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Maschinenbau (M.Eng.)

Technische Hochschule Deggendorf

Der Masterstudiengang Maschinenbau ermöglicht Absolventen eines Diplom- oder Bachelorstudiengangs, die bislang gewonnenen Erkenntnisse mit theoretischem Wissen zu untermauern, um den Anforderungen moderner Forschungs- und Entwicklungsaufgaben in besonderer Weise gerecht zu werden. Der Studiengang ist insbesondere an den Kompetenzanforderungen der integrierten Produktentwicklung ausgerichtet, wie sie sich im Zuge des evolutionären Wandels des Entwicklungs- und Produktionsumfelds im Sinne von „Industrie 4.0“ ergeben. Er ergänzt ein Bachelor- oder Diplomstudium in die Tiefe. Die Absolventen sollen damit zur kreativen Arbeit in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen befähigt werden, einschließlich Steuerungs- und Führungsaufgaben. Außerdem sollen besonders qualifizierte Studierende die theoretischen Grundlagen erhalten, die ihnen eine Promotion bzw. Arbeit in wissenschaftlichen Bereichen ermöglichen. Der Master-Abschluss befähigt außerdem für die Laufbahn des höheren Dienstes.

Aufbau des Studiums

Die Regelstudiendauer beträgt 3 Semester. Studienbeginn ist sowohl zum Sommersemester als auch im Wintersemester möglich. Die Unterrichtssprache ist Deutsch. Die Inhalte der Module, ihre Lage im Studienverlauf und die Aufteilung der ECTS sind der Fächerübersicht zu entnehmen. Die Module vermitteln einzeln und im Zusammenhang wertvolle Kompetenzen, die für zukünftige Arbeitgeber der Absolventen attraktiv sind. Diese Attraktivität besteht sowohl im Einbringen und dem Transfer unmittelbar einsetzbarer Fähigkeiten und Kenntnisse als auch in der Fähigkeit zur Erschließung neuer Problemfelder und Erstellung von Lösungskonzepten. Die Module im Überblick:

Höhere Mathematik

Vertiefung mathematischer Grundlagen, die für rechnergestützte Verfahren erforderlich sind.

Technische Datenbanken

Datenbanken sind die das wichtigste Werkzeug zur Umsetzung vertikaler und horizontaler Prozessintegration. Die Datenmodellierung stellt das Verbindungsglied zwischen eingebetteten Systemen (Produktsicht) und Prozessen dar, an denen sie beteiligt sind, im gesamten Lebenszyklus. In diesem Modul werden sowohl Anwendungswissen als auch die Grundlagen von Datenbanken und Datenarchitekturen vermittelt.

Fluid-/Thermodynamik; Dynamische Systeme; Finite Elemente / Mehrkörpersysteme; Numerische Methoden

Diese Module vermitteln vertiefte Grundlagen und Anwendungswissen zu allen relevanten Aspekten technischer Modellierungen. Modelle bilden den Kern integrierter Produktentwicklung und bilden daher einen Schwerpunkt des Studiengangs.

Antriebssystemtechnik

Antriebssysteme sind Grundbestandteil jeglicher Aktorik. Durch die Integration von Elektronik und Software hat sich in den letzten Jahren bei diesen Systemen ein starker Technologieschub und –wandel vollzogen. Für die in diesem Modul vermittelten Kompetenzen besteht daher hoher Bedarf.

CAD/CAM

Dieses Modul vermittelt Anwendungswissen und Grundlagen für beschleunigte Produktentwicklungszyklen und individualisierte Produktion, die u.a. durch 3D-Printing und hochflexible, modellgestützte Fertigungsverfahren ermöglicht werden.

Virtuelles Testen

Die Beschleunigung der Produktentwicklung wird durch schnelle Iterationszyklen ermöglicht, die auf Verifikation mit Simulationsmodellen beruhen. Obwohl diese Fähigkeit ein kritischer Wettbewerbsfaktor ist, hat die deutsche Industrie, insbesondere im Maschinenbau, auf diesem Feld Nachholbedarf. Die Absolventen des Studiengangs werden in die Lage versetzt, diesen Kompetenzaufbau in den Unternehmen zu unterstützen und voranzutreiben.

Innovationsmanagement

Der Ingenieur muss als Architekt des gesamten Produktlebenszyklus nicht nur für Effizienz, sondern auch für Effektivität sorgen. Die Studierenden des Studiengangs werden in die Lage versetzt, diesen Lebenszyklus mit moderner Methodik zu überblicken, zu steuern und zu messen. Die Grundlagen modernen Anforderungsmanagements für markt- und kundenorientierte, flexible Produktausprägungen werden ebenso vermittelt wie agile Produktentwicklungsprozesse. Letztere werden die Produktentwicklung im Maschinenbau in der nächsten Dekade revolutionieren.

