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© Staatl. Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
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Regelstudienzeit:

6 Semester (B.A.)
4 Semester (M.A.)

Restaurierung von Kulturgut ist wichtig, weil wir all die Gegenstände und Objekte brauchen, die uns vom Wirken des Menschen erzählen, von seinem Alltag, seinem Denken und Fühlen, seiner schöpferischen Kraft. Ohne sie würden wir unser kulturelles Gedächtnis und damit ein Stück unserer persönlichen Geschichte verlieren. Durch Ausbildung kompetenter Restauratorinnen und Restauratoren in den Studiengängen für Konservierung und Restaurierung trägt die Kunstakademie Stuttgart zur Bewahrung von Kunst- und Kulturgut bei. Zu den Tätigkeiten der Absolventinnen und Absolventen gehört, neben der praktischen Konservierung und Restaurierung, auch die Forschung an Objekten oder ganzen Sammlungen. Dies geschieht in Form von Projekten in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Institutionen und der Denkmalpflege.

Auf dieses breit gefächerte und chancenreiche Arbeitsfeld werden die Studierenden durch eine systematische, wissenschaftlich fundierte Ausbildung vorbereitet. Das fünfjährige Studium vermittelt hierbei eine besondere berufliche Qualifikation durch eine ausgewogene Balance zwischen theoretischen Lehrinhalten und der konservatorisch-restauratorischen Praxis. Die Studierenden sollen nicht nur lernen, was zu tun ist, sondern dies auch umsetzen können. Das akademisch-universitäre Studium versteht sich gleichzeitig auch als Berufsausbildung.

Der Studiengang Konservierung und Restaurierung von Gemälden und gefassten Skulpturen, das »Institut für Technologie der Malerei«, ist einer der ersten seiner Art in Deutschland. Schon lange werden seine zahlreichen Kontakte zu Museen und Werkstätten der Denkmalpflege im In- und Ausland gepflegt. Die Studienpläne für diesen Studiengang sind so bemessen, dass der Abschluss mit dem Master nach einer Regelstudienzeit von 10 Semestern erfolgt.

Im BA-Studium werden in 6 Semestern die grundlegenden praktischen und theoretischen Kenntnisse für die Konservierung und Restaurierung von Kunst- und Kulturgut des jeweiligen Fachbereichs vermittelt. Das BA-Studium setzt – wie die anderen BA/MA-Studiengänge auch – ein mindestens zwölfmonatiges Vorpraktikum voraus. Die in diesem Vorpraktikum bereits erworbenen berufsspezifischen Fertigkeiten werden einerseits weiter entwickelt und das künstlerische Einfühlungsvermögen vertieft. Andererseits befähigt das Studium durch die Vermittlung naturwissenschaftlich-technischer und kunstwissenschaftlicher Grundkenntnisse die Studierenden, Konzepte für konservatorische und restauratorische Eingriffe zu erarbeiten. Diese werden schließlich auf der Basis wissenschaftlicher Grundlagen und unter Anleitung an originalen Kunstwerken umgesetzt.

Das MA-Studium befähigt die Studierenden zunächst auf der Grundlage einer fundierten technologischen und materiellen Analyse sowie einer methodisch-wissenschaftlichen Auseinandersetzung eigenständige Untersuchungen und Konzepte zu erarbeiten und zunehmend selbständig und eigenverantwortlich Konservierungs- und Restaurierungsprojekte an Gemälden und gefassten Skulpturen durchzuführen. Die praktische Umsetzung der weitgehend selbständig erarbeiteten Konservierungs- und Restaurierungskonzepte bildet einen wichtigen Schwerpunkt im MA-Studium. Darüber hinaus ermöglichen spezielle Lehrveranstaltungen, die Interessen der Studierenden zu erweitern. Gerade diese Möglichkeit einer Spezialisierung bildet ein besonderes Profil dieses Studiengangs. So ist es beispielsweise im MA-Studium durchaus möglich, sich auf Grundlage einer soliden Ausbildung im Bereich der klassischen Gemälde- und Skulpturenrestaurierung der besonderen Problematik der Erhaltung moderner und zeitgenössischer Kunst zuzuwenden.

