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Allgemeine Informationen

Konflikte sind allgegenwärtig innerhalb von Organisationen und zwischen ihnen. Sie binden psychosoziale und monetäre Ressourcen, die Motivation schwindet, die Arbeitsqualität leidet und Fehlzeiten nehmen zu. Auseinandersetzungen zwischen Organisationen können enorme Kosten zur Folge haben, vielfach werden über lange Zeit gewachsene Geschäftsbeziehungen zerstört. Juristische Lösungssuche kann mit hohen Kosten und Spätfolgen verbunden sein.

Systemische Organisationsmediation sieht soziale Spannungen und Konflikte als Ausdruck von Unstimmigkeiten in der Organisation. Die Suche nach Konfliktlösungen geschieht zwar mit den Personen und in der Auseinandersetzung mit ihren persönlichen Sichtweisen, Gefühlen und Bedürfnissen, aber bei der Suche nach Lösungen ist der organisationale Kontext und die Auflösung von eingefahrenen Kommunikationsmustern wichtig. Es geht um Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster, um Rollen, Rollenarrangements und systemische Teufelskreise. Die Klärung der gegenseitigen Erwartungen führt zu Veränderung der Funktionen und Abläufe innerhalb der Organisation.

Zielgruppe

Sie sind Führungskraft, Personalverantwortliche/r oder verantwortlich für Change-Prozesse in Ihrer Organisation und suchen auf der Basis Ihrer Berufserfahrung nach einer Qualifizierung, um den Umgang mit Spannungen und Konflikten zu professionalisieren?

Sie sind ausgebildet in Mediation, Organisationsberatung und systemischer Beratung, Supervision oder Coaching und möchten Ihr Profil in Richtung Organisations- und Wirtschaftsmediation schärfen?

Der neu geschaffene Masterstudiengang richtet sich an qualifizierte PraktikerInnen, die Interesse daran haben, sich fundiert in ihren theoretischen und praktischen Kompetenzen weiterzuentwickeln.

Der Studiengang zielt auf folgende Fertigkeiten:

  • Moderation von spannungsreichen Verhandlungs- und Entscheidungsprozessen
  • Konflikt-Coaching mit einer Person
  • Mediation zwischen Einzelpersonen
  • Mediation in Teams
  • Bearbeitung von komplexen Organisationskonflikten, z.B. in Change-Prozessen
  • Mediation zwischen Teams oder Abteilungen, mit mehreren Parteien oder in komplexen Netzwerken

Dabei geht es um den Erwerb bzw. die Weiterentwicklung unterschiedlicher Kompetenzen:

Fachliche Kompetenzen: Systemtheoretisches Verständnis von Organisationen und von Konflikten in Organisationen, Grundlagenkenntnisse der Organisationsentwicklung und des Konfliktmanagements

Handlungskompetenzen: Kommunikations- und Beratungsfähigkeiten, um den Mediationsprozess situationsadäquat zu gestalten, Anwendung von Strategien und Methoden für die Konfliktarbeit in Organisationen und zwischen Organisationen

Persönliche Kompetenzen: Mediative Grundhaltung, Kommunikations- und Konfliktfähigkeiten, emotionale und soziale Intelligenz, Rollen- und Methodenflexibilität, Umgang mit Emotionen und Bedürfnissen, Selbstwahrnehmung und Selbstreflexion, Awareness und Präsenz

Wissenschaftliche Kompetenzen: Einsatz von sozialwissenschaftlichen Analysemethoden, Verständnis von psychologischen und gruppendynamischen Theorien und Prozessen, Anwendung von systemtheoretischem Denken, selbstreflexiver Umgang mit dem eigenen Denken und Tun.

Praxisbezug

Konfliktbearbeitung spielt in wirtschaftlichen Kontexten eine zunehmende Rolle. Konflikte sind allgegenwärtig innerhalb von Organisationen und zwischen ihnen.

Konflikte im Arbeitsleben binden psychosoziale und monetäre Ressourcen. Die Motivation schwindet, die Arbeitsqualität leidet und Fehlzeiten nehmen zu, wenn sich Konflikte innerhalb von Arbeitsgruppen, zwischen Führungskräften und Mitarbeitern oder zwischen Teams und Abteilungen ausbreiten.

Auseinandersetzungen zwischen Organisationen, z.B. zwischen Hersteller und Zulieferer oder Produzent und Kunden können enorme Kosten zur Folge haben, vielfach werden auch über lange Zeit gewachsene Geschäftsbeziehungen zerstört. Eine Lösungssuche vor Gericht beseitigt die Konflikte selten, sie erzeugt meist Gewinner und Verlierer und ist oft mit hohen Kosten und Spätfolgen verbunden.

Organisations- und Wirtschaftsmediation bietet erprobte Wege, wie Streitparteien bei der Erarbeitung gemeinsamer win-win-Lösungen unterstützt werden.

Abschluss

Master of Arts in Systemischer Organisations- und Wirtschaftsmediation (M.A.)

Format und Dauer

  • Berufsbegleitend
  • 4 Semester
  • 3 Module á 3 Lehrveranstaltungen plus Masterarbeit
  • Pro Lehrveranstaltung 3 Tage Präsenz
  • Kontinuierliche Begleitung durch die fachliche Leitung des Masters
  • Teilnehmerzahl: max 30 Personen
  • 2 Zusatz-Workshops zur Verbandszertifizierung
  • Studienstart immer zum Wintersemseter

Kosten

580,- EUR pro Monat; Gesamtsumme: 14.000,- EUR

Kooperationen und Netzwerkpartner

  • Trigon Entwicklungsberatung
  • Systemische Gesellschaft (SG)
  • Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF)

Flyer (PDF) >

Studiengangsbroschüre (PDF) >

Kontakt

Universität Witten/Herdecke
Zentrum für Fort- und Weiterbildung
Frau Marie Brämer
Alfred-Herrhausen-Straße 44
58448 Witten

Telefon: 02302/926-768
Email: professional.campus@no-spamuni-wh.de
Web: www.professional-campus.de

Weitere Infos zum Studiengang finden Sie auf der Website der Universität.
Zur Website >

 

 

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