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Werkstofftechnik: Jedes Produkt braucht sein Material

Was muss ein Material können? Das wissen Werkstofftechniker, denn sie sind Experten für Materialien. Da Werkstoffe überall zum Einsatz kommen, sind sie gefragt am Arbeitsmarkt. Kreativität und Innovation sind in diesem Berufsfeld hilfreiche Eigenschaften.

Jeder Mensch kommt täglich mit Werkstoffen unterschiedlichster Art in Kontakt. Der Tisch, an dem wir sitzen, besteht aus Holz oder Kunststoff. Die Tasse ist aus Porzellan. Das Ladekabel für das Smartphone besteht aus kunststoffummantelten Metallen. Die Liste lässt sich beliebig fortführen. Hochwertige Werkstoffe/Materialien garantieren den Erfolg von Produkten und Geräten.

Für die Industrie in Deutschland gilt das in besonderem Maße, da das Land relativ rohstoffarm ist. Ohne Werkstoffingenieure kommt keine Technikbranche mehr aus.

Die Materialien im Blick

Werkstoffingenieure untersuchen, erforschen, entwickeln, prüfen und optimieren metallische Werkstoffe wie Stahl, Kupfer, Aluminium und nichtmetallische Werkstoffe wie Kunststoff, Glas, Keramik. Je nach Einsatz, braucht ein Material bestimmte Eigenschaften. Das kann eine hohe mechanische Festigkeit, Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit und aggressiven Medien aller Art (Korrosion) oder optische, elektrische oder magnetische Eigenschaften sein.

Ein Werkstoffingenieur stellt den gewünschten Stoff her, indem er die technischen und wirtschaftlichen Anforderungen im Blick behält. Dabei greift er auf sein Grundlagenwissen aus der Chemie, der Physik und der Mathematik zurück und bringt dieses mit seinem Wissen über die Herstellung, Struktur und Eigenschaft der Materialien in Verbindung.

Da das Aufgabengebiet komplex ist, gibt es - auf einen Stoff oder eine Tätigkeit - spezialisierte Bachelorstudiengänge:

Aufgabenspektrum: von Laboraufgaben bis zur Anwenderberatung

Werkstoffingenieure beschäftigen sich mit der Werkstoffentwicklung, der Werkstoffauswahl, der Werkstoffprüfung, der Werkstoffberatung. Sie sind in Abteilungen der Schadensanalyse genauso zu finden wie in der Anwendungstechnik und Fertigungstechnik. Sie arbeiten in Industrie und Wirtschaft, in Laboreinrichtungen oder an Hochschulen.

Auch im öffentlichen Dienst, beim TÜV, in Materialprüfanstalten, in Ministerien und Umweltschutzbehörden finden Werkstoffingenieure eine Anstellung. Sie haben dort mit Beratung, Aufsicht, Abnahmen und Genehmigungsverfahren zu tun.

Besonders wichtige Tätigkeitsbereiche sind: Automobilindustrie, Luftfahrtindustrie, Elektroindustrie, Kraftwerkstechnik, chemische Industrie, Mikroelektronik, Medizintechnik und Umweltschutz.

Hier kann man Werkstofftechnik studieren >

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