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Zahnmedizin (Staatsexamen – keine LP)

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Allgemeine Informationen

Studienabschluss Staatsexamen
Umfang keine LP
Regelstudienzeit 11 Semester
Studienbeginn Nur Wintersemester
Studienform Direktstudium, Vollzeitstudium
Hauptunterrichtssprache Deutsch
Studiengebühren keine
Zulassungsbeschränkung zulassungsbeschränkt (Hochschulstart-NC)
NC-Grenzwert (Hauptverfahren) 1,5
Grenzwert Wartesemester 12
Studieren ohne Hochschulreife nein
Fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen nein
Fakultät Medizinische Fakultät

Charakteristik und Ziele

Ziel der zahnärztlichen Ausbildung ist der Zahnarzt und die Zahnärztin, die wissenschaftlich und praktisch in der Zahnmedizin ausgebildet und zur eigenverantwortlichen und selbstständigen Ausübung der Zahnheilkunde, zur Weiterbildung und zu ständiger Fortbildung befähigt sind. Die Ausbildung soll grundlegende Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten in allen Fächern vermitteln, die für die zahnmedizinische Versorgung der Bevölkerung erforderlich sind.

Die zahnärztliche Ausbildung wird auf wissenschaftlicher Grundlage unter Berücksichtigung der Grundsätze einer evidenzbasierten Bewertung medizinischer und zahnmedizinischer Verfahren durchgeführt. Die praktische Ausbildung soll auch Gesichtspunkte zahnärztlicher Gesprächsführung sowie zahnärztlicher Qualitätssicherung beinhalten und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit anderen Zahnärzten und Zahnärztinnen und Ärzten und Ärztinnen sowie Angehörigen anderer Berufe des Gesundheitswesens fördern.

Darum Halle!

Die Wurzeln der Medizinischen Fakultät reichen bis in die 1502 in Wittenberg gegründete Universität, die „Leucorea“, zurück. Durch das Wirken von Valerius Cordus (1515-1544) und Johannes Jessenius (1566-1621) gehörte die Wittenberger Universität auf den Gebieten der Pathologie und Anatomie zu den führenden Lehranstalten.

Auch die Medizinische Fakultät der Universität Halle konnte bereits in der Gründungsphase mit Georg Ernst Stahl (1659-1734) und Friedrich Hoffmann (1660-1742) auf zwei Persönlichkeiten von europäischem Ruf verweisen. Deren Ansehen machte ein Medizinstudium in Halle bald so attraktiv, dass die junge Fakultät über höchste Absolventenquoten im deutschen Raum verfügte.

Dorothea Erxleben promovierte hier 1754 als erste Frau an einer deutschen Universität zum Doktor der Medizin.

Johann Juncker (1679-1759) bezog das 1706 in den Franckeschen Stiftungen errichtete Schülerkrankenhaus in die Studentenausbildung ein. Die dort praktizierte Ausbildung der Medizinstudenten war zu dieser Zeit für Deutschland einmalig.

Im Jahre 1878 begann man nordöstlich der Altstadt (heute Magdeburger Straße) mit der Errichtung eines nach damals modernsten Gesichtspunkten konzipierten Klinikums, das auch heute noch genutzt wird. Im Jahre 1971 wurde mit dem Bau eines weiteren Klinikums in Halle-Kröllwitz begonnen.

Die Medizinische Fakultät basiert im klinischen Bereich auf Zentren, die wiederum in Kliniken/Institute und Abteilungen unterteilt werden.

In den Studiengängen der Medizinischen Fakultät, Medizin, Zahnmedizin, Gesundheits- und Pflegewissenschaft B.Sc./ M.Sc sind derzeit ca. 2000 Studenten eingeschrieben.

Seit 2001 wird zudem der Aufbaustudiengang „Master of Biomedical Engineering“ gemeinsam mit der HS Anhalt angeboten.

Struktur des Studiums

Studienaufbau und -inhalt sind geregelt in der Approbationsordnung für Zahnärzte vom 26.01.1955 (BGBl. I S. 37), in der Fassung der Vierten Verordnung zur Änderung der Approbationsordnung für Zahnärzte vom 10.11.1999 (BGBl. I S. 2162).

