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Vielfalt der Rechtspsychologie: „Kindeswohlgefährdung durch Partnerschaftsgewalt?“
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Kinder, die häusliche Gewalt erleben, sind hoch belastet und haben vielfältige Entwicklungsrisiken. Sie erleben häufig körperliche und emotionale Vernachlässigung sowie psychische Misshandlung. Dabei ist (Mit-) Erleben von Gewalt vielgestaltig und spielt sich auf einem Kontinuum von eher geringfügiger bzw. begrenzter Belastung bis hin zu chronischem Ausgesetzt-Sein ab, in deren Folgen Kinder schwerwiegende Verhaltensprobleme bzw. -störungen entwickeln können. Dennoch gibt es keine Harmlosigkeitsschwelle.
Belastungen von Kindern bis hin zu Kindeswohlgefährdung werden vor dem Hintergrund einer beziehungsbezogenen Perspektive nachvollzogen, die sich insbesondere aus der Bindungstheorie und -forschung ableiten lässt. Danach versagen Eltern im Falle von Partnerschaftsgewalt in ihrer biologisch angelegten Aufgabe, ihr Kind regulativ zu unterstützen, ihm emotionale Sicherheit zu geben und es zu schützen.
In ihrem Online-Vortrag wird Prof. Dr. Ute Ziegenhain Erlebens- und Verarbeitungsweisen von Kindern am Beispiel von Loyalitätskonflikten, Angst bzw. potenzieller Kindeswohlgefährdung oder Umgangsverweigerung diskutieren.
Für die Teilnahme an dem Vortrag können 2 Fortbildungsstunden für FachpsychologInnen für Rechtspsychologie (BDP/DGPs) bescheinigt werden.