Geschichts- und Sprachwissenschaft sowie Sozialanthropologie
Südosteuropa gehört zu den dynamischsten Regionen Europas. Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Kultur befinden sich in einem intensiven Wandel. Zugleich stellt die Integration des Balkans eine der zentralen Herausforderungen der EU dar. Viele deutsche Unternehmen und Organisationen sind zudem in der Region aktiv. Fundierte Kenntnisse über die Region, ihre Kulturen und Sprachen, ihre Geschichte und Gegenwart sind daher ein Muss. Der Regensburger Südosteuropastudiengang vermittelt diese Kenntnisse der "area studies" (Regionalwissenschaften).
Südosteuropa-Studien ist ein Bachelorstudiengang, der Geschichts- und Sprachwissenschaft sowie Sozialanthropologie zu den Ländern Südosteuropas verbindet. Neben der Vermittlung von Kenntnissen in der Geschichte und Kultur Südosteuropas bietet der Studiengang auch eine fundierte Ausbildung in einer der Sprachen der Region. Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester, in denen 100 Leistungspunkte (ECTS Credits) erreicht werden müssen; davon macht die Bachelorarbeit 10 Leistungspunkte aus.
Südosteuropa-Studien kann auch als zweites Haupt- oder als Nebenfach studiert werden. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Studiengangs wird der akademische Grad "Bachelor of Arts (B.A.)" verliehen.
Aufbau des Studiengangs
Der Studiengang Südosteuropastudien (B.A.) ist in der Philosophischen Fakultät I angesiedelt und beruht auf der Kooperation des Institutes für Geschichte (Geschichte Südost- und Osteuropas), des Institutes für Slavistik (Slavische Sprachwissenschaft), des Institutes für Romanistik (Romanische Sprachwissenschaft) sowie des außeruniversitären Leibniz-Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung.
Die Studiengangsinhalte kommen primär aus den Bereichen Geschichte, Sozialanthropologie, Sprachwissenschaft sowie Sprachausbildung.
Der dreijährige Studiengang besteht aus zwei Phasen:
- Die Grundphase des Studiums umfasst die Einführung in die Zugänge, Methoden und Theorien der gegenwärtigen Südosteuropakunde sowie die Vermittlung wissenschaftlicher Arbeitstechniken (Modul Einführung in die Südosteuropakunde). Die Module Sprachen Südosteuropas und Geschichte und Sozialanthropologie Südosteuropas vermitteln jeweils die Grundlagen der sprachlichen Situation sowie historischen Entwicklung der Region. Im Modul Sprachausbildung 1 beginnt der Erwerb fundierter Kenntnisse einer südosteuropäischen Sprache ( Bosnisch/Kroatisch/ Serbisch oder Rumänisch oder Albanisch ab dem Sommersemester 2023).
- In der Aufbauphase werden vertiefte Kenntnisse über Südosteuropa vermittelt, wobei der eigenen Projektarbeit der Studierenden besondere Bedeutung zukommt. In dem Aufbaumodul Geschichte, Sozialanthropologie und Sprachen Südosteuropas werden zentrale Themen der historischen und sprachlichen Entwicklung behandelt. Das Modul Sprachausbildung 2 vertieft die Kenntnisse einer südosteuropäischen Sprache. Ein Praktikum dient der Berufsvorbereitung und Anwendung sowie Erweiterung der erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten.
Studiengangziele
Der Studiengang hat das Ziel, Studierenden historische, sozial- und kulturwissenschaftliche Regionalkompetenz zu Südost- und Osteuropa sowie einschlägige Sprachkenntnisse zu vermitteln, um sie für eine südosteuropabezogene berufliche Tätigkeit in den Bereichen Wissenschaft, Politik, Medien, Bildung, Wirtschaft und Kulturvermittlung auszubilden.
Im Laufe des Studiums werden folgende Schlüsselqualifikationen vermittelt:
- Methodenkompetenz (Vertrautheit mit den historischen, sozialanthropologischen und linguistischen Methoden; Interdisziplinäres Arbeiten)
- die Förderung von selbständigem Arbeiten (Recherche und Präsentation, Analyse und kritische Interpretation historischer, linguistischer und sozialanthropologischer Quellen und Darstellungen)
- Erarbeitung eigener wissenschaftlicher Texte (Hausarbeiten, Essays, Rezensionen, Tagungsberichte)
- Sprachkompetenz (BKS bzw. alternativ Rumänisch im zweiten Hauptfach oder Nebenfach)
- interkulturelle Kompetenz (analytische und praxisorientierte Auseinandersetzung mit Kulturen, Sprachen, Religionen und Politik in Südosteuropa)
Dadurch werden Studierenden Kenntnisse vermittelt, die für eine nachfolgende Berufstätigkeit oder ein weiterführendes Studium nötig sind.
Berufsprofil / Kompetenzen
Der Studiengang setzt sich das Ziel, Studierenden historische und kulturelle Regionalkompetenz zu Südosteuropa sowie einschlägige Sprachkenntnisse zu vermitteln, um sie für eine südosteuropabezogene berufliche Tätigkeit in den Bereichen Wissenschaft, Politik, Medien, Bildung, Wirtschaft und Kulturvermittlung auszubilden. Die Verbindung von historischem und kulturellem sowie sprachlichem Fachwissen befähigt die AbsolventInnen des Bachelor-Studienganges zur Arbeit in Tätigkeitsfeldern, die für die Integration Europas, die Erweiterung der Europäischen Union sowie die Stabilisierung des Balkans unverzichtbar sind.
Ziel des Studiengangs ist es, sowohl auf einen direkten Berufseinstieg als auch einen weiterführenden Masterstudiengang vorzubereiten. Das Studium der Südosteuropa-Studien stellt eine hervorragende Qualifikation für eine Reihe perspektivenreicher Berufsfelder dar. Beschäftigung finden die Absolventinnen und Absolventen vor allem in folgenden Bereichen:
- Medien und Verlage,
- Einrichtungen des Kulturkontaktes und Kulturaustausches,
- staatliche und internationale Organisationen,
- Nichtregierungsorganisationen mit Südosteuropabezug,
- in Südosteuropa aktive Unternehmen,
- wissenschaftliche und Bildungseinrichtungen.
Zugangsvoraussetzungen und Immatrikulation
- Zugangsvoraussetzung ist das erfolgreich abgeschlossene Abitur. Deutsch- und Englischkenntnisse werden vorausgesetzt.
- Das Studium kann zum Winter- und Sommersemester aufgenommen werden. Informationen zur Einschreibung finden Sie im Internet auf den Seiten der Studentenkanzlei (Einschreibung).
- Weitere Informationen zum Studium in Regensburg