Im 10. Semester wird mit einer Masterarbeit abgeschlossen, in der restauratorische, kunsttechnologische, verfahrenstechnische oder naturwissenschaftliche Fragestellungen selbständig zu bearbeiten und zu lösen sind. Die Promotion bietet den MA-Absolventinnen und -absolventen die Möglichkeit zur Vertiefung von kunsttechnologischer und konservierungstechnischer Forschung.

Im Studium ergänzt sich die Übung von praktischen Techniken und Methoden mit der theoretisch-wissenschaftlichen Auseinandersetzung, die Themen der Prävention, der Konservierung und Restaurierung wie auch grundsätzliche Fragen des materiellen Umgangs mit Kulturgut in einer gesellschaftlichen Perspektive umfasst. Das Studium bereitet auf eine professionelle Ausübung des Berufs vor und nimmt durch seine fachliche Ausrichtung zugleich Einfluss auf das Berufsbild und seine künftige Positionierung. Das geht mit einer ständigen Schärfung des Profils und der Entwicklung innovativer Ansätze einher.

Kompetente Restaurierung setzt das Wissen um die materielle Zusammensetzung der Objekte und um ihre Alterungsprozesse einerseits und das Verständnis der kulturellen Bedeutung der Objekte andererseits voraus. Daher bietet das interdisziplinär ausgerichtete Studienangebot der Restaurierungsstudiengänge zusammen mit dem Labor für Archäometrie vielfältige Möglichkeiten, Materialien und Schädigungen von Objekten zu untersuchen, Restaurierungsmethoden zu testen und restauratorische Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen. Kunstgeschichte und andere geisteswissenschaftliche Disziplinen – von der Archäologie über die Archivkunde bis hin zur Denkmalpflege – sowie die Fachbereiche Architektur, Kunst und Design mit ihren spezifischen Lehrangeboten und profilprägenden Werkstätten ergänzen das Lehrangebot.

Labor für Archäometrie und Konservierungswissenschaften (für alle BA/MA–Studiengänge der Konservierung und Restaurierung an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart)

Das Labor ist aus den »Lehr- und Versuchswerkstätten« des frühen 20. Jahrhunderts hervorgegangen, deren Selbstverständnis als kreativem Ort der freien Forschung und der individuellen Lehre es bis heute verkörpert. Dabei steht das künstlerische Werk aller Epochen und Kulturen in seinem Entstehen, seiner kulturellen Bedeutung, seiner kunstwissenschaftlichen Erforschung und seiner materiellen Erhaltung im Mittelpunkt.

Die naturwissenschaftlichen Inhalte und analytischen Techniken werden in grundlegenden Seminaren, Praktika und Vorlesungen, vornehmlich aber in der gemeinsamen Arbeit mit Studierenden anhand der sich aus den Restaurierungsprojekten ergebenden Problemstellungen vermittelt. Durch die hervorragende technische Ausstattung des Labors, unter anderem mit einem Rasterelektronenmikroskop, einem Ramanmikroskop und einem Infrarotspektrometer, können Fragestellungen zu Materialien und deren Umwandlungsprodukten aus allen Bereichen bearbeitet werden. Eine besondere Bedeutung kommt bei den Untersuchungen auch dem Verständnis historischer kunsttechnischer Quellenschriften und der praktischen Nachstellung der Rezepte zu. Durch international vernetzte, interdisziplinäre Großprojekte werden im Labor für Archäometrie und Konservierungswissenschaften grundlegende Forschungsfragen der Kunsttechnologie und der Konservierungswissenschaften angegangen, etwa zur Maltechnik von Ernst Ludwig Kirchner, zur Materialgeschichte und Konservierung historischer Verchromungen oder zur dreidimensionalen Visualisierung submikroskopischer Transportschäden an Gemälden.