Softskills

In diesem Seminar werden persönlichkeitsbildende Schlüsselqualifikationen vermittelt.

Mastermodul

In der Masterarbeit sollen die erworbenen Kompetenzen praktisch angewandt und umgesetzt werden.

Fächerübersicht >

Berufsbild

Den Schwerpunkt des neuen Studiengangs Master Maschinenbau bildet die integrierte Produktentwicklung. Der Wahl dieser Ausrichtung liegen folgende Trends und Beobachtungen zugrunde:

  • Produktentwicklung im Bereich mechanischer Konstruktion wird zukünftig in einem geschlossenen Prozess im 3D-Modell auf dem Rechner stattfinden. Prozesselemente dazu sind 3D-Konstruktion, 3D-Simulation, 3D-Druck bzw. CAM-Umsetzung für Prototypen bis in die Serie und Rückführung der Daten über 3D-Messverfahren (z.B. Computertomographie).
  • Im Zuge des als „Industrie 4.0“ bezeichneten Wandels der Produktionsphilosophie verschmelzen Entwicklungs- und Produktionsprozesse zunehmend. Die Individualisierung von Produkten wird mittels Informationsvernetzung über die Wertschöpfungskette hinweg ermöglicht. Die im Entwurfsprozess angelegten Modelle werden dazu in die Produktionskette transferiert und bestehen dort weiter.
  • Produktentwicklung im Maschinenbau ist heute durchgehend Systementwicklung, in der mechanische Konstruktion, Elektronikentwicklung und die Entwicklung eingebetteter Software bzw. Firmware untrennbar verschränkt sind. Dazu werden verstärkt moderne Prozessansätze, insbesondere agile Methoden eingesetzt.
  • Der Innovationsprozess beinhaltet ein professionelles Anforderungsmanagement, mit dem die Markt- und Kundenbedürfnisse bis hinein in die Planung detaillierter Produkteigenschaften, Produktvarianten und individualisierbarer Merkmale verfolgt und zur Steuerung herangezogen werden.
  • Die Produktentwicklung wird damit in zweifacher Hinsicht „integriert“: Zum einen die Integration des Entwurfsprozess in einer vollständig auf Computermodellierung abgestützten geschlossenen Konstruktionsschleife, zum anderen in der starken Vernetzung der Entwicklungstätigkeiten in einem überdisziplinären Systementwicklungsablauf.
  • Der Maschinenbau-Ingenieur ist in vielen Unternehmen der „Organisator“ des Entwicklungsprozesses, da ihm meist die Rolle Stammdatenpflege (Anlegen von Sachnummer, Zeichnungen etc.) zufällt.
  • Die integrierte Produktentwicklung stellt neue Anforderungen an Maschinenbau-Ingenieure. Der internationale Wettbewerb verlagert sich zunehmend auf das Feld der Produktentwicklung, deren Effizienz und Effektivität zum kritischen Erfolgsfaktor für die Industrie und damit zu einem wesentlichen Standortfaktor für Deutschland und Europa wird.

Der Erwerb der Master-Qualifikation soll bereits gut ausgebildete Ingenieure für Steuerungs- und Führungsaufgaben weiterqualifizieren und dabei wichtige Kompetenzen in dem komplexen Aufgabenfeld integrierte Produktentwicklung vermitteln. Die Weiterentwicklung der Prozesse im Hinblick auf Industrie 4.0 erfordert die Kompetenz zum selbständigen wissenschaftlichen Arbeiten, die der Masterstudiengang methodisch und im Kontext des Aufgabenumfelds vermittelt.

Studienabschluss: Master of Engineering (M.Eng.)
Regelstudienzeit: 3 Semester (Pro Semester sind jeweils 30 ECTS, in Summe als 90 ECTS zu erwerben.)
Studienbeginn: Sommersemester und Wintersemester
Studienort: Deggendorf
Zulassungsvoraussetzung:

  • Die Zulassung ist in der Studien- und Prüfungsordnung festgelegt. (§ 3 Qualifikationsvoraussetzungen und § 4 Nachweis fehlender ECTS-Punkte)
  • Bachelor Maschinenbau, Mechatronik oder vergleichbare Studiengänge worin die Fächer Maschinenelemente 2 und Technische Mechanik 3 enthalten sind bzw. zum Zeitpunkt der Zulassung bestanden sein müssen.

Kontakt

Zentrale Studienberatung

Alexandra Niewöhner, M.A.
+49 (0)991 3615-373

Kathrin Auer, M.A.
+49 (0)991 3615-641

E-Mail: zsb@no-spamth-deg.de 

zur WhatsApp-Beratung >

Weitere Informationen erhalten Sie direkt auf der Webseite zum Studiengang.
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