Das Studium gliedert sich in einen vorklinischen (5 Semester)
und einen klinischen Abschnitt (5 Semester). Den Abschluss
des klinischen Abschnitts (nach 10 Semestern) bildet die
Zahnärztliche Prüfung.

Studienabschluss

Zahnärztliche Prüfung (Staatsexamen)

Studieninhalt

Erster Studienabschnitt: Vorklinisches Studium (1. bis 5. Semester)

Im vorklinischen Studium sind folgende Lehrveranstaltungen zu belegen:

Vorlesungen:

  • Zoologie oder Biologie (ein Semester)
  • Physik (zwei Semester)
  • Chemie (zwei Semester)
  • Entwicklungsgeschichte (ein Semester)
  • Histologie (ein Semester)
  • Physiologische Chemie (zwei Semester)
  • Physiologie (zwei Semester)
  • Werkstoffkunde (zwei Semester)
  • Anatomie (drei Semester)
  • Medizinische Terminologie (entsprechend gilt der Leistungsnachweis in Latein auf dem Reifezeugnis od. der Nachweis über das „Kleine Latinum")

Praktische Übungen (jeweils ein Semester):

  • Physikalisches Praktikum
  • Chemisches Praktikum
  • Kursus der technischen Propädeutik
  • Phantomkurs der Zahnersatzkunde I
  • Phantomkurs der Zahnersatzkunde II
  • anatomische Präparierübungen
  • mikroskopisch-anatomischer Kursus
  • physiologisches Praktikum
  • physiologisch-chemisches Praktikum

Die Naturwissenschaftliche Vorprüfung (nach zwei Semestern) soll in der Regel an drei aufeinander folgenden Tagen stattfinden. Die Prüfung umfasst folgende Fächer:

  • Physik
  • Chemie
  • Zoologie oder Biologie

Die Zahnärztliche Vorprüfung (nach mind. fünf Semestern) soll an 10 aufeinander folgenden Tagen abgelegt werden und umfasst folgende Fächer:

  • Anatomie (ein Tag)
  • Physiologie (ein Tag)
  • Physiologische Chemie (ein Tag)
  • Zahnersatzkunde (7 Tage)

Zweiter Studienabschnitt: Klinisches Studium (6. bis 10. Semester)

Das Klinische Studium kann nach vollständig bestandener zahnärztlicher Vorprüfung aufgenommen werden und endet nach mindestens fünf Semestern mit der zahnärztlichen Prüfung.

Folgende Lehrveranstaltungen sind zu belegen, deren erfolgreiche Teilnahme bis zur Meldung zur zahnärztlichen Prüfung nachzuweisen ist:

Je eine Vorlesung über

  • Einführung in die Zahnheilkunde
  • Allgemeine Pathologie
  • Spezielle Pathologie
  • Allgemeine Chirurgie
  • Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten
  • Hygiene einschließlich Gesundheitsfürsorge
  • Medizinische Mikrobiologie mit praktischen Übungen
  • Einführung in die Kierferorthopädie
  • Berufskunde und Geschichte der Medizin unter besonderer Berücksichtigung der Zahnheilkunde

Je zwei Vorlesungen über

  • Pharmakologie (einschließlich Rezeptierkurs)
  • Innere Medizin
  • Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten
  • Zahn-, Mund- und Kieferchirurgie
  • Zahnerhaltungskunde
  • Zahnersatzkunde
  • Kieferorthopädie

Kurse über je ein Semester:

  • pathohistologischer Kursus
  • Kursus der klinisch-chemischen u. -physikalischen Untersuchungsmethoden
  • radiologischer Kursus mit besonderer Berücksichtigung des Strahlenschutzes
  • Phantomkurs der Zahnerhaltungskunde
  • Kursus der kieferorthopädischen Technik

Kurse über je zwei Semester:

  • Operationskursus
  • Kursus der kieferorthopädischen Behandlung

Besuch von Kursen, Kliniken und Polikliniken:

