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Heilpädagogik: Entwicklung, Forschung, Leitung

Das Studium schafft eine Verbindung von beruflicher Praxis und wissenschaftlicher Erarbeitung durch einen berufsbegleitenden Studiengang, in dem Erfahrungen und Fragestellungen der Praxis im Rahmen des Studiums reflektiert und durch Projekte im Sinne der Praxisforschung konzipiert  werden. Damit einher geht die Möglichkeit, theoretisches Wissen, persönliche Haltungen und Impulse im Sinne von Teilhabeförderung und Inklusion in die heilpädagogischen und sozialtherapeutischen Arbeitsfelder zu führen. Der enge Bezug zur beruflichen Praxis findet seine Ergänzung in dem Ziel, Fragen der Heilpädagogik unabhängig von konkreten Strukturen und Institutionsformen zu erörtern.  

Leitend ist ferner die Erarbeitung von Diskursen und Theorien der Heilpädagogik, und der gesellschaftlichen, institutionellen Rahmenbedingungen heilpädagogischen Arbeitens, unter Berücksichtigung der Perspektive von Heterogenität und Interkulturalität. Dies geschieht in Verbindung mit der Erarbeitung von Arbeitsfeldern und Handlungsformen der Heilpädagogik im Hinblick auf die Förderung von Teilhabe und Inklusion, unter Berücksichtigung einer biografieorientierten Perspektive

Die Vermittlung von Theorie und Praxis durch Kunst und die Gelegenheit, durch künstlerische Erfahrungen und Übungen, Haltungen und ‚Einstellungen‘ zu erproben und für die eigene Arbeit fruchtbar zu machen, gehört neben dem Studium Generale zu einem Profilmerkmal des Fachbereichs Bildungswissenschaften und der Alanus-Hochschule insgesamt. Die Tätigkeiten in der Kunst ermöglichen es in besonderer Weise, Fähigkeiten und Haltungen zu schulen: etwa Selbstwahrnehmung, Ausdrucksfähigkeit und Beobachtungsvermögen. Damit erscheint künstlerische Tätigkeit in ihrem Potential der Persönlichkeitsbildung wie der Ausbildung professioneller Fähigkeiten.

„Im Studium verbinden wir den Ansatz der anthroposophischen Heilpädagogik mit heilpädagogischen und psychologischen Theorien und Konzepten im Sinne eines Dialogs – insbesondere im Hinblick darauf, wie sie den Menschen beschreiben und verstehen.“

Bernhard Schmalenbach, Leiter des Instituts für Heilpädagogik und Sozialtherapie

Die Besonderheiten des Studiengangs

Hoher Praxisbezug

Der Studiengang bringt das universitäre Forschen und Lehren in eine enge Beziehung zur heilpädagogischen und sozialtherapeutischen Praxis. Dies wird unter anderem durch Entwicklungs- und Forschungsprojekte erreicht, die in direktem Bezug zum persönlichen Arbeitsfeld der Studierenden stehen.

Kleine Studiengruppen

Das Studieren in kleinen Gruppen ermöglicht ein intensives Studium und den direkten, persönlichen Kontakt zu Dozenten. Im Masterstudiengang Heilpädagogik sorgen acht Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter und zahlreiche Lehrbeauftragte für eine individuelle Betreuung der Studierenden und den regelmäßigen Austausch zwischen Lernenden und Lehrenden.

Anthroposophische Heilpädagogik im Kontext

Einen Schwerpunkt des Studiums bildet die differenzierte Auseinandersetzung mit der anthroposophisch orientierten Heilpädagogik und Sozialtherapie. Ihre Grundlagen und Ansätze werden in den fachwissenschaftlichen Diskurs eingebracht und kritisch hinterfragt.

Ausbildung von Schlüsselkompetenzen durch Studium Generale und Kunst

Eine Besonderheit der Alanus Hochschule ist das Studium Generale, das Bestandteil aller Studiengänge ist. Kultur- und geisteswissenschaftliche Seminare und Vorlesungen regen zur Beschäftigung mit philosophischen Fragestellungen an und unterstützen die Studierenden dabei, ihren Standpunkt im gesellschaftlichen und kulturellen Kontext zu finden. Darüber hinaus schulen die Studierenden des Masterstudiengangs ihre Persönlichkeit durch Kunstpraxis: Kurse in Malerei, plastischem Gestalten, Schauspiel und Eurythmie machen den Umgang mit offenen Situationen erfahrbar. Die künstlerische Tätigkeit eröffnet die Möglichkeit, Gewohnheiten des Handels und Denkens in Frage zu stellen und den Mut zu kreativem Handeln zu stärken.

Berufsbegleitend studieren

Der Studiengang ist so konzipiert, dass die Studierenden Beruf und Studium vereinbaren können.

Studienaufbau

Das Studium dauert fünf Semester und wird berufsbegleitend durchgeführt. Die Lehrveranstaltungen liegen im ersten bis vierten Semester, im fünften Semester verfassen und präsentieren die Studierenden die Masterarbeit.

Das Studium besteht aus Präsenzphasen und Phasen des Selbststudiums. Die Präsenzzeit verteilt sich auf insgesamt vier Blockwochen à acht Tage, vier Blockwochen à sechs Tage und zwölf zweitägige Veranstaltungen. Für das Selbststudium sollten 15 Stunden pro Woche eingerechnet werden.

