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Rettungsstudium: Krisenmanagement will gelernt sein

Was tun, wenn der Ernstfall eintritt? Erdbeben, Überschwemmung, Großbrand oder Massenpanik - die Einsatzleitung im Katastrophenfall will gelernt sein. Gesucht werden Personen, die naturwissenschaftlich interessiert sind, helfen wollen und eine hohe Stressresistenz aufweisen. 

Ob von der Natur oder vom Mensch gemacht - das globale Gefahrenpotenzial wird immer komplexer. Sei es eine Naturkatastrophe wie ein Tsunami, ein Vulkanausbruch oder ein Hochwasser, oder ein Terroranschlag bzw. eine Massenpanik bei einer Großveranstaltung - wenn das passiert, was nicht verhindert werden kann, dann sollten die Helfer wenigstens bestmöglich ausgebildet sein, um den entstandenen Schaden begrenzen zu können.

Nur mit einem guten Krisenmanagement wird die Situation nicht noch schlimmer, als sie bereits ist. Ein Krisenmanager bewahrt die traumatisierten Opfer vor weiteren Schäden, stellt die richtigen Ressourcen am richtigen Ort bereit und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Organisationen.

Gesucht werden Ingenieure, die gerne helfen

Polizei, Feuerwehr und Hilfsorganisationen sind dabei auf qualifiziertes Personal angewiesen. Die akademische Ausbildung zum Katastrophenmanager oder Rettungsingenieur hat mittlerweile an den Hochschulen Einzug gefunden. Die Studiengänge sind relativ neu, die ersten wurden kurz nach der Jahrtausendwende gegründet. So zum Beispiel der Bachelor Rettungsingenieurwesen/Rescue Engineering, den es seit dem WS 2002/03 an der Fachhochschule Köln gibt und der seit dem SS 2006 auch an der HAW Hamburg angeboten wird.

Wer sich für den Job des Rettungsingenieurs oder des Katastrophenmanagers interessiert, sollte keine Angst vor den Naturwissenschaften haben und in Krisensituationen ein kühlen Kopf bewahren können. Neben ingenieurwissenschaftlichen Fächern wie Chemie, Physik und Werkstoffkunde stehen Projektmanagement und diverse rettungsspezifische Lehrveranstaltungen auf dem Lehrplan. Ein Interesse daran, anderen Menschen helfen zu wollen ist unerlässlich, denn wenn der Ernstfall eintritt, dann gibt es auch keine geregelten Arbeitszeiten mehr. Neben dem fachlichen Know-how ist dann auch eine hohe persönliche Einsatzbereitschaft gefordert.

Bei der Recherche nach dem richtigen Studiengang hilft es, wenn man weiß, dass die entsprechenden Studiengänge unter unterschiedlichen Titeln gelistet sind.

Einsatzbereiche rund um "die Katastrophe"

Tätigkeitsfelder gibt es sowohl in der der Vorsorge als auch im Krisenmanagement während der Katastrophe. Die Nachbereitung des Schadensfalls hält ebenfalls viele Einsatzfelder bereit.

  • Öffentliche Gefahrenprävention und Katastrophenschutz (bei Landesämtern und Behörden)
  • Entwicklung und Betrieb von Frühwarnsystemen (z. B. Deutscher Wetterdienst, Technisches Hilfswerk)
  • Hersteller von Feuerwehr- und Sicherheitstechnik und Spezialgeräten
  • Sachverständigen- und Gutachtertätigkeit im Bereich Sicherheitsplanung und Sicherheitsberatung (z.B. Architekten- und Ingenieursbüros)
  • Sicherheitsmangement z. B. in Industrie-, Versorgungs- und Verkehrsbetrieben sowie in Krankenhäusern
  • Führungsaufgaben bei Feuerwehr, Polizei, (int.) Hilforganisationen
  • Management und Logistik bei Großschadensereignissen
  • Versicherungen (Schadensversicherer)

Ähnlich zu den Tätigkeitsbereichen ist auch das Spektrum der Arbeitgeber breit gefächert. In Frage kommen nationale regierungsamtliche Institutionen, internationale staatliche und nichtstaatliche Organisationen (NGOs, IOs), Verwaltungen, Verbände und natürlich auch die freie Wirtschaft.

Wo gibt es Studiengänge im Bereich Sicherheit >
Wo gibt es Studiengänge im Bereich Rettung >

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