Lehrangebot in Kunsttheorie, Ästhetik und Kunstgeschichte

Neben der künstlerischen Arbeit bildet die wissenschaftliche Lehre einen Schwerpunkt der Ausbildung. Das vielfältige Angebot an kunstwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen steht den Studierenden aller Fachrichtungen offen. Über die Grenzen der einzelnen Studienbereiche hinweg sind sie übergreifenden wissenschaftlichen Fragestellungen gewidmet. Die Formen und Methoden der kunstwissenschaftlichen Lehre entsprechen weitgehend denen der Universitäten. Entsprechend den jeweiligen Studien- und Prüfungsordnungen werden die Inhalte vor allem in Vorlesungen, Seminaren und Übungen vermittelt. Zum Programm gehören zudem Lehrveranstaltungen, in denen das Kuratieren von Ausstellungen oder Verfassen von Katalogbeiträgen eingeübt wird. Darüber hinaus unterstützt die Hochschule Initiativen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene zur Förderung des Diskurses in Fragen der Kunst und der Ästhetik mit Ausstellungen und wissenschaftlichen Beiträgen in Form von Workshops, Kongressen und Publikationen. Die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart hat das Promotionsrecht auf dem Gebiet der Architektur (mit dem akademischen Grad Doktor-Ingenieur), auf den Gebieten der Kunstwissenschaften – Restaurierung und der Kunstpädagogik (mit dem akademischen Grad Doktor der Philosophie).

Zulassungsvoraussetzungen:

Allgemeine Hochschulreife (keine Fachhochschulreife), Berufstätige ohne allgemeine Hochschulreife wenden sich bitte an die Abteilung für Studien- und Prüfungsangelegenheiten; zwölfmonatiges Praktikum vor Beginn des Studiums in der Fachrichtung Gemälde und gefasste Skulpturen; Verfahren siehe Bewerbungsablauf. Das Zulassungsverfahren findet einmal jährlich zum Wintersemester statt.

Bewerbung, Termine, Kontakt

Bewerbung
Eine Bewerbung muss direkt an die Akademie gerichtet werden und ist nur für einen Studiengang möglich. Die Kunsthochschule hat keinen Numerus Clausus (NC), kein Losverfahren und keine Warteliste.

Bewerbungsablauf

  • Bewerbungsunterlagen zusammenstellen
  • Ausfüllen des Online-Formulars
  • Ausdrucken und Unterschreiben des Online-Formulars
  • Beifügen der notwendigen Dokumente
  • Absenden der Unterlagen an:

Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
Studierendensekretariat
Am Weißenhof 1
70191 Stuttgart

Die Zulassung zu einem Studium erfolgt zusätzlich über eine Eignungsprüfung mit Klausur und mündlicher Prüfung.

Informieren Sie sich über die Bewerbungsmodalitäten aktuell auf der Homepage unter Bewerbung › Bewerbungsmodalitäten.

Darüber hinaus steht Ihnen die Abteilung für Studien- und Prüfungsangelegenheiten bei der Beratung zu allgemeinen Fragen des Studiums wie z. B. Bewerbungs- und Aufnahmeverfahren zur Verfügung.

Abteilung für Studien- und Prüfungsangelegenheiten
Rita Afani
T +49 (0)711 28440-107
rita.afani@no-spamabk-stuttgart.de

Philipp Rummel
T +49 (0)711 28440-106
philipp.rummel@no-spamabk-stuttgart.de

Bewerbungstermine

Studienbeginn BA: jährlich zum Wintersemester
Die aktuellen Termine entnehmen Sie bitte der Homepage >
Studienbeginn MA: jährlich zum Wintersemester
Die aktuellen Termine entnehmen Sie bitte der Homepage >

Kontakt:

Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
Am Weißenhof 1
70191 Stuttgart
T +49 (0)711 28440-0
info@no-spamabk-stuttgart.de
facebook >

Weitere Informationen zum Studiengang erhalten Sie auf der Webseite der Akademie.
Zur Webseite >

 

 

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