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Buchbesprechung

Tabea Mußgnug:
Nächstes Semester wird alles anders....Zwischen Uni und Leben!
S. FISCHER Verlag
Frankfurt am Main
ISBN: 978-3-596-03393-5
Preis EURO 9,99   

Nächstes Semester wird alles anders... Zwischen Uni und Leben!

Die Studienzeit ist etwas ganz Besonderes – das Gleiche gilt für die Phase davor und danach. Tabea Mußgnug hat ein Buch darüber geschrieben. In "Nächstes Semester wird alles anders…" finden sich vor allem (aber nicht nur) Studierende der Geisteswissenschaften wieder.

Die Schule ist vorbei, doch wie geht es nun weiter? Wie viele andere auch, hat Tabea Mußgnug das studiert, was sie interessiert. Sie immatrikulierte sich an der Uni Heidelberg für Kunstgeschichte, ohne genau zu wissen, wie sie ihr Studium nach dem Abschluss „zu Geld machen" kann. Das Studium machte Spaß, doch die Fragen der anderen nach der Zukunft verunsicherten und setzten sie unter Druck. Eine Erfahrung, die alle Geisteswissenschaftler kennen.

Der Umgang mit den Unterhaltungen über das, was nach dem Studium kommt, ist bei weitem nicht die einzige Anekdoten, welche die Autorin in ihrem Buch humorvoll und selbstironisch verewigt hat. Es gibt Kapitel über alle Themen, die das Studium betreffen: von Scheine abholen über Auslandssemester bis hin zum WG-Leben.

Hier ein paar Auszüge:

Formalismus an der Hochschule:  "Die Uni ist voller Formalitäten. Das beginnt mit der Immatrikulation, dem ersten Formular, das man in seinem Uni-Leben ausfüllt, und endet mit der Exmatrikulation, und dazwischen liegen viele, viele, viele Unterschriften und beglaubigte Zeugnisse."

Kommilitone: "Das Wort Kommilitone kommt vom lateinischen Wort „commilitio", das ist der Waffenbruder. Kommilitionen, also die Menschen, mit denen man studiert, sind aber noch viel mehr als das. Freunde, Nervensägen, Lichtstrahlen am Horizont einer langweiligen Vorlesung. Viele sieht man nur in einem einzigen Seminar für ein einziges Semester und dann nie wieder."

Lebenslauf: "Das Praktikum ist die Währung mit der man handelt, wenn man unter dreißig ist. Jeder macht welche, also kann man sich durch das bloße Vorhandensein im Lebenslauf nicht mehr abheben…"

Die Welchen-Sinn-hat-mein-Fach-Krise: "Diese Krise ist vor allem unter Geisteswissenschaftlern weit verbreitet, ausgelöst durch das gehäuft Hören der schlimmsten Frage, die man Studenten stellen kann: „Und was macht man dann damit?" Wenn ich jedes Mal, bei dem mir diese Frage gestellt wurde, einen Euro bekommen hätte, musste ich sie heute nicht mehr beantworten."

Jobsuche: "Viele denken man ist selber schuld, wenn man halt Kunstgeschichte studiert, aber seit ich einem Freund mit Einser-Master in BWL zugeguckt habe, wie er ein halbes Jahr nach der Uni immer noch keinen Job hatte, weiß ich, dass BWL auch nicht mehr der Heilige Gral der Goldene-Zukunfts-Studiengänge ist."

studieren.de-Wertung

Ein Buch für Geisteswissenschaftler und solche, die es werden wollen

, Redaktion
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