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Studieren im Netz

Vernetztes Lernen - Mit dem Internet studieren

Schon seit längerem können digitale Werkzeuge im Studium sehr sinnvoll eingesetzt werden - und das betrifft bei weitem nicht nur die Fern- und Onlinestudiengänge. Neu ist, dass immer öfter die Kommunikationsmöglichkeiten des world wide webs das Spektrum der Lernmedien ergänzen. Denn damit Lernen Spaß macht, ist der interaktive Austausch mit anderen Studierenden wichtig.

Die digitale Dimension des Lernens

Für Studenten gehören längst nicht mehr nur Suchmaschinen, Wikipedia oder soziale Netzwerke zum Uni-Alltag, sondern auch die Lernplattformen der Hochschulen. An den meisten Hochschulen gibt es sie - sie heißen z.b. Blackboard, WebCT, Ilias und Moodle. Außerdem existieren viele etablierte Systeme, welche die Hochschulen im Eigenbau entwickelt haben.

Die eigene Lernumgebung kann mit ihrer Hilfe effektiv gestaltet werden, durch:

  • Dateiablagen im Netz (z.B. Dokumente zu Vorlesungen)
  • Onlinediskussionsforen
  • Test- und Umfragetools
  • Journalfunktionen zur Darstellung des Lernfortschritts
  • Aufgabentools

Der Beitrag der neuen Werkzeuge ist, dass das Lernen leichter, produktiver und unabhängig von Raum und Zeit werden kann, wenn sie richtig eingesetzt werden. Das ist schon länger der Trend.

Digitales kollaboratives Lernen: Mehr als E-Learning

Gerade das digitale kollaborative Lernen, das heißt, das Lernen in der (virtuellen) Gruppe - deinem Netzwerk - ist eine Möglichkeit, die erst mit den neuen Medien möglich wurde. Es reicht einfach bei weitem nicht aus, Material zum Lernen einfach im Netz bereitzustellen, wenn man seine Studenten zum mitmachen animieren will, diese Erkenntnis ist unumstritten. Die soziale Komponente muss auch im digitalen Bereich vorhanden sein, denn in der Interaktion - zum Beispiel dem Austausch mit Kommilitonen und Professoren in Diskussionsforen - entsteht Motivation.

MOOCs (Massive Open Online Courses)

Und dieses gemeinschaftliche Online-Lernen findet immer öfter auch in der Öffentlichkeit statt. Ein Boom aus des USA ist gerade in aller Munde:  MOOCs (Massive Open Online Courses). "Open" weist auf den offenen Zugang hin, der nicht an Vorbedingungen, Zugehörigkeit zu einer Hochschule oder einen Teilnahmebeitrag geknüpft ist. "Massive" auf die hohe Verbreitung.

Es gibt zwei Kursvarianten: xMOOCs und cMOOCs.

Die xMOOCs haben ihren Ursprung in regulären Hochschulveranstaltungen, die nachträglich als Online-Kurs für viele TeilnehmerInnen zur Verfügung gestellt wurden (x steht für extension). Typische Elemente der xMOOCs sind Videos, Multiple-Choice-Tests, schriftliche Hausarbeiten oder Texte, die gelesen werden sollen. Zur Begleitung gibt es Online-Foren begleitet, in denen sich Lernende austauschen können.

xMOOCs entsprechen also eher den Vorlesungen, cMOOCs den Seminaren in der Hochschul-Welt. 

Das "c" steht für "connectivism" und betont, dass es hier um vernetztes Lernen geht: Wer an einem cMooc teilnimmt, ist aufgerufen, über Blogs, Twitter und Podcasts eigene Beiträge ins Netz zu stellen. Auf diese Weise erarbeiten die Studierenden neues Wissen und stellen dieses im Idealfall wiederum der Community zur Verfügung, die dann erneut darüber diskutieren kann.

Auf diese Weise wird auch neuen didaktischen Konzepten der Weg bereitet.

Neues didaktisches Konzept: "Flipped Classroom"

Der "Flipped Classroom" ist ein englischer Begriff für "umgedrehten Unterricht": Die Lehrer stellen ihr Material in Form von Videos zur Verfügung. Die Schüler gucken sich das zu Hause an und erarbeitet wird das Ganze dann wieder in der Schule. Unterricht und Hausaufgaben werden also vertauscht.

Was ist der Nutzen der interaktiven Möglichkeiten für mich und mein Studium?

  • Neue Lernerfahrungen: Eine Lernplattform ist ein Angebot zusätzliche Lernerfahrungen zu machen, bitte nicht als Hindernis sehen.
  • Neue  Kommunikationskanäle: Im interaktiven Austausch Wissen teilen und neues Wissen zu generieren, fällt auch Leuten leicht, die sich vielleicht in der Vorlesung nicht trauen.
  • Unabhängiges Lernen: Du bist räumlich und zeitlich flexibler als in einem reinen Präsenzstudiengang
  • Feedbackfunktionen: Eine Mitgestaltung lässt sich eventuell schneller umsetzen. Unbedingt den Professor ansprechen, wenn folgende Sachen das Lernen vermiesen
    • Keine Inhalt
    • Zuviel Inhalt
    • Keine Moderation
    • Zuviele Teilnehmer
  • Kompetenzen für die Zukunft: Wer sich einmal damit auseinandergesetzt hat, hat dieses Wissen verinnerlicht. Alle Lernplattformen sind ähnlich aufgebaut.

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