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1997 - 2017
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Vollzeitstudiengang (auch in Teilzeit möglich)

Im Master-Studiengang Angewandten Chemie (M.Sc.) kann der/die Student/in zwischen zwei verschiedenen Wahlmodulgruppen (WMG), d.h. Studienschwerpunkten wählen: 

  • Master of Science (M.Sc.), Biotechnologie und Organische Chemie 
  • Master of Science (M.Sc.), Instrumentelle Analytik und Labormanagement

Diese beiden Master-Studiengänge sind konsekutiv, d.h. sie bauen inhaltlich auf dem Bachelor of Science (B.Sc.) in Chemie und Biotechnologie auf, indem sie diesen fachlich fortführen und die Schwerpunkte vertiefen. Die Studiengänge sind sowohl anwendungsorientiert als auch wissenschaftlich fundiert. Insofern steht die Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit und Methodik und die Vermittlung theoretisch–analytischer Fähigkeiten im Vordergrund der Ausbildung. Die Herausbildung intellektueller und sozialer Kompetenzen als Schlüsselqualifikationen sind ebenfalls ein Bestandteil des Studiums. 

Die beiden Master-Abschlüsse (M.Sc.) sind international anerkannt und vergleichbar und durch ASIIN mit hohem Standard akkreditiert.

Ziel des Studiums

In verschiedenen Seminaren lernen die Studierenden das selbstständige wissenschaftliche Arbeiten. Das Schwerpunktstudium wird durch ein Vertiefungspraktikum ergänzt, in welchem die Studierenden sowohl theoretisch als auch experimentell an die aktuellen Forschungsthemen herangeführt werden.  

Biotechnologie und Organische Chemie

In der Biotechnologie werden die Verfahren zur Herstellung chemischer und pharmazeutischer Produkte gelehrt und in der Forschung intensiv bearbeitet. Die Studierenden erwerben biologische und biochemische Spezialkenntnisse und lernen die Bioinformatik kennen. In der Organischen Chemie werden die wichtigen Produktgruppen auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit behandelt. Dazu gehören Arzneimittel, Pflanzenschutzmittel, technisch nutzbare Naturprodukte, Kunststoffe, Kosmetika sowie Wasch- und Reinigungsmittel. 

Instrumentelle Analytik und Labormanagement

Der größte Teil dieser WMG wird darauf verwandt, eine umfassende Ausbildung in Instrumenteller Analytik mitsamt den zugehörigen Randgebieten zu vermitteln. Durch die Angliederung an den vom Ministerium anerkannten Forschungsschwerpunkt „Umweltschutzanalytik und Umwelttechnologien“ wird ein deutlich forschungsorientiertes Studium mit großer Praxisnähe geboten. Die Fächer Labormanagement und Kommunikationstechniken vermitteln die Kenntnisse, die zur qualifizierten Leitung eines Labors unter Berücksichtigung moderner Managementmethoden notwendig sind. Die Absolventen sollen in die Lage versetzt werden, auch größere und spezialisierte Laboratorien, die optimal die Methoden des Qualitätsmanagements und des computergestützten Laborinformationsund Managementsystems (LIMS) nutzen, leiten zu können. 

In die Regelstudienzeit ist im dritten Semester eine Projektphase eingeschlossen. Diese kann durch ein Industriepraktikum, das auch im Ausland absolviert werden kann, ersetzt werden. Im vierten Semester wird die Master Thesis erstellt. Hierfür ist ein ganzes Semester vorgesehen, da diese Arbeit einen deutlich höheren Anspruch hat als die Bachelorarbeit. Mit dem Kolloquium schließt das Studium ab.

Studienschwerpunkte

Biotechnologie und Organische Chemie

Das Ziel der Ausbildung in der Biotechnologie ist eine Berufsqualifizierung für die Herstellung, Isolierung und Analytik biochemischer Substanzen im Labor- und Technikumsmaßstab, außerdem das Betreiben, Überwachen und Entwickeln von Fermentationsverfahren und Verfahren der Umwelt und Wassertechnologie.

Das Studium der Organischen Chemie ist sehr praxisnah und in dieser Kombination einzigartig in Deutschland. Die Studierenden werden gezielt auf ihre Aufgaben im zukünftigen Berufsleben vorbereitet, z. B. Synthese neuer Stoffe, Entwicklung von Produktionsverfahren für neue Verbindungen und Produkte, Leitung und Überwachung von Produktionsbetrieben sowie die Bearbeitung anwendungstechnischer Probleme und von Marketingaufgaben. Die Studierenden der Organischen Chemie erwerben neben dem soliden Synthese-Repertoire ein anwendungstechnisches Verständnis für Struktur-Wirkungs-Beziehungen und grundlegende Marktkenntnisse wichtiger Verbraucherprodukte und Konsumgüter. Die Absolventen sind besonders befähigt, mit Kunden umzugehen und interdisziplinär zu arbeiten. Ein Kompetenzschwerpunkt in Lehre und Forschung sind Hautpflegemittel und die Galenik kosmetischer Mittel.

