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Werkstoffwissenschaft (B.Sc.)

Technische Universität Ilmenau

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Zielstellung / Qualifikationsprofil

Die Entwicklung der menschlichen Kultur von den Anfängen bis in die Gegenwart wurde maßgeblich durch Werkstoffe geprägt. An dieser herausragenden Bedeutung wird sich auch zukünftig nichts ändern, gelten doch Werkstoffe und das Beherrschen der zugehörigen Technologien als entscheidende Schlüsseltechnologien für das 21. Jahrhundert. Diese besondere Stellung hat die Werkstoffwissenschaft mit ihren Teilgebieten Materialwissenschaft und Werkstofftechnik heute vor allem deswegen erlangt, weil von ihr zwi-schenzeitlich die wesentlichsten Impulse für weitreichende Innovationen ausgehen. Damit kommt der Werkstoffwissenschaft strategische Bedeutung in allen modernen Industriegesellschaften zu.

Werkstoffwissenschaft ist eine fachübergreifende Disziplin, die von Grundlagenuntersuchungen bis zur technischen und kommerziellen Nutzung reicht. Die Basis hierfür sind fundamentale Kenntnisse über die Wechselbeziehungen zwischen strukturellem Aufbau und Eigenschaften eines Werkstoffes unter den Gesichtspunkten der Herstellung, der Ver- und Bearbeitung, der Anwendung und der Wiederverwertung oder Entsorgung.

Werkstoffwissenschaftlerinnen und Werkstoffwissenschaftler schließen die Brücke zwischen den naturwissenschaftlichen Grundlagen der Physik und Chemie und der technologischen Anwendung im Ingenieurwesen. Sie sind daher sowohl mit den Ingenieurwissenschaften als auch mit den Naturwissenschaften vertraut. Sie erforschen auf der einen Seite grundlegende Zusammenhänge und Wirkmechanismen für neue Werkstoffe und Werkstoffkonzepte. Auf der anderen Seite stellen sie komplexe, anforderungsgerechte Werkstoffsysteme für die Anwendung in allen Feldern der Wirtschaft und Technologie bereit.

Das Studienprofil kombiniert Grundprinzipien der experimentellen und theoretischen Werkstoffwissenschaft mit physikalisch-chemischen Grundlagen sowie ingenieurwissenschaftlichen Schwerpunkten aus dem Maschinenbau, der Elektrotechnik und der Technischen Informatik zu einem neuen, innovativen und sehr zukunftsträchtigen Studienan-gebot. Es weist – entsprechend der Abstimmung im Verbund – eine technologische Aus-richtung aus und hat seinen Schwerpunkt in der Werkstofftechnik. Da heute, wie bereits erwähnt, die entscheidenden Innovationen in der Technik über die Werkstoffe führen, werden die Absolventen über die Interdisziplinarität in der Ausbildung in die Lage versetzt, komplexe Aufgabenstellungen sowohl aus der Forschung als auch der Praxis erfolgreich zu lösen.

Als Ausbildungsziele eines Bachelorstudiums der Werkstoffwissenschaft sind beispielartig zu nennen:

  • Vermittlung fundierter mathematischer, physikalischer und chemischer Kenntnisse
  • Grundlegende Befähigung zu einer wissenschaftlichen Arbeitsweise
  • Methodenkompetenz, Flexibilität, transferierbare Erkenntnisse
  • Abstraktionsvermögen, Befähigung zum Erkennen von Analogien und Grundmustern
  • Fähigkeit zum Einordnen, Erkennen, Formulieren und Lösen von Problemen
  • Training von konzeptionellem, analytischem und logischem Denken
  • Kommunikationsfertigkeiten, Befähigung zur Teamarbeit, Fremdsprachenkenntnisse
  • Erwerb von Lernstrategien für lebenslanges Lernen
  • Souveräner Umgang mit elektronischen Medien

Der Bachelor für Werkstoffwissenschaft ist nach erfolgreichem Abschluss seiner universi-tären Ausbildung qualifiziert für eine weltweite Karriere in zahlreichen Berufsfeldern und findet eine Beschäftigung beispielsweise in

  • Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Industrie und staatlichen Einrichtungen
  • Werkstoff erzeugenden und verarbeitenden Betrieben
  • Unternehmen des Fahrzeugbaus, der Luft- und Raumfahrt, der Elektrotechnik, der Elektronik und der chemischen Industrie
  • der Umwelttechnik, der Mikroelektronik, der Mikrosystemtechnik, der Medizin und der Biomedizintechnik.

Besondere Bedeutung kommt dem Bachelorstudium zudem als Grundqualifizierung für ein konsekutiv weiterführendes forschungsgetriebenes Masterstudium zu.