  • Besuch der Klinik u. Poliklinik für Zahn-, Mund-
    und Kieferkrankheiten als Auskultant (ein Semester)
  • Besuch der chirurgischen Poliklinik als Auskultant (ein Semester)
  • Besuch der Hautklinik als Praktikant (ein Semester)
  • Besuch des Kurses und der Poliklinik für
    Zahnerhaltungskunde als Praktikant (zwei Semester)
  • Besuch des Kurses und der Poliklinik für Zahnersatzkunde als Praktikant (zwei Semester)
  • Besuch der Klinik und der Poliklinik der Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten als Praktikant (drei Semester)

Die Zahnärztliche Prüfung/Abschlussprüfung (nach mindestens 10 Semestern) umfasst folgende Abschnitte:

  • Allgemeine Pathologie u. Pathologische Anatomie (ein Tag)
  • Pharmakologie (ein Tag)
  • Hygiene, med. Mikrobiologie u. Gesundheitsfürsorge (ein Tag)
  • Innere Medizin (ein Tag)
  • Haut- und Geschlechtskrankheiten (ein Tag)
  • Hals-, Nasen- u. Ohrenkrankheiten (ein Tag)
  • Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten (zwei Tage)
  • Chirurgie (drei Teile an insgesamt sieben Tagen)
  • Zahnerhaltungskunde (fünf Tage)
  • Zahnersatzkunde (zehn Tage)
  • Kieferorthopädie (vier Tage)

Zulassungsvoraussetzungen

Voraussetzung für die Zulassung zum Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist eine anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (in der Regel Abitur).

Bewerbung/Einschreibung

Der Studiengang Zahnmedizin ist bundesweit zulassungsbeschränkt (HSS-NC). Die Bewerbung für das erste Fachsemester erfolgt für folgende Bewerbergruppen über die zentrale Vergabestelle Hochschulstart: Bewerber mit deutscher Hochschulzugangsberechtigung (HZB), Staatsangehörige eines Mitgliedsstaats der Europäischen Union (EU) sowie des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) mit ausländischer HZB.

Bewerbungsfristen zum Wintersemester sind:

  • Bewerber, die ihr Abiturzeugnis nach dem 15.1. des Bewerbungsjahres erhalten („Neuabiturienten“), bewerben sich bitte bis 15.7. unter www.hochschulstart.de.
  • Bewerber, die ihr Abiturzeugnis vor dem 16.1. des Bewerbungsjahres erhalten haben („Altabiturienten“), bewerben sich bitte bis 31.5. unter www.hochschulstart.de.

Bewerber mit ausländischem Zeugnis, die nicht in die oben
genannten Bewerbergruppen gehören, bewerben sich bitte bis
zum 30.6. über www.uni-assist.de.

Auswahlverfahren (AdH) der MLU

Um in das AdH der MLU zu kommen, muss man bei der Wahl der Studienorte die MLU an erster, zweiter oder dritter Stelle der Ortspräferenz nennen. Alle Bewerber im AdH der MLU werden in eine Rangfolge gebracht. Diese ergibt sich durch die Abiturdurchschnittsnote und ggf. die Berücksichtigung weiterer Kriterien, die unten erläutert werden.

Test für Medizinische Studiengänge (TMS)

Durch die Teilnahme am TMS kann man seine Zulassungschance verbessern. Sofern das vorgelegte TMS-Ergebnis besser als die Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung ist, wird eine neue Durchschnittsnote gebildet, in die zu 51 % die Abiturdurchschnittsnote und zu 49 % das TMS-Ergebnis einfließt. Das Berechnungsergebnis wird nicht gerundet. Die Teilnahme am TMS ist freiwillig und kostenpflichtig. Eine Verschlechterung der Abiturdurchschnittsnote ist ausgeschlossen. Weitere Informationen und Anmeldung: www.tms-info.org

Abgeschlossene Berufsausbildung

Wird eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem der Ausbildungsberufe als Zahnmedizinische/r Prophylaxehelfer/in, Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r, Zahnmedizinische/r Fachassistent/in, Zahnmedizinische/r Prophylaxeassistent/in oder Zahntechniker/in vorgelegt, so verbessert sich die Abiturdurchschnittsnote einmalig um 0,2.

Informieren Sie sich über aktuelle Festlegungen zur Bewerbung und zum Auswahlverfahren bitte jeweils ab April des Jahres an dieser Stelle und unter www.hochschulstart.de.

 

 

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