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Ludwig-Uhland-Institut (LUI), Schloss Hohentübingen
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Neben dem allgemeinen Masterstudiengang Empirische Kulturwissenschaft kann ab WS 2016/17 auch ein Masterstudiengang mit integrierter Profillinie Museum & Sammlungen studiert werden.

Inhaltliches Profil


Die Empirische Kulturwissenschaft (EKW) ist mit ihrer disziplinären Öffnung und internationalen Ausrichtung eine bundesweit einmalige Modernisierung des Faches Volkskunde. Sie beschäftigt sich mit der deutschen und der europäischen Kultur, vor allem mit aktuellen Entwicklungen, aber auch mit kulturhistorischen Prozessen, die in die Gegenwart weiterwirken.

Die EKW versteht Kultur als das permanente kreative Aushandeln der Regeln, nach denen Gruppen und Gesellschaften zusammen leben, sich verständigen und auch voneinander abgrenzen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem Alltagsumgang mit Kulturangeboten und Wissensbeständen, den kulturellen Ausprägungen sozialer Ungleichheit und der Wechselbeziehung zwischen globaler und lokaler Kulturentwicklung (Interkulturalität; transnationale Lebensweisen).

Das inhaltliche Profil des M.A.-Studiengangs Empirische Kulturwissenschaft und des Master-Studiengang Empirische Kulturwissenschaft mit Profillinie Museum & Sammlungen wird bestimmt durch Module, die fachwissenschaftliche Schwerpunkte vertiefen und den kulturwissenschaftlichen Horizont durch ein eigenes Forschungsprojekt erweitern. Dabei sollen Studierende mit unterschiedlichen disziplinären Kompetenzen und praktischen Erfahrungen ihr Wissen einbringen und forschungs- wie praxisorientiert qualifizieren.

Das Tübinger Fachprofil wird durch folgende Forschungsrichtungen geprägt:

  • Die Kulturanalyse des Alltags fokussiert lebensweltliche Differenzen, Identitäten und Traditionen in Vergangenheit und Gegenwart.
  • Museumswissenschaft, Sach- und Bildforschung thematisieren materielle Kultur, Repräsentation und Erinnerung.
  • Die Ethnographie europäischer Kulturprozesse analysiert Komplexität und Transformation von Kulturbeziehungen in grenzüberschreitender Perspektive.

Studienziele

Die forschungsorientierten Masterstudiengänge vermitteln vertiefte fachwissenschaftliche Kenntnisse, Methoden und Arbeitstechniken, die zum Verständnis der kulturellen Konstitution der modernen europäischen Gesellschaften notwendig sind. Die Studierenden erwerben die Fähigkeit, alltägliche regionale, ethnische, religiöse und genderbezogene Phänomene und Konflikte im Kontext sozialer, historischer und gesellschaftspolitischer Entwicklungen zu analysieren. Auf hohem Niveau wird erlernt, systematisch, theoriebezogen und methodenreflektiert zu arbeiten, empirisch zu recherchieren und Ergebnisse verständlich zu präsentieren.

In der Profillinie Museum & Sammlungen steht darüber hinaus die Vermittlung museumspraktischer Kompetenzen sowie der Grundlagen der Museumsgeschichte und Museumstheorie im Fokus. Die Studierenden sollen ein vertieftes Verständnis für die Institution Museum sowie Museumstheorie und -praxis erwerben. Sie sollen die Besonderheiten und Komplexität der Arbeit in Museen und Sammlungen erfassen, eigenständig verschiedene Formen der Kultur- und Wissenschaftskommunikation unterscheiden und in Medien professionell über museale Aktivitäten berichten und reflektieren. Die Profillinie setzt forschungsorientiert an, will die universitären Sammlungen als Ressource nutzen, den Nachwuchs theoretisch schulen und wissenschaftlichen Nachwuchs für Promotionen gewinnen.