Im Gegensatz zu werkstoff- bzw. materialwissenschaftlichen Studienangeboten anderer Hochschulen liegt eine Besonderheit des Studienganges Werkstoffwissenschaft im Verbund der Universitäten Ilmenau und Jena. Dadurch wird es möglich, das gesamte werkstoffwissenschaftliche Potenzial der beteiligten Universitäten für den Ausbildungsgang verfügbar zu machen. Ausgehend von den jeweiligen Schwerpunkten sind dies in Ilme-nau aufgrund des engen Bezugs zu den Ingenieurwissenschaften vor allem die anwendungsorientierte Werkstofftechnik, in Jena vorzugsweise die stärker grundlagenorien-tierte Materialwissenschaft. Die gemeinsamen Studieninhalte umfassen etwa zwei Drittel des gesamten Studienangebotes und betreffen im Wesentlichen die notwendigen mathematisch-naturwissenschaftlichen, ingenieurwissenschaftlichen, Informatik- und allgemein-nichttechnischen Grundlagen. Jeweils universitätsspezifische Inhalte erlauben eine Differenzierung in die genannten Richtungen. Durch diese Konzeption wird es möglich, dass Studierende entsprechend ihrer Neigung innerhalb des Studienganges zwischen den beteiligten Universitäten wechseln bzw. sich die sie interessierenden Studien-angebote wählen können.

Inhaltliche Schwerpunkte / Studienablauf

Das Studium zum Bachelor of Science (B. Sc.) Werkstoffwissenschaft nutzt für die ingenieur- und naturwissenschaftlichen Inhalte weitgehend die in diesen Disziplinen angebotenen Grundlagenveranstaltungen. Dazu gehören u.a. die Fächer

  • Mathematik, Physik, Chemie
  • Technische Informatik, Algorithmen und Programmierung
  • Technische Mechanik, Konstruktion und Fertigung
  • Elektrotechnik und Messtechnik

Die werkstoffwissenschaftlichen Grundlagen und die fachliche Vertiefung werden in Lehrangeboten der werkstoffwissenschaftlichen Fachgebiete vermittelt. Dies umfasst die Fächer

  • Grundlagen der Werkstoffwissenschaft
  • Werkstofftechnologie und -analytik
  • Kristallografie
  • Werkstofftechnische Vertiefungen mit den Teilen
    - Metalle / Halbleiter
    - anorganisch-nichtmetallische Werkstoffe
    - Polymere und Verbundwerkstoffe
    - Mikro- und Nanotechnologie
    - Oberflächentechnik
    - Werkstoffanalytik

Das Grundlagenpraktikum beinhaltet Versuche aus dem ingenieurwissenschaftlichen Grundlagenpraktikum. Hinzu kommen speziell werkstoffwissenschaftlich ausgerichtete Praktika.

Als Besonderheit weist das Studium neben zahlreichen Wahlmöglichkeiten ein Projekt mit Seminar aus. Die Ausbildung wird im sechsten Semester mit einem 10- bis 12-wöchigen Industriepraktikum und der Bachelor-Arbeit abgeschlossen.

Bedarf an Absolventen in der Wirtschaft

In den letzten Jahren ist eine ständig steigende Nachfrage der Wirtschaft nach Absolventen der Werkstoffwissenschaft zu verzeichnen. Ursächlich sind hierfür steigende werkstoffspezifische Fragestellungen und ein geschärftes werkstofforientiertes Bewusstsein in der Wirtschaft zu sehen, das die in der Vergangenheit häufig zu beobachtende Einstel-lung „Werkstoffe gibt es aus dem Katalog“ verdrängt. Hinzu kommt, dass nach übereinstimmender Analyse bedeutender Sachversicherer Schäden an Maschinen und Anlagen zu weit über 80% auf falsche Werkstoffauswahl und unangepassten Werkstoffeinsatz zurückzuführen sind. Gerade letzteres führt in der Wirtschaft zu einem stärkeren Problembewusstsein, da dies erhebliche Auswirkungen auf die Kompetenzbewertung und damit auch das Unternehmensrating hat.

Auch die bisherigen Erfahrungen im Studiengang zeigen eindrucksvoll, dass bisher alle Absolventen ohne Schwierigkeiten eine qualifizierte Anstellung in der Industrie, Wirtschaft, Forschung oder technischer Verwaltung erhalten haben. Dabei reicht das Spektrum von KMU bis hin zu international tätigen Unternehmen.

Vorhandensein der Kapazitäten

Der Studiengang wird im Wesentlichen vom fakultätsübergreifenden Institut für Werkstofftechnik getragen. Die beiden beteiligten Fakultäten, die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik und die Fakultät für Maschinenbau, haben den Studiengang befürwortet und sichern die Lehre ab.

Der Lehrexport durch die Fakultäten Mathematik und Naturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Informatik und Automatisierung und dem Studium Generale ist abgesprochen.

Zu diesem Studiengang wird an der TU Ilmenau ein aufbauender Master angeboten !

Broschüre (PDF) zum Studiengang >

Zulassungsvoraussetzung und Bewerbung

Informationen über die Zulassung und die Bewerbung finden Sie hier >

Kontakt

Studienorganisation

Dipl.-Ing. Claudia Lutz
Telefon: 03677 69-2608
E-Mail: referat-ei@no-spamtu-ilmenau.de

Studienfachberatung

Univ.-Prof. Dr. rer. nat. habil. Peter Schaaf
Telefon: 03677 69-3610
E-Mail: peter.schaaf@no-spamtu-ilmenau.de

Weitere Informationen zum Studiengang erhalten Sie auf der Webseite der Technischen Universität
Zur Webseite >

 

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