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Eine spannende Zeit

Neu im Job: Die ersten hundert Tage

Mit dem ersten Job fängt ein völlig neuer Abschnitt an. War es im Studium möglich, sich selbst zu organisieren und den persönlichen Interessen uneingeschränkt nachzugehen, geht es nun darum, sich in ein bestehendes Gefüge zu integrieren.

Das Bewerbungsgespräch war erfolgreich, der erste Arbeitsvertrag ist unterschrieben. Jetzt kann es losgehen. Die Kleidung sitzt, du warst beim Friseur und nun bist du auf dem Weg zur Arbeit. Aber es ist kein gewöhnlicher Tag - es ist der erste Tag eines völlig neuen Abschnitts in deinem Leben. Dein erster Arbeitstag. Es ist ein Schritt über eine Schwelle, die deinen Lebensalltag entscheidend verändern und neu strukturieren wird. Der erste Tag im neuen Job ist aufregend, keine Frage.

Welche Einstellung ist hilfreich für den Anfang?

Jeder im Unternehmen kennt die neue Firma besser als du. Wenn du das Terrain vorsichtig erkundest, kannst du am wenigsten verkehrt machen. Der erste Eindruck zählt, für den gibt es keine zweite Möglichkeit. Dieser Spruch hat durchaus seine Berechtigung. Ist einmal ein Bild entstanden, ist es nur mit viel Zeit und Energie möglich, daran wieder Korrekturen vorzunehmen. Da auch deine zukünftigen Kollegen auf den neuen Mitarbeiter gespannt sind, wirst du in der nächsten Zeit im Rampenlicht stehen. Wie ist das äußere Erscheinungsbild, was sagt deine Gestik und Mimik über dich aus, welche Einstellung hast du selbst?

Gibt es Grundregeln, die ich beachten sollte?

Ja, die gibt es. Wenn du die folgenden Punkte verinnerlichst, kannst du  die größten Fallen vermeiden und dir bestimmt schnell deinen Platz im Unternehmen erobern.

  • Hintergrundwissen aneignen: Eine gute Vorbereitung im Vorfeld ist schon im Bewerbungsgespräch wichtig, aber auch für den Jobeinstieg eine gute Hilfe. Je mehr Hintergrundwissen da ist, desto besser. Über den Außenauftritt des Unternehmens lässt sich ebenfalls schon einiges über den zukünftigen Job erfahren.
     
  • Einsatz zeigen: Es sollte klar ersichtlich sein, dass man motiviert ist, die neuen Aufgaben anzugehen. Pünktlich kommen versteht sich von selbst, genauso wie dass nicht schon in der ersten Woche vom Urlaub geredet wird. Zusätzlich zum Interesse an der Arbeit empfiehlt sich auch ein Interesse an den anderen Mitarbeitern. Wer sich absondert und alleine in die Mittagspause geht, stellt sich selbst schnell an den Rand.
     
  • Aufmerksam beobachten: Vom Unternehmensalltag versteht der Neuzugang normalerweise erstmal Bahnhof. Je schneller es gelingt, sich die Namen der anderen Mitarbeiter, die Abteilungskürzel, wichtige Kunden und die Palette der Produkte zu merken, desto schneller läuft die Integration.
     
  • Fragen stellen: Wenn etwas unklar ist nachfragen! Am Anfang hat man den Neuling-Bonus und bestimmte Fragen kann man auch nur am Anfang stellen. Nach einem halben Jahr würde dieselbe Frage von einem schiefen Blick begleitet werden. Da nicht jedes Unternehmen Rücksicht auf seine neuen Mitarbeiter nimmt, ist dieser Punkt besonders wichtig. Oft wird der Neuling einfach ins kalte Wasser geworfen.
     
  • Nicht zu allem Ja sagen: Die Tatsache, dass ein neuer Mitarbeiter kommt, sehen viele Alteingesessene als die Chance, unliebsame Arbeiten abzugeben. Klar und freundlich Nein zu sagen ist in so einem Fall besser, als sich im Stillen zu ärgern und den neuen Job vermiesen zu lassen.
      
  • Sich mit Kritik zurückhalten: Auch wenn Missstände offensichtlich sind, ist erstmal Zurückhaltung gefordert. Zunächst empfiehlt es sich, nicht gleich die ganze Firma umstrukturieren zu wollen. Andere Mitarbeiter fühlen sich dadurch vor den Kopf gestoßen. Solange das Machtgefüge im Unternehmen noch nicht durchschaut werden kann, sollten  Kommentare über Kollegen oder den Chef vermieden werden.
     
  • Und zu guter Letzt: Sich auf keinen Fall einschüchtern lassen.

Unverzichtbar ist in dieser Zeit auch das eigene Fazit.

Mit dem ersten Job springt man auf einen Zug auf. Aber bringt einen dieser Zug dahin, wo man hin will? Passt das Unternehmen zu einem, werden die eigenen Wünsche erfüllt? Wie gehen die Menschen miteinander um, gibt es ein Klima der Wertschätzung, kann man sich mit der Unternehmenskultur identifizieren? Bei zu großer Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität muss überlegt werden, ob die Probezeit nicht dazu genutzt werden kann, sich anderweitig umzusehen.

, Redaktion
hartmann@no-spamstudieren.de

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