Merkzettel 00 Studiengänge 00 Studienorte Zettel ansehen
1997 - 2016
studieren.de
© xStudy SE
Überzeugende Antworten

Bewerbungsgespräch: die 7 wichtigsten Fragen

"Wer bist Du?" "Was kannst Du?" "Was willst Du?" Glaubwürdige Antworten auf diese Fragen sind die Eintrittskarte in den engeren Kreis der Bewerber um einen Arbeitsplatz. Wer die typischen Fragen kennt, muss sich vor Vorstellungsgesprächen nicht mehr fürchten. Durch wohlüberlegte und authentische Antworten steigen die Chancen, dass Du ein Unternehmen findest, dass zu Dir und Deiner Vorstellung von Karriere passt.

Ein Arbeitgeber versucht einen Bewerber nach vier Kriterien zu bewerten:

  • Leistet er einen wertvollen Beitrag zum Unternehmenserfolg?
  • Ist er überdurchschnittlich engagiert?
  • Ist er integrationsfähig und ein Team-Player?
  • Passt er zum Unternehmen und zur Unternehmensphilosophie?

Derjenige, der über das größte Selbstbewusstsein verfügt, ist nicht unbedingt der Bewerber, der am besten auf die ausgeschriebene Stelle passt. Man sollte also gar nicht versuchen, sich im Gespräch zu verstellen und die eigenen Chancen mit aufgeblasenem und künstlichem Verhalten vertun.

1. Erzählen Sie mal ein bisschen über sich?

Diese Frage ist der Klassiker für den Gesprächseinstieg im Bewerbungsinterview. Die Frage ist keine Aufwärmübung, sondern eine erste Möglichkeit, etwas vom Bewerber zu erfahren. Natürlich muss das Erzählte mit den Fakten übereinstimmen, die der Personaler aus den Bewerbungsunterlagen kennt. Die Antwort sollte kurz und kompakt (ca. 5 Minuten) zusammenfassen, warum es eine gute Idee war, den Bewerber einzuladen. Wer seine Antwort zu Hause proben will, kann sich an den Punkten „ich bin“, „ich kann“ und „ich will“ orientieren.

2. Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Hast du Pläne? Gehst Du reflektiert mit Deinem Beruf um? Welche Vorstellungen hast Du von Karriere? Hast Du Visionen? Und wenn ja, wie passen diese zum Unternehmen. Das sind die Überlegungen des Personalers, wenn er Dir diese Frage stellt. Überzeugend wirkt, wenn das Ziel auch realistisch ist. Es wird nach motivierten Mitarbeitern gesucht, mit denen eine Stelle langfristig besetzt werden kann.

Das macht sich gut als Antwort:

  • Ich will mehr Verantwortung übernehmen und eigene Projekte leiten
  • Ich will Wissen ausbauen und mich weiterentwickeln
  • Ich will Anteil am Erfolg der Firma haben

3. Warum sind genau Sie der/die Richtige für den Job?

Eigentlich ist es ganz einfach, welchen Mehrwert bringst du dem Unternehmen? Welche Qualifikationen hast Du und welche Arbeitsweise bringst Du mit? In der Stellenanzeige wird normalerweise schon verraten, was das Unternehmen gerne hätte. Wenn man sich zu Hause überlegt hat, was das eigene Profil eigentlich ausmacht, fällt es leichter das Besondere an der eigenen Person hervorzuheben. Spontane Antworten überzeugen häufig nicht.

4. Wie gehen Sie mit Niederlagen um?

Bist Du ein Stehaufmännchen oder ziehst Du Dich in Dein Schneckenhaus zurück? Das will der Personaler mit dieser Frage herausfinden. Jeder Biografie ist geprägt von Höhen und Tiefen, Siegen und Niederlagen. Entscheidend ist immer, welche Konsequenzen Du aus einer Niederlage gezogen hast.

5. Warum arbeiten Kollegen gerne mit Ihnen zusammen?

Wie gut kannst du Dich selbst einschätzen? Als generelle Richtlinie für die Antwort gilt: Zeige, dass Du kooperative Arbeitsbeziehungen zu Deinen Kollegen zu schätzen weißt. Überlege Dir passende Beispiele aus Deinem bisherigen Werdegang, um Deine Ausführungen zu unterstreichen.

6. Was denken Sie von Ihrem letzten Arbeitgeber?

Das ist eine knifflige Frage, über die der Personaler Rückschlüsse auf Dein zukünftiges Verhalten schließen wird. Wenn Du einem Unbekannten Schlechtes über Deinen letzten Chef erzählst und negative Werbung für Deinen ehemaligen Arbeitgeber machst, zeugt dies davon, dass

  • Du später über Deinen zukünftigen Chef genauso reden werden
  • Du firmeninterne Informationen nicht für Dich behältst
  • Von Dir keine keine Loyalität zur Firma zu erwarten ist

Und zu guter Letzt:

7. Haben Sie noch weitere Fragen?

Hier gibt es nur eine mögliche Antwort. Und die ist: Ja. Hast Du keine Rückfragen, wirkst Du schnell desinteressiert und unkommunikativ. Denkbare Fragen sind zum weiteren Ablauf der Bewerbung, nach dem Arbeitsumfeld und zur Unternehmenskultur.
Doch Vorsicht, es gibt auch dumme Fragen.

  • Nicht schlau wäre es zum Beispiel, Fragen zu stellen, die mit einem Klick auf die Unternehmens-Webseite leicht zu beantworten wären.
  • Ebenso wenig solltest Du Deine Unsicherheit durchblicken lassen. Also bitte nicht fragen, ob Du einen guten Eindruck hinterlassen hast oder wie Deine Chancen stehen.

, Redaktion
hartmann@no-spamstudieren.de

Kommentare
Alle Bewertungen
suphaporn, 22.03.2016
Gute Antwort, Patricia. Zugleich spielen oft ganz subtile Dinge eine Rolle, die ebenso subtile Reaktionen hervorrufen können. Am Ende ein Zünglein an der Waage also...
Interviews via Internet sind da manchmal trotz -oder gerade wegen der Distanz vorteilhaft.
Patricia, 21.03.2016
Ganz so einfach ist das natürlich nicht. Wenn der letzte Arbeitgeber sich sehr schlecht verhalten hat, kann man auch mit einer vagen Antwort zu verstehen geben, dass man nicht alles mit sich machen lässt. Wenn man genug Selbstbewusstsein und einen überzeugenden Lebenslauf hat, oder diesen wertschätzen kann, dann kann man auch Risiken eingehen.
Hast Du Anmerkungen? Wir freuen uns über Kommentare
Deine Bewertung
 
 
Suchmaschine als App


studieren.de App

Finde mit der studieren.de App alle Studienangebote an allen Hochschulen und informiere Dich noch detaillierter anhand von 3.700 Studienprofilen über Studieninhalte und Berufsbilder.

Apple App Store Google Play Store