Studienprojekt

Das Studienprojekt bildet den curricularen Kern des Masterstudiums. Es gilt für beide Studiengänge. Es ist auf drei Semester angelegt und vermittelt eine Vielzahl praxisbezogener Kompetenzen. Innerhalb eines mit dem/r Lehrenden entwickelten Forschungs- und Präsentationsvorhabens wird theoriegeleitete Recherche selbständig durchgeführt und abschließend öffentlichkeitswirksam präsentiert (Ausstellung, Buch, Website o.ä.). Dazu werden Fragen der Alltagswelt in ein Forschungsprojekt übersetzt und dessen Ergebnisse kulturwissenschaftlichen Wissens an eine nichtakademische Öffentlichkeit vermittelt. Gemeinsam und teamorientiert werden empirische Methoden angewendet und die Schreib- und Präsentationsfähigkeiten an Aufgaben mit hoher Berufsrelevanz ausgebaut. Kenntnisse in Projektmanagement, Moderation und Gruppenleitung werden ebenso erworben wie Teamfähigkeit, Belastbarkeit, Kooperativität und Kommunikationskompetenz. Das Studienprojekt „Tü amo“ der EKW wurde 2009 mit dem Landeslehrpreis ausgezeichnet. Die erfolgreich abgeschlossenen Studienprojekte finden Sie hier.

Studienaufbau


Der Gesamtumfang des modularisierten M.A.-Studiengangs beträgt 120 LP, die auf vier Semester (Regelstudienzeit) verteilt sind. Am Ende des Studiums stehen eine Masterarbeit sowie eine mündliche Prüfung. Das Studium wird mit dem akademischen Grad eines Master of Arts (M. A.) abgeschlossen. Danach ist die Promotion möglich.
Für die Profillinie werden drei museumswissenschaftliche Module im Umfang von insgesamt 30 ECTS-Punkten integriert.

Berufsaussichten

Die Berufsaussichten der Absolventinnen und Absolventen sind im Fächervergleich der Sozial- und Geisteswissenschaften durchweg gut, wie Ehemalige des Fachs regelmäßig in berufsorientierenden Veranstaltungen berichten. Die wichtigsten Arbeitsfelder liegen im Museums- und Ausstellungswesen sowie in verschiedenen Medienberufen. Dahinter rangieren der Wissenschaftsbetrieb sowie die öffentliche Kulturarbeit/Kulturpolitik und das Archivwesen. Die breit vermittelte Kompetenz, Themen der Kultur wie der sozialen Welt verstehen und kommunizieren zu können, eröffnet darüber hinaus Beschäftigungsmöglichkeiten in NGOs, Unternehmen, Beratung etc.

Bewerbung / Auswahlverfahren

Der Masterstudiengang EKW und der Masterstudiengang EKW mit integrierter Profillinie Museum & Sammlungen nimmt Studierende mit einem ersten kultur- oder geisteswissenschaftlichen Hochschulabschluss auf (Gesamtnote mind. 2,5), die sich berufs- und forschungsorientiert weiterqualifizieren möchten. Derzeit werden ca. 20 Studienplätze vergeben. Studierende, die nicht im B. A.-Hauptfach EKW, Europäische Ethnologie oder Kulturanthropologie abgeschlossen haben, sind ausdrücklich zur Bewerbung aufgefordert, wenn sie einschlägige kulturwissenschaftliche Kenntnisse nachweisen können.

Bewerbungsschluss: 15. Januar/15. Juli
Einschreibung: bis April/Oktober
Studienbeginn: zum Sommer- / Wintersemester

Bitte bewerben Sie sich über das Onlineportal >

Kontakt

Fachstudienberatung, Praktika und Berufsfeldorientierung

Dr. Gesa Ingendahl
Tel. +49(0)7071/29-75310
E-Mail: ekw.studienberatung@no-spamlui.uni-tuebingen.de

Fachstudienberatung
Sabine Brem M.A.
Tel. +49(0)7071/29-78391
E-Mail: monique.scheer@no-spamuni-tuebingen.de

Auslandsstudienberatung und Beratung ausländischer Studierender
Marlene Hofmann
Tel. +49(0)7071/29-72375
E-Mail: info.international@no-spamlui.uni-tuebingen.de

Weitere Informationen zum Studiengang erhalten Sie auf der Webseite der Hochschule
Zur Website >


 

 

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