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Erwünschtes Profil

Studierende des Italienischen sollten sich neben einem spezifischen Interesse für die italienische Sprache und Kultur auch gerne mit Fragen beschäftigen, die das Wesen und das Funktionieren von sprachlicher Kommunikation, von Texten und ganz allgemein von Kulturdokumenten betreffen.

Sie sollten zudem Sensibilität für pädagogische Fragen und didaktische Aspekte der Sprach-, Literatur und Kulturvermittlung an der Schule mitbringen. Nicht zuletzt sollten die Studieren den in der Lage sein, in eine kritische Auseinandersetzung mit dem Gegenstand ihrer Beschäftigung zu treten, Problematiken aufzuwerfen, Hypothesen zu entwickeln und zu diskutieren. Lesefreude und die Bereitschaft zu kritischer Reflexion über sprachliche und literarische Kommunikationsweisen sind dringend erwünscht. Es sollte eine grundsätzliche Bereitschaft bestehen, sich neben aktuellen Thematiken auch mit den älteren, historischen Ausformungen sprachlicher, literarischer und kultureller Phänomene vertieft zu beschäftigen. 

Studierende des Italinischen sollten darüber hinaus auch mindestens einen längeren Auslandsaufenthalt anstreben, um ihre Sprachkenntnisse zu vertiefen, um sich mit einem anderen Schul- und Wissenschaftssystem auseinanderzusetzen und nicht zuletzt, um ihre Sensibilität für kulturelle Differenzen zu steigern. Das Institut für Italienische Philologie bietet zahlreiche Möglichkeiten zu einem Studienaufenthalt in Italien (Assistenzjahr an einer Schule, Studienaufenthalt an einer italienischen Universität, berufspraktische Erfahrungen, etc.)

Das Studienfach

Das Studienfach Italienisch für Lehramt an Gymnasien kombiniert mehrere fachspezifische Studienanteile bzw. Forschungsfelder:

Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft, eine fundierte sprachpraktische Ausbildung sowie eine kulturkundliche Komponente. In Vorbereitung auf den schulischen Einsatz wird die ganze inhaltliche Breite und zeitliche Tiefe des Themenfeldes der italienischen Sprache, Literatur und Kultur behandelt, wobei die konkreten Fachgegenstände im Studienverlauf exemplarisch ausgewählt werden.

Die Ausrichtung unseres Instituts ermöglicht und fördert das interdisziplinäre Arbeiten, da zahlreiche Verbindungen sowohl zu den weiteren in München gelehrten romanischen Sprachen, aber auch zu Nachbardisziplinen wie etwa der Geschichte, der Musikwissenschaft oder der Kunstgeschichte bestehen.

Einer der Schwerpunkte des Studiums liegt – nicht zuletzt in Hinsicht auf die berufliche Qualifikation der Studierenden – auf der Vermittlung vertiefter sprachpraktischer Kenntnisse, die nicht nur das heutige Italienisch in Wort und Schrift, sondern auch die historische Dimension der italienischen Sprache umfassen.

Der sprachwissenschaftliche Studienanteil beinhaltet die systematische Beschreibung und Analyse des Italienischen der Gegenwart und seiner geschichtlichen Entwicklung. Dabei stehen die italienische Standardsprache einerseits und andererseits Erscheinungen der in Italien besonders ausgeprägten sprachlichen Variation (z.B. Dialekte oder Jugendsprache) im Vordergrund.

Der literaturwissenschaftliche Studienanteil beinhaltet literaturhistorische und literaturtheoretische Aspekte des Umgangs mit italienischen Texten und den jeweils relevanten Forschungsfeldern. Insbesondere zu Beginn des Studiums werden verschiedene Methoden zur Analyse und Interpretation von italienischen literarischen Texten aus dem 13.–21. Jahrhundert erlernt. Neben der historischen Herangehensweise stehen im weiteren Studienverlauf verstärkt auch allgemeine, teils fachübergreifende theoretische Fragestellungen (etwa zu literarischen Gattungen, zum Status von Autoren, zur Rezeptionsproblematik) im Fokus des literaturwissenschaftlichen Studiums.

