Merkzettel 00 Studiengänge 00 Studienorte Zettel ansehen
1997 - 2019
studieren.de
© xStudy SE

Weltweit lebt mehr als die Hälfte aller Menschen in Städten und diese Zahl nimmt beständig zu. Wo werden diese Menschen künftig wohnen, arbeiten, ihre Freizeit verbringen? Wie können wir angesichts unserer historisch gewachsenen Stadtstrukturen baulich auf die rasanten sozialen Veränderungen reagieren? Wie bringen wir dabei innovative Technik, ästhetische Maßstäbe und Ressourcenschonung in Übereinstimmung? Stadtarchitektur ist das zentrale Thema am Fachbereich Architektur und Städtebau der Fachhochschule Potsdam. Ausgehend vom architektonischen Entwurf vermittelt Ihnen das Studium technische und kulturelle Grundlagen sowie gestalterische Methoden für die verantwortungsvolle Tätigkeit als Architektin oder Architekt.

Inhalte

  • Baugestaltung, Modellbau
  • Experimentelle Darstellung, CAD
  • Darstellende Geometrie, Freies Zeichnen
  • Entwurf und Städtebau
  • Entwurf und Konstruktion
  • Baugeschichte, Architekturtheorie
  • Denkmalpflege, Bauaufnahme
  • Landschaftsarchitektur
  • Tragwerksplanung
  • Gebäudetechnik

Perspektiven

  • Freie Architektin / Architekt
  • Mitarbeit in Architektur- und Planungsbüros in der Projektleitung, Bauleitung, Stadtplanung    
  • Tätigkeiten im Modellbau, in der Architekturfotografie, Innenarchitektur u.ä.

Stadtarchitektur

Stadtarchitektur ist das zentrale Thema der Lehre am Fachbereich STADT | BAU | KULTUR. Es steht in engem Zusammenhang mit zwei Leitmotiven der Lehre: erstens der Strategie des Ein-, An- und Umbaus und zweitens dem komplementären Wechselverhältnis von Stadt und Landschaft.

Die Tradition der europäischen Stadt, ihre bauliche Kultur in den unterschiedlichen regionalen Ausprägungen, bildet den Hintergrund für die Beschäftigung mit städtischen Räumen und Ensembles. Die bestandsorientierte Herangehensweise des Ein-, An-, und Umbau im städtischen Kontext erfordert es, sich im Entwurfsprozess mit bestehenden Strukturen und Situationen auseinanderzusetzen. Landschaftsräume hingegen konsequent zu bewahren, indem man in erster Linie die bestehende Stadt qualitätvoll verdichtet und umbaut, ist die Konsequenz einer Architekturauffassung, die das Städtische und die städtische Dichte als Voraussetzung für das städtische Leben annimmt.

Tradition und Gegenwart

Potsdam und Berlin sind bis heute geprägt von einem klassischen Architekturverständnis. Zugleich ist Berlin die Hauptstadt der klassischen Moderne. Erbe dieser Tradition ist nicht zuletzt das Ideal einer übergreifenden architektonischen Ordnung im Erscheinungsbild der Gebäude und der städtebaulichen Struktur. Diesem Erbe durch eine anspruchsvolle, an internationalen Maßstäben orientierte Architekturlehre gerecht zu werden, ist gemeinsames Ziel aller Lehrenden am Fachbereich.

Damit ist die von den preußischen Herrschern begründete Tradition eines aufgeklärten Humanismus Herausforderung zu einem die Grenzen von Stadt und Land überschreitenden geistigen Dialog. Die Schule versteht sich als eine experimentelle Station, die sich Tradition aneignet und zugleich nach architektonischen Ausdrucksformen sucht, die aktuellen Problemen und denkmalpflegerischen Bedürfnissen Rechnung tragen. Internationale Kooperationen sind Teil dieses aufgeklärten Architekturverständnisses, ebenso wie nationale und internationale Workshops und Exkursionen.

