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Der Bedarf an einer wissenschaftlich fundierten Auseinandersetzung mit der Zukunft und den zukünftigen Folgen heutigen Handelns ist gestiegen. Die Gründe dafür sind die zunehmende Komplexität hochentwickelter Industriegesellschaften und die nicht-vorhersehbaren Nebenfolgen ihrer Entwicklung. In Feldern wie der Klimaforschung, der Technikfolgenabschätzung, der Forschung zum demographischen Wandel aber auch der Unternehmensentwicklung (vgl. Corporate Foresight) sind die Methoden und Ansätze der Zukunftsforschung daher längst nicht mehr wegzudenken.
 
Zukunftsforschung beschäftigt sich mit möglichen, wahrscheinlichen und wünschbaren zukünftigen Entwicklungen. Denn auch wenn sich die Zukunft nicht vorhersehen lässt, zeichnen sich doch schon heute wichtige Entwicklungsstrukturen in ihren Grundzügen ab. Die Leitplanken des Möglichen, Wahrscheinlichen und Wünschenswerten sind in diesem Sinn durch wissenschaftliche Verfahren und im gesellschaftlichen Diskurs bestimmbar.

Zukunftsforschung ergänzt auf der einen Seite das Instrumentarium der empirischen Sozialforschung um Methoden, die es ermöglichen, faktenbasierte Einschätzungen zur zukünftigen Entwicklung zu erheben. Auf der anderen Seite ist sie stärker als zum Beispiel die rekonstruktive Forschung der Generierung von Handlungs- und Orientierungswissen verpflichtet.
 
Ziel des weiterbildenden Masterstudiengangs ist es, auf Basis der wissenschaftlichen und berufspraktischen Vorerfahrungen die Grundlagen und Techniken wissenschaftlichen Arbeitens in der Zukunftsforschung zu vermitteln und zu vertiefen sowie für die Anwendung in der beruflichen Praxis vorzubereiten.

Studieninhalte und Qualifikationsziele

1. Konzepte und Methoden in Theorie und Praxis

Das Studium vermittelt Ihnen eine vertiefte Einsicht in die Funktion und Ziele von Zukunftsforschung als eigenständige Disziplin, die angesichts der komplexen Problemlagen heutiger Gesellschaften die traditionellen Grenzlinien wissenschaftlicher Arbeitsteilung überschreitet. Sie verfügen über fundierte Kenntnisse wesentlicher Methoden der Zukunftsforschung (Beispiele hierfür sind die Delphi-Methode, die Szenariotechnik, Roadmaps und verschiedene Verfahren der partizipativen Zukunftsgestaltung wie etwa die Zukunftswerkstatt sowie auch datenbasierte Verfahren) und sind in der Lage, die dem jeweiligen Gegenstandsbereich bzw. der Fragestellung angemessenen Methoden auszuwählen und in der beruflichen Praxis anzuwenden.

2. Spezialisierung und Einsatzfelder

Das Studium ermöglicht Ihnen, sich schnell und effektiv in komplexe Problemstellungen einzuarbeiten und befähigt Sie, in verschiedenen fachspezifischen Kontexten und Praxisfeldern selbstständig wissenschaftliche Zukunftsstudien in Eigenarbeit oder im Team zu planen, durchzuführen und Ergebnisse kontext- und zielgruppenadäquat zu kommunizieren. Darüber hinaus verfügen Sie über Kenntnisse in der intersektoralen und transdisziplinären Kooperation bei der Planung von Prozessen der Zukunftsgestaltung und können diese wissenschaftlich begleiten.

3. Praxistransfer

Am Ende des Studiums haben Sie Ihre in ersten beruflichen Erfahrungen erworbenen Kenntnisse vertieft, erweitert und wissenschaftlich reflektiert (u.a. in einem 400 Stunden umfassenden Projektpraktikum). Sie sind auf eine berufliche Tätigkeit in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vorbereitet, die eine Analyse, Beurteilung, Initiierung und Begleitung von Strategie-, Wandlungs- und Innovationsprozessen erfordert.