Instrumentelle Analytik und Labormanagement

Umweltanalytik ist durch einen ausgeprägt fächerübergreifenden Charakter gekennzeichnet. Die Lösung von umweltanalytischen Problemen erfordert nicht nur chemisch-stoffliche Kenntnisse über Schadstoffe, sondern auch Detailwissen über die einsetzbaren instrumentellen Analysenverfahren. Zusätzlich werden Erfahrungen bezüglich der charakteristischen Besonderheiten der betrachteten Umweltmedien sowie ein Wissen über die Wirkung menschlicher Aktivitäten auf die Umwelt benötigt. Heute sind mehr und mehr komplexe Techniken notwendig, um die immer höheren betrieblichen und/ oder schärferen gesetzlichen Anforderungen an die Analytik einhalten zu können. Zum Aufgabenbereich eines analytischen Laboratoriums gehören heute deshalb auch die Aufbereitung, Interpretation und verständliche Formulierung der Ergebnisse sowie möglicherweise die Beratung des Auftraggebers. 

Der Studiengang bietet eine wissenschaftliche Ausbildung, die sich an dem o. g. Aufgabenspektrum orientiert und zur Leitung von analytischen Laboratorien befähigt. Die Absolventen verfügen über vertiefte Kenntnisse in speziellen Bereichen der Umweltanalytik und der gesetzlichen Umweltrichtlinien/-auflagen und können wichtige Stabsaufgaben in Behörden und Verwaltungen wahrnehmen, beispielsweise Umweltgutachten erarbeiten. Der Masterabschluss eröffnet den Zugang zum höheren Dienst in Behörden und Verwaltungen.

Berufliche Perspektiven

Biotechnologie und Organische Chemie

Biotechnologie untersucht die mögliche Nutzung biologischer Vorgänge, z. B. den Stoffwechsel von Zellen, um damit Produkte für den Menschen herzustellen. Sie ist eine interdisziplinäre Wissenschaft und profitiert von der engen Verknüpfung von (Bio-)Organischer Chemie und (Bio-)Technik. Biotechnologie, Organische Chemie und Chemische Umwelt- und Wassertechnologie bieten vielfältige Berufsmöglichkeiten. Das Berufsspektrum reicht von der Grundlagenforschung über die angewandte Forschung in der Industrie bis zu Bereichen wie Patentwesen und Unternehmensberatung. 

Typische Einsatzbereiche der Absolventen sind die pharmazeutische, kosmetische und chemische Industrie, Lebensmitteltechnologie, Wasch- und Reinigungsmittelindusrie, Umwelt- und Agrartechnik und Behörden, Umweltschutz, Produkt- und Arbeitssicherheit sowie das Qualitätswesen. 

Instrumentelle Analytik und Labormanagement

Die Instrumentelle Analytik wird in nahezu allen Bereichen der Chemie eingesetzt. Exemplarisch seien genannt: Umweltschutzanalytik, Prozesskontrolle, Produktüberwachung, Produktanalytik, Qualitätskontrolle, Produkt/Chemikalienentwicklung, Qualitätssicherung, Abgas- und Gasanalytik, aber auch spezielle Bereiche wie Kriminalistik, Kunststoffchemie, Lacktechnologie, Textilchemie und Archäometrie. Die industrielle Prozessanalytik liefert zudem Entscheidungshilfen in der Abfolge der Prozessschritte, deren Ergebnisse damit entscheidende sachliche, ökonomische und ökologische Auswirkungen haben. 

Typische Berufsfelder für die Absolventen des Studiengangs sind außer Forschung und Entwicklung auch Leitung von analytischen Untersuchungslaboratorien, Qualitätskontrolle, Technische Entwicklung und Kundendienst. Aufgrund ihrer erweiterten Kompetenzen können die Masterabsolventen insbesondere auch Schnittstellen- und Stabsaufgaben in Forschungsinstituten, Behörden, Verwaltung und Patentwesen wahrnehmen. Das Studium bereitet zudem darauf vor, sich in neue Arbeitsfelder und Marktsektoren außerhalb der chemischen Industrie einzuarbeiten, um dort ebenfalls erfolgreich tätig sein zu können.

Regelstudienzeit

4 Semester

Beginn

Winter- und Sommersemester

Kosten

Für Studierende der Hochschule Niederrhein wird ein Semesterbeitrag erhoben (inkl. NRW Ticket für den Nahverkehr).

Bewerbungsverfahren

Keine Zulassungsbeschränkung

Die Bewerbung an der Hochschule Niederrhein erfolgt online >

Zulassungsvoraussetzung

Diplom oder Bachelor in Chemie/ Chemieingenieurwesen, Abschlussnote mind. 2,5

Ansprechpartner

Prof. Dr. Martin Jäger
Telefon: 02151 822-4188
E-Mail: Martin.Jaeger@no-spamhs-niederrhein.de

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Hochschule.
Zur Webseite >

 

 

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