zulassung bei der Universität (Studentenkanzlei) zu beantragen. Bereits dem Zulassungsantrag sind die im Antragsformular geforderten Unterlagen beizufügen. Darüber hinaus müssen bei der Einschreibung von Ausländern vorgelegt werden: der Zulassungsbescheid; beglaubigter Nachweis der Studienberechtigung mit beglaubigter deutscher Übersetzung (in der Regel schon dem Zulassungsantrag beigefügt); gegebenenfalls der Nachweis über das abgeleistete Vorpraktikum; Reisepass mit gültiger Aufenthaltsgenehmigung; Einzahlungsnachweis über den Studienbeitrag und/oder die Semestergebühr; Krankenversicherungsnachweis; gegebenenfalls das Zeugnis über eine bestandene Deutschprüfung (zum Beispiel: TestDaF). Diese Prüfung (DSH) kann auch an der Universität abgelegt werden. Im Falle des Nichtbestehens werden ausländischen Studienbewerbern Deutschkurse als Vorbereitung auf eine Wiederholungsprüfung angeboten.

Kontakt

Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt   
Kapuzinergasse 2   
85072 Eichstätt

Zentrale Studienberatung
Marie Eder
Telefon: +49 8421 93 - 21283   
Fax: +49 8421 93 - 212830   
studienberatung@no-spamku.de

Fachstudienberatung
Akad. Dir. Dr. Reinhard Thoma
Telefon: +49 8421 93-21375
Fax: +49 8421 93-21784
reinhard.thoma@no-spamku.de 

Weitere Informationen zum Studiengang erhalten Sie auf der Webseite der Universität
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