Studium Studienberatung Mentoring

Studium und Praxis: Mentoring als Karriereeinstieg

Zeig mir, wie du es machst! In Mentoring-Programmen wird der Nachwuchs unter die Fittiche genommen. Ob an der Hochschule oder im Unternehmen, wenn die Richtigen zusammen kommen, ist der Grundstein für eine aussichtsreiche Karriere des Mentees gelegt.

Was genau ist Mentoring?

Zentrale Idee eines Mentoringprogramms ist, dass Studierende, Berufseinsteiger und auch Nachwuchsführungskräfte einen Art "Paten" zur Seite gestellt bekommen, der sie in ihren Interessen berät – einen Mentor. Das heißt eine erfahrene Person (Mentor) gibt ihr Wissen an eine unerfahrene Person (Mentee) weiter. Außerdem kann ein Mentor seinem Schützling Kontakte verschaffen und ihm bei Problemen weiterhelfen.

Was sind die Vorteile von Mentoring für den Mentee und umgekehrt?

Für den Mentee:

  • Schnelles Zurechtfinden in einem neuen Umfeld durch das Wissen einen eigenen Ansprechpartner zu haben, der mit Insider-Tipps und Infos rund ums Studium oder den neuen Job zur Seite steht
  • Einblick auch in die informellen Strukturen von Hochschule oder Unternehmen durch Informationen aus erster Hand
  • Zugang zu den Netzwerken des Mentors und gleich zu Beginn des Studiums die Möglichkeiten neue Kontakte zu knüpfen, gerade zu Studierenden höherer Semester

Für den Mentor:

  • Durch die Vermittlung von Wissen reflektiert der Mentor Altbekanntes und erhält dadurch oft auch selbst neue Anregungen
  • Er kann genauso von den Netzwerken seines Mentee profitieren
  • Anerkennung und Respekt dafür, dass er sein Wissen und seine Erfolgsgeheimnisse weiter gibt.

Was gibt es für Angebote an Hochschulen?

An den meisten Hochschulen werden die Erstsemester als Mentees von erfahrenen Studierenden höherer Semester, den Mentoren, in Empfang genommen und betreut. Der Kontakt wird oft an den Einführungswochen oder Erstsemestertagen hergestellt.

Darüber hinaus gibt Angebote, die Frauen im Sinne der Gleichstellung fördern. Das Anliegen dieser Programme ist immer dasselbe: Schülerinnen und Studentinnen/Absolventinnen sowie Doktorandinnen und Postdoktorandinnen soll der Weg geebnet werden. Auf diese Weise können sich weibliche Führungskräfte und Fachkräfte in den Natur- und Ingenieurwissenschaften leichter etablieren.

  • Forum Mentoring: Das bundesweite "Forum Mentoring", ein Zusammenschluss von Koordinatorinnen an über 40 Hochschulen (insgesamt mehr als 50 Projekte), bietet Programme für Schülerinnen, Studentinnen, Absolventinnen und Doktorandinnen an.  
  • MentorinnenNetzwerk: Die Projekte MentorinnenNetzwerk, SciMento-hessenweit und ProProfessur sind gemeinsame Angebote aller fünf hessischen Universitäten und fünf Fachhochschulen sowie zahlreicher Unternehmen und Forschungseinrichtungen.
  • MuT – Mentoring und Training: MuT ist ein hochschulübergreifendes Mentoring- und Trainings-Programm und wird durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg gefördert.
  • Deutscher Hochschulverband: Liste mit Mentoring-Programmen bundesweit >

Wie sieht Mentoring auf Unternehmensebene aus?

Mentoring ist ein Personalentwicklungsinstrument, das besonders in Führungskreisen bekannt ist: Unternehmen verfolgen mit Mentoring-Programmen vor allem das Ziel, junge Nachwuchskräfte möglichst schnell für ihre Aufgabe fit zu machen. Ob es dabei um den Berufseinstieg, die Jobsuche, oder den Zugang zu den firmeninternen Netzwerken und den Einblick in die etablierten Strukturen des Unternehmen geht, hängt davon ab, in welchem Rahmen das "Tandem"-Programm stattfindet. Neben internen Mentoring-Programmen gibt es sogar Cross-Mentoring-Programme über mehrere Unternehmen hinweg.

Die Vorteile für ein Unternehmen sind hierbei:

  • Effizienter und schneller Einsatz der "High Potentials" in ihren neuen Tätigkeitsbereichen
  • Abteilungsübergreifende Kommunikation und Austausch von Erfahrungen und Wissen zwischen "Jung" und "Alt"
  • Förderung der Unternehmenskultur und der Identifikation mit dem Unternehmen

Was ist das Besondere am Mentoring?

Mentee und MentorIn stehen nicht in einer Vorgesetzten-Untergebenen-Hierarchie, sondern blicken sich auf Augenhöhe an. Durch diese gleichberechtigte und persönliche Beziehung können auch leichter soziale und kommunikative Kompetenzen (soft skills) vermittelt werden. Der Profit von Netzwerkkontakten ist besonders für Frauen wichtig, da diese bei wichtigen Personalentscheidungen immer noch oft übersehen werden. Damit der individuelle Karriereplan greifen kann, ist es natürlich wichtig, dass ein Mentor genügend Zeit mitbringt und seinen Job ernst nimmt.Es gibt keine Vorgaben, was "passieren" muss. Es ist allerdings sinnvoll, wenn beide Seiten gleich zu Beginn ihre Erwartungen klar kommunizieren.

Was ist ausschlaggebend für den Erfolg?

Genauso wichtig für den Erfolg eines Mentorings ist es, dass die richtigen Personen zusammen an den Tisch gebracht werden. Erfahrungsgemäß ist es gut, wenn mindestens zwei Hierachiestufen zwischen Mentee und Mentor liegen, um Konkurrenzen möglichst einzudämmen. Im Idealfall klappt es auch mit der persönlichen Sympathie - wenn der Funke überspringt, ist der Lernerfolg am größten. Denn ein Mentor nimmt keine neutrale Position ein, wie zum Beispiel ein Coach oder Berater, sondern zeichnet sich durch persönliches Engagement aus.

Weitere interessante links:

  • Future Minds: Siemens fördert talentierte Studierende individuell und begleitend zu ihrem Studium mit Praxiseinblicken in ein weltweit agierendes Unternehmen.
  • Die Komplizen: Die Komplizen bieten Schülern im Übergang von der Schule zu Ausbildung oder Studium eine Kombination aus Mentoring-Netzwerk und Seminaren, die es ihnen ermöglichen, ihre beruflichen Interessen richtig zu erkennen.
  • KIM - Kompetenz im Management das erfolgreichste unternehmensübergreifende Mentoring-Programm für junge weibliche Nachwuchskräfte in Deutschland

Unser Tipp: Nutzt alle Chancen, die sich euch bieten.

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