Merkzettel 00 Studiengänge 00 Studienorte Zettel ansehen
1997 - 2017
studieren.de
© xStudy SE
© HS für Bildende Künste Dresden
© HS für Bildende Künste Dresden
© HS für Bildende Künste Dresden

Der Diplomstudiengang Bühnen- und Kostümbild an der Hochschule für Bildende Künste Dresden vereint die Ausbildung zum Bühnen- und Kostümbildner in einem Studiengang.

Literarische und musikalische Vorlagen werden konzeptuell und gestalterisch bearbeitet. Die kritische Hinterfragung des Stoffes steht im Vordergrund. Die diskursive Öffnung gegenüber gesellschaftstheoretischen Fragestellungen spielt dabei eine entscheidende Rolle. Ziel ist es, einen eigenen ästhetischen Standpunkt zu entwickeln und diesen auch verteidigen zu können.

Das Studium in Dresden ist durch die Nähe zur Theaterpraxis gekennzeichnet. Bereits während des Studiums bietet sich die Möglichkeit, Entwurf und Umsetzung im Rahmen von Projekten arbeitsteilig durchzuspielen.

Wesentlicher Bestandteil des Studiums ist die Vermittlung von handwerklichen Kompetenzen sowie künstlerischen Arbeitstechniken und die Umsetzung eines Themas in eine szenische Raum- und Figurenkonzeption. Eines der wichtigsten Instrumente ist die Arbeit am Modell. Darüber hinaus werden Ideen werden in Form von Zeichnungen, Storyboards, Plänen, Fotografien und Filmen entwickelt und dargestellt.

Das Studium ist eine Zeit des künstlerischen Experimentierens, der Recherche und der Sensibilisierung gegenüber dem Spektrum historischer und zeitgenössischer Kommunikationsweisen, Erzählformen und Lebenswelten.

Bühnen- und Kostümbildner müssen über eine konzeptuelle Erarbeitung hinaus in der Lage sein, auf konkrete Realitäten und Orte schnell und produktiv zu reagieren. Zeitliche und architektonische Räume schaffen klare gestalterische Begrenzungen, gleichermaßen können Kostüme nicht ohne ihre Träger gedacht werden. Der Weg bis zu einer Theateraufführung und die Aufführung selbst sind ein kollektiver Prozess. Die Befähigung zum gemeinsamen Arbeiten, zur Kommunikation und Diskussion ist eine Qualität, die im Rahmen der Hochschul- und Projektarbeit erprobt werden kann.

Theaterarbeit ist prozesshaft und gegenwärtig um den Preis der Flüchtigkeit jeder Aufführung.

In der sächsischen Landehauptstadt sorgen 6 Universitäten und Hochschulen für Diversität. Bezahlbarer Wohnraum, interessantes Stadtteilleben und ein Kulturangebot von erstklassiger Qualität und internationaler Ausstrahlung bilden ein reizvolles Studienumfeld.

An der Hochschule für Bildende Künste Dresden studieren knapp 650 Studierende in den Studiengängen Bildende Kunst, Kunsttechnologie, Konservierung und Restaurierung von Kunst- und Kulturgut, Bühnen- und Kostümbild, Theaterausstattung sowie im Aufbaustudiengang KunstTherapie.

Die Lehre findet in großzügigen Ateliers, Werkstätten und Seminarräumen an drei Standorten statt. Die Gebäude auf der Brühlschen Terrasse, der Güntzstraße und der Pfotenhauerstraße wurden umfangreich saniert und Einrichtungen etabliert, die hervorragende Studienbedingungen bieten. Dazu gehören u.a. das Labortheater, ein hochmodern sowie praxisnah ausgestatteter Bühnenversuchsraum und das Oktogon, ein außergewöhnlicher Ausstellungsort für zeitgenössische künstlerische Forschung und Präsentation.

1764 als „Haupt-Kunstakademie“ gegründet, ist die Dresdner Akademie eine der ältesten Kunstakademien in Europa. Karl von Appen, der Chefbühnenbildner am Berliner Ensemble war und bis zu dessen Tod mit Bertolt Brecht zusammenarbeitete, gründete 1947 eine Klasse für Bühnenbild. 1950 wurde an der Hochschule der Studiengang Bühnen- und Kostümbild eingerichtet.

Studieninhalte

Im ersten vier Semester umfassenden Studienabschnitt werden elementare Form-, Farb-, Raum- und Lichtstudien im Natur- und  Kunstraum untersucht. Das Erfassen der menschlichen Figur und seiner gestalteten Ausformulierung sind damit elementar assoziiert. Zeichnerische und malerische Ausdrucksmöglichkeiten und kompositorische Fragen werden grundlegend auf der Fläche und im Modell erarbeitet. Räumliche Übungen mit Objekten im Theaterlabor unter Einbeziehung von Licht werden erprobt. Begleitet wird das Grundstudium durch Aktzeichnen, künstlerische Anatomie, Architekturgrundlagen, Schriftgestaltung und Einführung in virtuelle Grundtechniken sowie Seminare und Vorlesungen in Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie.

Im fachspezifischen Grundlagenstudium richtet sich der Fokus auf das szenische Gestalten von Raum und Körper. Die Wahrnehmung des Alltags und das Studium der Kunst-, Theater- und Kostümgeschichte ermöglichen die nötige Kenntnis und bilden die Inspiration zur Recherche und Übersetzung gegebener Inhalte. Dramatische Werke, Kurzgeschichten und genau definierte Themen bilden die Basis zur Erarbeitung von Raumkonzeptionen, Charakterstudien, Szenischen Skizzen, Kostümentwürfen, Modellen, Materialproben und Werkstattzeichnungen. Die handwerkliche Arbeit wird unterstützt durch Theatertechnik, Technisches Zeichnen und CAD-Kurse und das Arbeiten mit Video und Lichtdesign.