Die Fachdidaktik vermittelt unter Einbeziehung verschiedener Bezugswissenschaften, wie der Linguistik, Literatur und der Lernpsychologie, die theoretischen Voraussetzungen und praktischen Möglichkeiten des Lehrens und Lernens der italienischen Sprache, Kultur und Literatur am Gymnasium. Sie nimmt dabei eine zentrale Brückenfunktion zwischen Universität und Schule ein. (Fachdidaktische Kurse, Praktika und Prüfungen sind nach LPO I, § 70 integraler Bestandteil des Lehramtsstudiums.)

Fächerkombination

Das Fach Italienisch für ein Lehramt an Gymnasien kann an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit den Fächern Englisch und Musik studiert werden. Hinzu kommen bei allen Lehramtsstudiengängen das Erziehungswissenschaftliche Studium und Schulpraktika.

Studienbeginn, Mindest-/ Regel-/ Höchststudienzeit

Ein Studienbeginn ist nur zum Wintersemester möglich (PStO § 3). Die Mindeststudienzeit umfasst acht Semester. Sie kann um bis zu zwei Semester unterschritten werden, sofern die für die Zulassung zur Prüfung erforderlichen Leistungen nachgewiesen sind (PStO § 3).

Die Regelstudienzeit umfasst neun Semester. Sie erhöht sich bei der Wahl eines zusätzlichen Erweiterungsfaches um zwei, bei Schulpsychologie um ein Semester (PStO § 3).

Die Höchststudienzeit ergibt sich aus der Lehramtsprüfungsordnung I von 2008 (LPO I) § 31: „Melden sich Studierende aus von ihnen zu vertretenden Gründen nicht so rechtzeitig ordnungsgemäß zur Ersten Staatsprüfung, dass sie diese im Fall des Studiums […] für die Lehrämter an Gymnasien […] im Anschluss an die Vorlesungszeit des dreizehnten Semesters ablegen, oder legen sie die Prüfung, zu der sie sich gemeldet haben, nicht ab, so gilt diese Prüfung als erstmals abgelegt und nicht bestanden.“

Das Institut

Das Münchner Institut für Italienische Philologie ist das einzige solchen Zuschnitts in Deutschland: nicht nur durch seine geographische Nähe zum Bezugsland Italien, sondern auch durch die institutionelle Selbständigkeit hat die Italianistik in München im romanistischen Verbund einen besonderen Status. Gleichwohl kooperiert das Institut in vielfacher Hinsicht mit dem benachbarten Romanistik-Institut (romanistisch übergreifende Teilmodule werden gemeinsam konzipiert und durchgeführt, Forschergruppen arbeiten an gemeinsamen, interdisziplinären und sprachübergreifenden Projekten etc.) Die italienische Sprache, Literatur und Kultur kann so nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund einer regen Forschungstätigkeit am Institut für Italienische Philologie hervorragend erschlossen und für die zukünftige Lehre am Gymnasium fruchtbar gemacht werden.

Zulassungsvoraussetzungen und Anforderungen

  • Allgemeine Hochschulreife
  • Sprachtest und Einstunfungstest
    Das Studium Italienisch kann ohne Vorkenntnisse des Italienischen begonnen werden: Studierende ohne Vorkenntnisse besuchen im ersten Semester das Orientierungsmodul Spracherwerb (P 1).
    Im Falle sprachlicher Vorkenntnisse können unter Umständen Teilmodule oder Module der sprachpraktischen Ausbildung anerkannt und übersprungen werden (z.B. das Orientierungsmodul Spracherwerb). Voraussetzung hierfür ist ein universitäres Zeugnis (Anerkennung in der Fachstudienberatung) oder ein bestandener Einstufungstest, den das Institut für Italienische Philologie kurz vor Beginn des Wintersemesters anbietet. Der Einstufungstest ist nicht Teil eines Eignungsfeststellungsverfahrens, sondern immer fakultativ.
  • Fremdsprachenkenntnisse
    Gesicherte Kenntnisse in Latein (B1), Kenntnisse in einer weiteren modernen Fremdsprache (A2)
  • Unterrichtssprachen
    Deutsch, Italienisch

Kontakt

Ludwig-Maximilians-Universität München

Institut für Italienische Philologie
Schellingstr.3 VG / 3.Stock
80799 München
Zur Webseite >

Fachstudienberatung
Dott.ssa Isabel von Ehrlich
Telefon: +49 (0)89 21 80-62 93
Fax: +49 (0)89 21 80-58 38
E-Mail: Isabel.vonEhrlich@no-spamlrz.uni-muenchen.de

Weitere Informationen zum Studiengang finden Sie auf der Webseite der Hochschule.
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