In der Studienrichtung Hilfen zur Erziehung werden grundlegende psychologische, pädagogische, soziologische, rechtliche, psychiatrische, medizinische und ethische Fragen von Erziehungshilfen behandelt. Die häufig zu beobachteten Lernbeeinträchtigungen und Verhaltensprobleme von Kindern und Jugendlichen in den verschiedenen Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe sowie deren Eltern bedürfen in vielfacher Hinsicht professioneller Förderung in den verschiedenen Lebenslagen.
Die Nachfrage nach sozialpädagogischen, psychotherapeutischen und heilpädagogischen Angeboten wächst stetig. Um künftigen Qualifikationsanforderungen gerecht zu werden, bietet die Staatliche Studienakademie Breitenbrunn in enger Zusammenarbeit mit den Praxispartnern ein spezielles Wissenskompendium an, dass es den Studierenden ermöglicht, den Herausforderungen der gegenwärtigen Zeit und den daraus resultierenden Problemlagen im familiären Umfeld gerecht zu werden.
Zu den Praxispartnern der Studienrichtung Hilfen zur Erziehung gehören ambulante, stationäre sowie teilstationäre Einrichtungen der Jugendhilfe, deren Träger und Verbände – also Einrichtungen in freier oder öffentlicher Trägerschaft –, heilpädagogische und sozialpädagogische Tagesgruppen, die sozialpädagogische Familienhilfe und die stationäre Jugendhilfe (Wohngruppen, Betreutes Jugendwohnen, Heime usw.)
Die potentiellen Studierenden bewerben sich in den Einrichtungen, er halten ihren konkreten Vertrag für das duale Studium (Studienvertrag) und absolvieren dort die sechs berufspraktischen Studienabschnitte.
Kurzinfo
180 ECTS-Credits
Studiendauer: 6 Semester
Studienbeginn: Wintersemester, 01. Oktober
Studierende dieser Studienrichtung erwerben neben dem Grundlagen wissen der Bereiche Soziale Arbeit, Psychologie und Soziologie auch Kenntnisse und Kompetenzen in Erziehung, Beratung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen in der ambulanten und stationären Jugendhilfe. Insbesondere wird der Umgang mit Lernbeeinträchtigungen und Verhaltensstörungen psychiatrischen Krankheitsbildern, heilpädagogischen und psychotherapeutischen Handlungsansätzen sowie mit den gesetzlichen Regelungen zur Sicherung des Kindeswohls vermittelt.
Durch das generalistisch angelegte Studium der Sozialen Arbeit wird zu gleich die Qualifikation erworben, auch in allen anderen Bereichen der Sozialen Arbeit tätig zu sein.
Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums sind Sie insbesondere für das weite Feld der Kinder- und Jugendhilfe ausgebildet. Als konkrete Einsatzbereiche kommen z. B. Abteilungsleitungspositionen im mittleren Management infrage, Aufgaben in der Qualitäts- oder Organisationsentwicklung, als qualifizierte Fachkraft sowie in Leitungs- und Vernetzungsfunktionen in der Kinder- und Jugendhilfe oder in diversen Beratungsstellen.
Interessante berufliche Perspektiven werden sich künftig auch in Hinblick auf Schnittstellenmodellierung und Kooperationsmanagement ergeben.