Module

Das Studium im Umfang von 120 Leistungspunkten, einschließlich der Masterarbeit mit Präsentation der Ergebnisse gliedert sich in insgesamt acht Studienmodule. Die Module sind entsprechend der Lernziele in drei unterschiedliche Bereiche aufgeteilt:

1. Pflichtbereich

  • Modul 1: Grundlagen und Einsatzfelder
  • Modul 2: Methoden und methodologische Grundlagen
  • Modul 3: Innovationsforschung und –management
  • Modul 4: Konzepte, Ziele und Herausforderungen
  • Modul 5: Methoden: Anwendung und Reflexion

2. Wahlpflichtbereich (eins von vier Modulen ist zu wählen)

  • Modul 6a: Einsatzfeld Gesellschaft
  • Modul 6b: Einsatzfeld Politik
  • Modul 6c: Einsatzfeld Wirtschaft
  • Modul 6d: Einsatzfeld Technik

3. Berufspraktische Module

  • Modul 7: Berufspraktische Kompetenzentwicklung
  • Modul 8: Projektpraktikum

Eine detailliertere Beschreibung der einzelnen Module finden Sie in der Studienordnung für den weiterbildenden Masterstudiengang Zukunftsforschung.

Berufsfelder

Mögliche spätere Berufsfelder umfassen Unternehmen, Verwaltungen, Organisationen, in denen man sich mit längerfristigen oder strategischen Fragestellungen befasst (Strategie- und Innovationsabteilungen von Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen etc.), Universitäten und Forschungs- sowie Beratungseinrichtungen (Politikberatung, Technologieberatung und Technikfolgenabschätzung oder strategische Beratung von Unternehmen, Umweltberatung) und politische und administrative Gremien  z. B. der Europa-, Bundes-, Landes-, und Kommunalpolitik.

Zulassungsvoraussetzungen

Sie können sich für den weiterbildenden Studiengang bewerben, wenn Sie einen Bachelorabschluss oder gleichwertigen Hochschulabschluss sowie eine daran anschließende einschlägige berufspraktische Erfahrung von in der Regel nicht unter einem Jahr nachweisen können.

In die Auswahlentscheidung können zudem Fremdsprachenkenntnisse, insbesondere in Englisch zur Rezeption der einschlägigen Fachliteratur und internationaler Diskussionen sowie Ihr Motivationsschreiben mit einbezogen werden.

Wenn Ihre Muttersprache nicht Deutsch ist oder Sie Ihren Studienabschluss an einer ausländischen Universität oder gleichgestellten Einrichtung erworben haben, müssen Sie zusätzlich den Nachweis der erforderlichen Sprachkenntnisse für die Aufnahme in den  Studiengang erbringen. (Teilnahmebeschränkung: ca. 30)

Unterrichtssprache: Deutsch

Kosten

Die Teilnahmegebühren für die Teilnahme am Masterstudiengang Zukunftsforschung betragen 1.300 Euro pro Semester zzgl. der Immatrikulationsgebühren, die die Freie Universität Berlin erhebt.

Bewerbung

Es gilt das übliche Verfahren zur Bewerbung für weiterbildende Masterstudiengänge an der Freien Universität Berlin. Ab Mitte Januar bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist können Sie sich zum nächsten Wintersemester hier online registrieren und bewerben:

Online-Bewerbungsportal der FU Berlin >
 
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung und stehen vorab für weitere Fragen über info@no-spammaster-zukunftsforschung.de gerne zur Verfügung.
 
Kontakt

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an das Team Master Zukunftsforschung am Institut Futur.
 
Wiss. Koordination: Sascha Dannenberg
Tel.: +49-(0)30-838-58397
eMail: info@no-spammaster-zukunftsforschung.de
 
Sprechstunde nach Vereinbarung
 
Anschrift: 
Freie Universität Berlin
Institut Futur
Arbeitsbereich Erziehungswissenschaftliche Zukunftsforschung
Sascha Dannenberg
Fabeckstr. 37
14195 Berlin

Weitere Informationen erhalten Sie direkt auf der Webseite zum Studiengang.
Zur Webseite >

 

 

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