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Studieninhalte

Beim Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen handelt es sich um eine zweigestufte Ausbildung. Der Studiengang gliedert sich in zwei Ausbildungskomplexe.

Komplex 1: Qualifikationsaufbau

Da Zugangsmöglichkeiten sowohl mit ingenieurwissenschaftlicher als auch mit betriebswirtschaftlicher Ausgangsqualifikation vorgesehen sind, ist ein ergänzender Wissensaufbau in der jeweiligen „Fremdqualifikation“ erforderlich. Dieser erfolgt im Ausbildungskomplex 1.

In der Qualifikationsaufbaustufe erfolgt je nach Ausgangsqualifikation der Studierenden der Erwerb des fehlenden Know-how. Dabei handelt es sich jeweils um betriebswirtschaftliche bzw. ingenieurwissenschaftliche Kernfächer, die im engen Bezug zum o.g. Ausbildungsfokus (Fertigungswirtschaft) stehen.

Fächerspektrum des Qualifikationsaufbaus:

  • Kaufmännische Grundlagen
    • Allgemeine BWL (4 SWS)
    • Allgemeine VWL (4 SWS)
    • Produktionswirtschaft (4 SWS)
    • Investition /Finanzierung (4 SWS)
    • Kosten- und Leistungsrechnung (4 SWS)
    • Unternehmensführung und Marketing (4 SWS)
    • Buchführung, Bilanzierung und Steuern (4SWS)
  • Ingenieurwissenschaftliche Grundlagen
    • Physik (4 SWS)
    • Ingenieurmathematik (4 SWS)
    • Grundlagen Ingenieurwesen (4 SWS)
    • Elektrotechnik / Automatisierungstechnik (4 SWS)
    • Werkstofftechnik (4 SWS)
    • Informatik- und Kommunikationstechnik (4 SWS)

Komplex 2: Fachstudium

Im Fachstudium erfolgt die  Vermittlung der Fachinhalte, die zur Ausprägung der Kernkompetenzen eines Wirtschaftsingenieurs erforderlich sind. Das Fachstudium gliedert sich in vier Teile:

  1.  Drei Vertiefungsschwerpunkte mit Inhalten aus den Bereichen:
    • Technik.
    • BWL,
    • Prozessplanung und -steuerung,
    • Industrial Engineering,
  2. Ergänzungsfächer aus den Bereichen:
    • Wirtschaftswissenschaften,
    • Ingenieurwissenschaften,
    • Rechtswissenschaften,
  3. Interdisziplinäres Projekt
  4. Betriebspraktikum und Master-Thesis.

Ziel des Studiengangs

Die Entwicklung der Wirtschaft ist in allen Industrieländern zum einen durch die Zunahme hochgradig arbeitsteiliger Prozesse und die Spezialisierung von Arbeitsaufgaben gekennzeichnet. Zum anderen erfordert die Lösung komplexer Probleme und Aufgaben jedoch immer häufiger eine vernetzte, interdisziplinäre Sichtweise und damit auch Kenntnisse aus mehreren Fachgebieten bzw. einen entsprechenden Überblick über diese Fachgebiete.

Diesen Anforderungen kann durch die Doppelqualifikation von Wirtschaftsingenieuren entsprochen werden. Wirtschaftsingenieure sind „Schnittstellenmanager“ bei der Bewältigung sich überlagernder betriebswirtschaftlicher und technischer Führungsaufgaben. Ziele der Ausbildung müssen daher sein:

  • wissenschaftlich fundiertes betriebswirtschaftliches und technisches Basiswissen zu vermitteln und dessen Vernetzung zu erreichen; d.h. einen Generalisten mit technisch-ökonomischen Breitenkenntnissen auszubilden,
  • analytische Fähigkeiten und wissenschaftlich fundierte Kompetenz zur Lösung technisch-ökonomischer Problemstellungen auszuprägen,
  • die Absolventen zum vernetzen, prozessorientierten Denken anzuregen,
  • die Absolventen zur selbstständigen Erarbeitung wissenschaftlicher Kenntnisse bzw. zur Einordnung praktischer Fragestellungen in einen wissenschaftlichen Kontext zu befähigen,
  • die Absolventen zur interdisziplinären Arbeit bzw. zur Überwindung fachbezogener Kommunikationsbarrieren, zwischen Technik und Betriebswirtschaft („Übersetzerfunktion“) zu befähigen,
  • die Kompetenzen auszuprägen, die ein eigenverantwortliches, aber auch teamorientiertes Arbeiten und die Übernahme von Führungsverantwortung ermöglichen,
  • soziale Kompetenzen in einem technischen Berufsumfeld zu vermitteln.

Zielgruppe

Zielgruppe sind Absolventen mit erstem berufsqualifizierendem Abschluss (Diplom oder BA) eines betriebswirtschaftlichen oder ingenieurwissenschaftlichen Studiums. Bei ingenieurwissenschaftlichen Abschlüssen sollten überwiegend Fachinhalte Gegenstand der Ausbildung gewesen sein, die fertigungstechnische Bezüge aufweisen (z.B. Verfahrenstechnik, Maschinenbau, Werkstoffwissenschaften, Recyclingtechnik, Umwelttechnik, Elektrotechnik, Ver- und Entsorgung usw.). Bei betriebswirtschaftlichen Abschlüssen sollte eine breite, funktionsbezogene Ausbildung gegeben sein.

Zugangsvoraussetzungen: Der Zugang zum Masterstudiengang ist sowohl mit ingenieurwissenschaftlicher als auch mit betriebswirtschaftlicher Ausgangsqualifikation möglich. Diese duale Zugangsmöglichkeit stellt eine Besonderheit des angebotenen Studiengangs an der FH Nordhausen dar.

Zugelassen zum Studium im Masterstudiengang „Wirtschaftsingenieurwesen“ werden Bewerber mit qualifiziertem Abschluss eines ersten berufsqualifizierenden Studiums im Umfang von mindestens 180 ECTS-Credits entweder mit einem betriebswirtschaftlichen oder ingenieurswissenschaftlichen Schwerpunkt an der Hochschule Nordhausen oder eines gleichen oder eines nach Inhalt, Umfang und Ausrichtung vergleichbaren Studiums an einer anderen Hochschule.

Ein qualifizierter Studienabschluss liegt vor, wenn das Studium mindestens mit der Gesamtnote „gut“ oder dem ECTS-Grad B abgeschlossen wurde.

Akademischer Grad: Master of Engineering (Wirtschaftsingenieur)
Regelstudienzeit: 4 Semester
Leistungsumfang: 120 ECTS-Credits
Studienform: Konsekutiv, stärker anwendungsorientiert 
Vorpraktikum: nicht erforderlich
Bewerbungszeitraum: bis zum 15.09. des jeweiligen Jahres möglich.

Kontakt

Dr. rer. pol. Christoph Brodhun
Studiendekan, Vertretungsprofessur
Telefon: 03631 420-332
Fax: 03631 420-818
E-Mail: brodhun@hs-nordhausen.de

Weitere Informationen erhalten Sie direkt auf der Webseite zum Studiengang.
Zur Webseite > 

 

 

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