Die erfolgreich bestandene Vordiplomsprüfung berechtigt zur Aufnahme des zweiten Studienabschnittes. Jetzt erlernen die Studierenden den Weg zu einer selbstständigen Entwurfsarbeit im Bereich Bühnen- und Kostümbild. Raum und Figur werden, auf der Basis sprech- und musiktheatralischer bzw. freier Themen, bildnerisch gestaltet (Semesterthemen). Die einzelnen Schritte entsprechen dabei einer praxisorientierten Vorgehensweise. Anhand der Entwürfe werden einmal im Semester im hochschuleigenen Labortheater Bauproben realisiert. Neben der Gruppenarbeit sind Einzelkonsultationen ein wichtiger Bestandteil dieses Studienabschnitts. 

Die künstlerischen Aktivitäten im diesem Studienabschnitt werden von theoretischen Lehrveranstaltungen flankiert: Theaterwissenschaft, Produktionsdramaturgie, Philosophie, Kunstgeschichte und Medienwissenschaft. Dieses Lehrprogramm wird ergänzt durch Präsentationen und Gastvorträge geladener Wissenschaftler und Künstlerpersönlichkeiten. Das technisch exzellent ausgestattete hochschuleigene Labortheater bietet die Möglichkeit für die Durchführung eigener Projekte.

Das Studium schließt im fünften Jahr nach der zweisemestrigen Diplomphase mit einer fachpraktischen Arbeit, in der Gestaltungskonzeptionen für die fiktive oder praktische Inszenierung von zwei Werken des Musik-, Sprech- oder Tanztheaters oder medial verwandter Projekte erarbeitet werden, sowie einem  Kolloquium ab. Hinzu kommt eine schriftliche Diplomarbeit zu einem theaterwissenschaftlichen Thema, das entweder aus einer intensiven analytischen Beschäftigung mit der fachpraktischen Arbeit entspringt, oder frei gewählt ist.

Angeboten werden Exkursionen sowie Kooperationen unterschiedlicher Art, z.B. die so genannten „Werkstattwochen“ mit Studierenden der Regieklasse der Bayerischen Theaterakademie oder Inszenierungen in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden. Regelmäßige Kooperationen mit anderen Hochschulen und Theatern bauen weitere Brücken in die Welt der beruflichen Zukunft nach dem Studium.

Es besteht zudem die Möglichkeit, mit einem Erasmus-Stipendium an einer Hochschule im Ausland studieren: Institut del Teatre, Barcelona (Spanien), Akademi for Szenekunst, Fredrikstad (Norwegen), Ecole Nationale Supérieure des arts décoratifs ENSAD, Paris (France), Divadelni faculta DAMU, Prag (Tschechien), Accademia di Belle Arti, Rom (Italien).  

Infos zur Bewerbung

Zunächst ist eine Mappe für die Bewerbung zur Eignungsprüfung einzureichen:

Bewerbungszeitraum: 1. Oktober bis 15. Januar

1. Die Mappe

Circa 25 eigene künstlerische Arbeiten: Zeichnungen, Grafik, Malerei, Skizzenbücher, Fotografien, in besonderen Fällen auch Videos.

2. Die Bewerbungsunterlagen

Zusätzlich müssen - getrennt von der Mappe - postalisch die Bewerbungsunterlagen an die Hochschuladresse geschickt oder persönlich abgegeben werden.

3. Vorauswahl

Die eingereichten Mappen werden einer Vorauswahl unterzogen. Die von der Zulassungskommission der Studienrichtung ausgewählten Bewerber werden zu einer mehrtägigen Eignungsprüfung an der Hochschule für Bildende Künste eingeladen.

4. Die Eignungsprüfung

Der Termin für die Eignungsprüfung liegt einmal jährlich in den Monaten Februar bis April und umfasst einen künstlerisch-praktischen Teil mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen und ein fachbezogenes Gespräch.

Die Entscheidung für die Zulassung trifft die Zulassungskommission des Studiengangs.

5. Zulassung

Nach bestandener Eignungsprüfung erhalten die Studienbewerber die Zulassung der Hochschule für Bildende Künste Dresden, in der Regel für das auf die Bewerbung folgende Wintersemester.

Bei nicht bestandener Eignungsprüfung kann sich der Studienbewerber zum nächsten Termin erneut bewerben.

Für die Zulassung zum Studium Bühnen- und Kostümbild gelten im Einzelnen folgende Bedingungen:

  • Nachweis der allgemeinen Hochschulreife
  • Nachweis über ein sechsmonatiges studienbezogenes Vorpraktikum
  • Nachweis der bestandenen Eignungsprüfung

Detaillierte und damit verbindliche Informationen zur Bewerbung für ein Studium  Bühnen- und Kostümbild sowie die komplette Anschrift finden Sie hier > .
Ebenfalls im Internet finden Sie das Studienprogramm mit den Modulinhalten der einzelnen Studienjahre und Fachrichtungen.

Kontakt

Hochschule für Bildende Künste Dresden
Fachhochschulstudiengang Theaterausstattung - Fakultät II
Güntzstraße 34 / 01307 Dresden

Ansprechpartnerin: Rosemarie Dethloff
Telefon: +49(0)351 – 44 02 – 2140 / Fax: +49(0)351 – 44 02 – 2151
Email: dethloff@no-spamserv1.hfbk-dresden.de

Weitere Informationen zum Studiengang finden Sie auf der Webseite der Hochschule.
Zur Webseite >

 

 

Studienprofil-252-684

 

Abitur, Studium, Beruf?


Ideenfächer® 2017
Wertvolle Impulse zur
Berufs- und Studienwahl
als bunter Ideengeber.