Die Präsenzphasen gliedern sich in Vorlesungen, Seminare, Forschungswerkstätten und künstlerische Arbeit. Die Phasen des Selbststudiums dienen der Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen in Form von Literaturstudium, Recherche und der künstlerischen Arbeit sowie der Planung und Durchführung von Projekten.

Heilpädagogik und Sozialtherapie

Die Studierenden lernen Theorien und Konzepte der Heilpädagogik kennen, erschließen sich verschiedene Forschungsmethoden und beschäftigen sich mit aktuellen Aufgabenstellungen der Heilpädagogik – auch im internationalen Kontext.

Forschung

Auf der Grundlage von Wissenschafts- und Erkenntnistheorie erwerben die Studierenden Fähigkeiten in verschiedenen Forschungsmethoden.

Leitung und Entwicklung

Durch die Vermittlung von betriebswirtschaftlichen Grundlagen, Methoden des Projektmanagements und Kompetenzen für die Führung von Mitarbeitern qualifizieren sich die Studierenden für Leitungs- und Beratungsaufgaben in heilpädagogischen Einrichtungen.

Kurse in Didaktik und Methodik der Erwachsenenbildung sowie Bildungsmanagement im dritten und vierten Semester bereiten auf die Tätigkeit in der Erwachsenenbildung vor.

Projekte

Im zweiten Semester führen die Studierenden ein Entwicklungsprojekt durch, bei dem eine projektbezogene Aufgabenstellung aus dem persönlichen Arbeitsfeld bearbeitet wird. Im Forschungsprojekt, das im dritten Semester ansteht, wenden die Studierenden quantitative und/oder qualitative Forschungsmethoden sowie Techniken der Datengewinnung und -analyse an.

Studiendauer

Die Regelstudienzeit für den Masterstudiengang Heilpädagogik beträgt fünf Semester (berufsbegleitend).

Abschluss

Das Studium schließt mit der Masterarbeit und dem akademischen Titel Master of Arts (M.A.) ab.

Berufsfelder

Der Studiengang qualifiziert für folgende Tätigkeiten:

  • Qualifizierte Tätigkeiten in den diversen Tätigkeitsfelder der Heilpädagogik und Sozialtherapie; in der Gestaltung von Entwicklungsumgebungen und der Förderung von Partizipation und Inklusion
  • Leitungs- und Entwicklungsaufgaben in heilpädagogischen und sozialtherapeutischen Einrichtungen
  • Konzeption, Entwicklung und Beratung von Forschungsprojekten in heilpädagogischen und sozialtherapeutischen Arbeitsfeldern
  • Fort- und Weiterbildung im heilpädagogischen und sozialtherapeutischen Bereich
  • Mitarbeit in Verbänden und Interessengruppen der Heilpädagogik und Sozialtherapie

Bewerbungs- und Auswahlverfahren

Der Masterstudiengang Heilpädagogik kann jährlich zum Herbstsemester begonnen werden.

Zugangsvoraussetzungen

  • Ein abgeschlossenes Hochschulstudium im Bereich der Pädagogik, Heilpädagogik, Psychologie oder Sozialen Arbeit (Bachelor, Staatsexamen, Diplom oder Magister).
  • In der Regel mehrjährige praktische Erfahrung in heilpädagogischen und sozialtherapeutischen Arbeitsfeldern
  • Bei ausländischen Studierenden: Nachweis ausreichender Deutschkenntnisse in Wort und Schrift durch ein anerkanntes Sprachzeugnis (z.B. TestDaF, DSH) Bei Fragen berät Sie gerne das Akademische Auslandsamt.

Bei Fragen berät und unterstützt Sie unsere Studierendenverwaltung gerne.

Bewerbungsunterlagen

Die Bewerbung für den Studiengang kann jederzeit erfolgen. Bitte nutzen Sie für Ihre Bewerbung unseren Bewerbungsbogen. Diesen finden Sie auf unserer Website > 

Außerdem sind der Bewerbung beizufügen:

  • Motivationsschreiben
  • Lebenslauf
  • Passfoto
  • entsprechende Unterlagen für die Zugangsberechtigung mit beglaubigten Zeugniskopien
  • eine Meldebescheinigung Ihrer Krankenversicherung und ein ärztliches Attest

Nach Sichtung der Bewerbungsunterlagen findet ein Aufnahmegespräch statt. Vor Ihrer Bewerbung haben Sie die Möglichkeit, sich ausführlich und persönlich von Vertretern des Fachbereichs Bildungswissenschaft beraten zu lassen. Bitte vereinbaren Sie telefonisch einen Termin: Tel.: 0 22 22 93 21-1500.

Studiengebühren

Die aktuellen Studiengebühren entnehmen Sie bitte der aktuellen Gebührenordnung.

Zu Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten wie Bildungskrediten, Darlehen Stipendien berät Sie gerne die Studierendenverwaltung.

Kontakt

Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft
Fachbereich Bildungswissenschaft
Daniela Praust
Tel. 0 22 22 93 21 1500
bildungswissenschaft@no-spamalanus.edu

Weitere Informationen zum Studiengang erhalten Sie direkt auf der Webseite der Hochschule
Zur Webseite >

 

 

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