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© Päd. HS Freiburg
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In den letzten Jahren ist ein Anstieg der wissenschaftlichen Forschung im Bereich der Lehr- Lern-Forschung und der Bildungsforschung zu verzeichnen (Zunahme von Forschungsförderprogrammen, Forschungsinstituten, Forschungsverbünden, Forschungsprojekten, Bildungsstudien, wissenschaftlichen Publikationen). Neue Disziplinen wie Bildungswissenschaften oder Bildungspsychologie haben sich gebildet.

Gegenstand empirischer Untersuchungen sind z. B. die Messung und Modellierung von Kompetenzen sowohl von Lernenden als auch von Lehrenden. Kompetenzentwicklung und Kompetenzförderung mit Hilfe von diagnosegestützten, differenzierten und adaptiven Lehr-Lern-Interaktionen und -Kontexten ist ein weiterer wichtiger Forschungsgegenstand.

Mit der Zunahme von Forschungsaktivitäten und der Zunahme an Forschungseinrichtungen ist auch ein steigender Bedarf an hierfür ausgebildeten Wissenschaftler/inne/n zu verzeichnen.

Individualisierte, d. h. passgenau auf das Individuum abgestimmte Bildungsprozesse sind ein zentraler Bestandteil der frühen Bildung, der schulischen Bildung und der außerschulischen sowie der beruflichen Bildung. Ausgehend von einer bedarfsorientierten Feststellung und Diagnose des Bildungsbedarfs werden Entwicklungs-, Bildungs- und Schulungsmaßnahmen konzipiert, deren Umsetzung begleitet und ihre Wirkung evaluiert.

Dieser Trend der Individualisierung von Bildungsprozessen, der sich über unterschiedliche Bildungsinstitutionen hinweg erkennen lässt, schlägt sich auch in der Suche nach entsprechend qualifizierten Mitarbeiter/inne/n nieder.

Qualitätsentwicklung und Evaluation sind selbstverständliche Bestandteile der Arbeit von Bildungseinrichtungen geworden. Der Bedarf an speziell für Evaluation und Qualitätsentwicklung von Bildungsprozessen qualifizierten Wissenschaftler/inne/n steigt weiter an.

Im forschungsorientierten Master Bildungspsychologie werden diese Entwicklungen in der Bildungsforschung und Bildungsbegleitung aufgegriffen.

Die Bildungspsychologie beschäftigt sich aus einer psychologischen Perspektive mit individuellen Bildungsprozessen und mit den Bedingungen und Maßnahmen, die diese Bildungsprozesse beeinflussen.

Im Studium soll theoretisch-konzeptuelles Wissen über Bedingungen von Bildungs- und Lernprozessen (kognitive, motivationale, entwicklungsbezogene und soziale Bedingungen) und forschungsmethodische Expertise (empirische Forschungsmethoden, Diagnostik, Evaluation und Qualitätsentwicklung) erworben werden. Das theoretisch-konzeptuelle Wissen und die forschungsmethodische Expertise sollen dann in der Begleitung und Analyse von Bildungsprozessen handelnd umgesetzt werden (Konzeption, Gestaltung, Implementation, Evaluation und Optimierung von Bildungsprozessen).

Berufsfelder

Der Studiengang vermittelt Kompetenzen für die folgenden Berufsfelder:

  • die Erforschung individualisierter Bildungsprozesse an Hochschulen oder Forschungsinstitutionen
  • die wissenschaftlich fundierte Konzeption, Planung, Durchführung, Evaluation und Qualitätsentwicklung von Bildungsprozessen
  • die Unterstützung von und Begleitung bei Bildungsprozessen
  • Lehrtätigkeiten in der Psychologie

Didaktisches Konzept

Die inhaltliche und methodische Gestaltung des Studiums ist an den Ergebnissen von Lehr-Lernpsychologie und Bildungspsychologie orientiert. Im Studium werden berufsfeldspezifische Prozesse abgebildet, die Modellcharakter für die späteren Tätigkeiten haben. Theoretische und methodische Kenntnisse werden in handlungsorientierten Projekten miteinander verknüpft. Die Studierenden werden bei den Prozessen systematisch angeleitet und begleitet. Umgekehrt sollen Lernarrangements während des Studiums etabliert werden, die dann Modellcharakter für Lernarrangements im späteren Berufsfeld haben. Durch die Kooperation mit Forschungs- und Bildungseinrichtungen sollen schon während des Studiums berufliche Netzwerke geknüpft werden.

Aufbau des Studiums

Im ersten Semester werden inhaltliche und methodische Kenntnisse der Bildungspsychologie erworben. Im handlungsorientierten Modul des ersten Semesters werden die inhaltlichen und methodischen Kenntnisse bei der Erarbeitung des aktuellen Forschungsstandes in einem berufsfeldspezifischen Bereich erweitert und vertieft.

Im zweiten Semester wird ein Forschungs- oder Bildungsprojekt durchgeführt, das aus dem angestrebten Berufsfeld stammt und im Rahmen des Projekts erste Kontakte zu Einrichtungen des Berufsfeldes ermöglicht. Grundlagen hierfür sind u. a. die anwendungsbezogenen inhaltlichen und methodischen Kenntnisse der Bildungspsychologie (Konzeption, Gestaltung, Implementation, Evaluation und Optimierung von Bildungsprozessen).

Im dritten Semester absolvieren die Studierenden ein Praktikum in einer Forschungseinrichtung (Bildungsforschung) oder Bildungseinrichtung (Bildungsbegleitung) und erwerben weitere berufsfeldspezifische Kenntnisse. Die Studierenden sind hier in Forschungs- oder Bildungsprojekte des Berufsfeldes eingebunden. Die inhaltlichen und methodischen Kompetenzen werden mit Projekt- und Prozesskompetenzen verbunden. Die Strukturierung des Studiums ermöglicht es den Studierenden, das gesamte dritte Semester mit Praktikum und Studium im Ausland zu verbringen.

Im Mittelpunkt des vierten Semesters steht die Master-Arbeit, die mit einem eigenen Forschungsvorhaben an das Forschungspraktikum anknüpfen kann. Die Master-Arbeit wird in einer mündlichen Abschlussprüfung präsentiert und verteidigt.

Die Pädagogische Hochschule Freiburg

Das wesentliche Profilmerkmal der Pädagogischen Hochschule als bildungswissenschaftlicher Hochschule ist die forschungsorientierte und forschungsgestützte Betrachtung von Bildungsprozessen in der gesamten Lebensspanne (vorschulische Bildung, schulische Bildung, außerschulische und Erwachsenenbildung). Personell und strukturell vereint die Pädagogische Hochschule eine hohe Forschungsorientierung bei gleichzeitiger Anwendungsorientierung.

Zielgruppe und Organisation

Der Masterstudiengang Bildungspsychologie richtet sich an Absolvent/inn/en von Bachelor-Studiengängen in Psychologie, Kognitionswissenschaft, Früher Bildung, Erziehungswissenschaft und anderer vergleichbarer Studiengänge.

30 Studienplätze können immer zum Wintersemester vergeben werden. Bewerbungen sind bis zum 15. Juli an die Pädagogische Hochschule Freiburg zu richten.

Kontakt

Pädagogische Hochschule Freiburg
Kunzenweg 21
79117 Freiburg

Pädagogische Hochschule Freiburg, Institut für Psychologie
Prof. Dr. Christoph Mischo & Dipl. Psych. Sabine Peucker
peucker@no-spamph-freiburg.de

Weitere Informationen zum Studiengang erhalten Sie auf der Webseite der Hochschule.
Zur Webseite >


 

 

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