Entwurf als Synthese

Architektur ist primär weder Bautechnik noch Bauplanung, weder Kunst noch Sozialtechnik. Architektur ist die Kunst der Synthese. Der architektonische Entwurf als ihr Ergebnis ist gleichermaßen die Darstellung einer Problemlösung als auch ein eigenständiges ästhetisches Produkt. Die Qualität dieser Lösung hängt von vielen Faktoren ab: Funktionalität, Technik, gestalterische Logik, ästhetische Ausdruckskraft. Die Studierenden erlernen, unter Berücksichtigung aller Einflussfaktoren ein schlüssiges Entwurfskonzept für einen Stadtteil oder ein Gebäude zu entwickeln und optimal darzustellen. Deswegen liegt der Schwerpunkt der Lehre auf dem Entwurf. In den ersten Semestern leitet die universelle Gestaltungslehre das formelle Entwurfstraining ein. Das Entwerfen als raumbildnerische Methode und als Kunst der Synthese von Form und Zweck setzt zudem Wissen voraus auf den Gebieten Architekturgeschichte- und Theorie, Konstruktion, Planungsmanagement und Städtebau. Neben diesen, im engeren Sinn architekturbezogenen Kenntnissen werden Möglichkeiten des künstlerischen Ausdrucks mit Mitteln wie Fotografie, Zeichnung, Text, Collage und Film vermittelt. So steht der Entwurf im Spannungsfeld zwischen Wissen und Erfinden, Lernen und Spielen, Objektivität und Subjektivität.

Denkweg - Denkwerkstatt

Wie das entwerfende Denken des Architekten immer auf eine Mehrzahl von Daseins- und Handlungsbezügen gerichtet ist, so können Architektur und Städtebau nur in ganzheitlichen Strukturen gelehrt werden. Die Lehre organisiert sich in enger Zusammenarbeit zwischen ProfessorInnen und Studierenden im Takt einer synthesehaften und interdisziplinären Arbeitsweise. In ihrem Zentrum steht das Entwurfsstudio, um das herum die Denkwege unterschiedlicher Disziplinen angelegt sind. Der Entwurf ist von sich steigernden Erfahrungen in dieser Herangehensweise bestimmt - von der Bauaufnahme am Studienbeginn bis zu den freien, forschungsorientierten Projekten im Master-Studium. Einzelne Stationen dieser Denkwerkstatt sind: Der architektonische Raum, Struktur und Konstruktion, das Haus, Haus und Stadt, Konstruktion und große Häuser, sowie die Bachelor-Thesis. Im Master-Studium stehen die Projekte (2 Semester) für den Forscherdrang und die Suche nach persönlichen Erfahrungen - sowohl bei den Lehrenden wie auch bei den Studierenden. Sie haben den Charakter offener Entwurfsstudios und sind auf Kooperation angelegt. Sie setzen die Fähigkeit der Studierenden zu selbst bestimmtem Lernen und Arbeiten voraus.

Bachelor - Master

Das Studium gliedert sich in zwei Phasen. Das Bachelor-Studium umfasst, einschließlich der Bachelor-Thesis, acht Semester. Das Master-Studium dauert, einschliesslich der Master-Thesis, zwei Semester. Der Zugang zum Master-Studium als konsekutiver Studiengang im Anschluss an den Bachelor ist sowohl für den internen, wie auch für den externen Zugang nach Qualitätskriterien geregelt, die in den Zugangsbestimmungen (Bachelor- bzw. Master-Studienordnung) formuliert sind.

Kontakt

Fachhochschule Potsdam
Fachbereich STADT | BAU | KULTUR
Fachhochschule Potsdam
Annex II/Haus A, Raum A004
Kiepenheuerallee 5, 14469 Potsdam

Telefon: +49 331 580-00
Fax: +49 331 580-2999

Weitere Informationen zum Studiengang finden Sie auf der Website der Hochschule.
Zur Website >

 

 

Studienprofil-197-1239