Bildung gerecht und inklusiv denken
Der Studiengang "Lehramt für Förderpädagogik mit dem Schwerpunkt Inklusion" bildet Lehrer:innen für die Arbeit an Förderschulen, inklusiv arbeitenden Regelschulen und Beratungs- und Förderzentren aus.
Der Studiengang beinhaltet das Studium der Förder- und Inklusionspädagogik mit den beiden Förderschwerpunkten Lernen sowie Emotionale und Soziale Entwicklung. Im Förderschwerpunkt Lernen erhalten alle Studierenden Einblicke in die Bereiche sprachliche und mathematische Grundbildung. Neben einem inklusionspädagogischen Studienbaustein belegen Sie zusätzlich das bildungs- und gesellschaftswissenschaftliche Kernstudium, in dem Sie Wissen und Kompetenzen aus den Bereichen Pädagogik, Psychologie und den Gesellschaftswissenschaften erwerben. Darüber hinaus spezialisieren Sie sich in einem Unterrichtsfach Ihrer Wahl.
Der Studiengang zeichnet sich durch eine starke Praxisorientierung aus. In den schulpraktischen Phasen im Rahmen des fünfwöchigen Grundpraktikums im 2. bzw. 3. Semester erhalten Sie erste Einblicke in das breite Berufsfeld. Im Praxissemester im 5. oder 6. Semester werden Sie erste angeleitete Unterrichtsversuche durchführen und Ihre Erfahrungen wissenschaftlich reflektieren lernen. Auch in den Seminaren wird eng an konkreten Fällen aus der Praxis gearbeitet. Gemeinsame Studienelemente mit Studierenden anderer Lehrämter im Rahmen des Kernstudiums sowie der Praxisphasen sollen erste Kooperationserfahrungen ermöglichen. Das Studium schließt mit der Ersten Staatsprüfung ab. Anschließend können Sie sich an einem Studienseminar für den pädagogischen Vorbereitungsdienst bewerben, den Sie mit der Zweiten Staatsprüfung abschließen.
Auf einen Blick
Abschluss: Erste Staatsprüfung
Studienbeginn: Wintersemester
Dauer/Umfang: 9 Semester
Unterrichtssprache: Deutsch
Zulassungsbeschränkung: Nein
Besonderheiten: 8-wöchiges Betriebspraktikum
Studienaufbau
Das Studium für das Lehramt für Förderpädagogik mit dem Schwerpunkt Inklusion umfasst
- den Teilstudiengang bildungs- und gesellschaftswissenschaftliches Kernstudium
- den Teilstudiengang Förder- und Inklusionspädagogik mit den beiden Förderschwerpunkten Lernen sowie Emotionale und Soziale Entwicklung
- und mindestens ein Unterrichtsfach aus folgendem Fächerkanon: Biologie, Deutsch, Evangelische Religion, Katholische Religion, Mathematik, Musik, Politik und Wirtschaft, Sport.
Für die Zulassung zur Ersten Staatsprüfung benötigt man 240 Credits. Davon entfallen 56 Credits auf das bildungs- und gesellschaftswissenschaftliche Kernstudium, 124 Credits auf den Teilstudiengang Förder- und Inklusionspädagogik sowie 60 Credits auf das Unterrichtsfach.
Schulpraktische Phasen
Die Praxisphasen im Rahmen des Studiums sind ein verpflichtender Bestandteil der Lehramtsstudiengänge und setzen sich aus einem Grundpraktikum in der ersten und einem Praxissemester in der zweiten Studienhälfte zusammen. Im Grundpraktikum geht es auch darum, die Eignung für den Beruf als Lehrer:in zu reflektieren und einen ersten Eindruck im Hinblick auf Fachdidaktik und pädagogisches Handeln zu bekommen.
Berufsperspektiven – Lehrer:in
Der Studiengang Förderpädagogik mit dem Schwerpunkt Inklusion eröffnet dir vielfältige berufliche Optionen. Nach Abschluss des Studiums kannst du den pädagogischen Vorbereitungsdienst am Studienseminar absolvieren, der mit der Zweiten Staatsprüfung abschließt. Danach bist du zur eigenständigen Planung und Durchführung von Unterricht in inklusiv arbeitenden Regelschulen und Förderschulen befähigt. Du hast die Möglichkeit, an einer Förderschule (als Klassenlehrer:in) Verantwortung für eine Klasse zu übernehmen oder an inklusiv arbeitenden Regelschulen mit kleinen Gruppen oder einzelnen Schüler:innen zu arbeiten. In jedem Fall arbeitest du in multiprofessionellen Teams und entwickelst individuelle Förderpläne, um die Schüler:innen bestmöglich in ihrer Entwicklung zu unterstützen.
Zusätzlich eröffnen dir deine im Studium erworbenen Fähigkeiten und Kompetenzen auch Tätigkeitsfelder außerhalb der Schule, beispielsweise in der Frühförderung, der Jugendhilfe, bei Beratungsstellen oder in therapeutischen Einrichtungen.
Das Webportal "Werde Lehrerin oder Lehrer in Hessen!" ist ein guter Einstieg, um sich über den Lehrer:innenberuf zu informieren. Parallel gibt es einen Youtube-Kanal mit einer Vielzahl an Clips zum Thema.
Webportal "Werde Lehrerin oder Lehrer in Hessen!" >
Der dazugehörige Youtube-Kanal >
Zugangsvoraussetzung
Für diesen Studiengang benötigen Sie einen der folgenden Abschlüsse:
- Allgemeine Hochschulreife
- Berufliche Qualifikation (Studieren ohne Abitur)
Einen guten Überblick über die verschiedenen Abschlüsse und deren Unterschiede finden Sie auf der Webseite "Zugangsvoraussetzungen" des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.
Bewerbungs- und Einschreibverfahren zum Wintersemester
Bewerbungsfrist mit deutschen Zeugnissen:
jährlich 01.06.-15.07.
Für diesen Studiengang bewerben Sie sich über unser Online-Bewerbungsportal "eCampus".
Bewerbungsfrist mit ausländischen Zeugnissen:
jährlich 01.03.-15.07.
Mit einem im Ausland erworbenen Schulabschluss, müssen Sie sich über die zentrale Bewertungsstelle in Berlin, uni-assist, bewerben.
Wichtig für die Bewerbung
Ihre Pflichtfächer sind Förder- und Inklusionspädagogik (1. Fach) und das bildungs- und gesellschaftswissenschaftliche Kernstudium (2. Fach).
Zu diesen zwei Pflichtfächern suchen Sie sich noch ein Wahlfach (3. Fach) aus. Die Liste finden Sie auf der Startseite dieses Studiengangs.
Sollten Sie sich für Sport, Musik oder Kunst als Unterrichtsfach entscheiden, müssen Sie vorab den Sporteignungstest bestehen oder die künstlerische Eignung bzw. Begabung (Musik/Kunst) nachweisen. Die Termine der Tests finden Sie auf der Startseite dieses Studiengangs verlinkt.
Weitere Fächer
Wenn Sie zusätzlich zu diesen drei Fächern weitere Fächer studieren möchten, ist das natürlich möglich. Allerdings studieren Sie diese Fächer dann wie einen eigenen zusätzlichen Studiengang. Diesen zusätzlichen Studiengang kennzeichnen Sie als Ergänzung, indem Sie als Abschluss "Erweiterungsprüfung" wählen. Kunst, Musik und Sport können nicht als weiteres Fach gewählt werden.












