Wo Menschsein Raum hat: der praxisnahe Einstieg in eine sichere Verwaltungslaufbahn
Der duale Studiengang Verwaltungsbetriebslehre verbindet betriebswirtschaftliches Wissen mit den Aufgaben einer modernen öffentlichen Verwaltung. Beim Rhein-Erft-Kreis lernen die Studierenden, wie eine Kreisverwaltung wirtschaftlich gesteuert, organisiert und für die Bürgerinnen und Bürger gestaltet wird – von Haushalts- und Finanzfragen über Personalmanagement bis hin zu den rechtlichen Rahmenbedingungen des Verwaltungshandelns.
Das Studium dauert drei Jahre und wechselt zwischen Theoriephasen an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW (HSPV NRW) und Praxisphasen in den Abteilungen des Rhein-Erft-Kreises. Absolventinnen und Absolventen erwerben den Bachelor of Arts sowie die Laufbahnbefähigung für die Laufbahngruppe 2, erstes Einstiegsamt. Wer bereits während des Studiums ein festes Einkommen und einen sicheren Berufseinstieg sucht, findet hier ideale Voraussetzungen.
Kurzübersicht
Bewerbungsfirst: 30.11.2026
Ort: Bergheim
Arbeitszeit: Vollzeit
Beschäftigungsdauer: Ausbildungsdauer 3 Jahre
Entgeltgruppe: Anwärterbezüge
Laufbahn: Ausbildung in der Laufbahngruppe zwei, 1. Einstiegsamt
Studieninhalte
Im dualen Studium Verwaltungsbetriebslehre erwerben die Studierenden fundierte betriebswirtschaftliche Kenntnisse und lernen, diese auf die besonderen Anforderungen der öffentlichen Verwaltung zu übertragen. Ziel ist es, wirtschaftliches Denken und rechtssicheres Handeln miteinander zu verbinden. Anders als im rechtswissenschaftlich geprägten Studiengang Allgemeine Verwaltung liegt der Schwerpunkt hier deutlich auf den wirtschaftswissenschaftlichen Inhalten.
In den Theoriephasen an der HSPV NRW stehen Fächer wie Betriebswirtschaftslehre, Rechnungswesen und Controlling, öffentliche Finanzwirtschaft, Personalmanagement sowie Organisation und Verwaltungsmanagement im Mittelpunkt. Ergänzt werden diese durch rechtliche Grundlagen – etwa Staats- und Verfassungsrecht, allgemeines und besonderes Verwaltungsrecht sowie Kommunalrecht – und durch sozialwissenschaftliche Module. Seminare, praxisbezogene Projekte und Trainings sozialer Kompetenzen runden das Studium ab und fördern methodisches wie kommunikatives Können.
Das Studium ist dual aufgebaut: Über drei Jahre wechseln sich fachtheoretische Studienabschnitte an der Hochschule und berufspraktische Phasen beim Rhein-Erft-Kreis blockweise ab, wobei auf Theorie und Praxis jeweils rund 18 Monate entfallen. Während der Praxisphasen durchlaufen die Studierenden verschiedene Abteilungen der Kreisverwaltung und wenden das erlernte Wissen unmittelbar an – sei es im Finanz- und Rechnungswesen, in der Personalverwaltung, im Controlling oder in bürgernahen Fachbereichen. So lernen sie ihre spätere Arbeitsumgebung frühzeitig kennen.
Jedes Modul schließt mit einer Prüfung ab, wobei unterschiedliche Prüfungsformen wie Klausuren, Fachgespräche oder Hausarbeiten zum Einsatz kommen. Den Abschluss bildet die Bachelorarbeit mit Kolloquium. Auf diese Weise verbinden die Studierenden wissenschaftliche Grundlagen mit konkreter Verwaltungspraxis und sind nach dem Studium in der Lage, wirtschaftliche und rechtliche Fragestellungen einer Kommunalverwaltung eigenständig zu bearbeiten.
Berufsperspektiven
Mit dem erfolgreichen Abschluss erwerben Absolventinnen und Absolventen die Laufbahnbefähigung für die Laufbahngruppe 2, erstes Einstiegsamt (früher: gehobener nichttechnischer Verwaltungsdienst) und stehen damit vor einem sicheren und vielseitigen Berufsweg im öffentlichen Dienst. Die Kombination aus betriebswirtschaftlichem Know-how und verwaltungsrechtlichen Grundlagen macht sie zu gefragten Fach- und Nachwuchskräften in Kommunalverwaltungen. Grundsätzlich stehen ihnen Tätigkeiten in Städten, Gemeinden, Kreisverwaltungen und Landschaftsverbänden offen.
Mögliche Einsatzfelder liegen beispielsweise im Finanz- und Rechnungswesen, im Controlling und in der Haushaltsplanung, im Personalwesen und in der Organisation oder in der Steuerung von Verwaltungsprozessen. Auch bürgernahe Fachbereiche, das Beteiligungs- und Fördermanagement oder Aufgaben im Bereich der Verwaltungsdigitalisierung kommen infrage. Mit wachsender Berufserfahrung übernehmen viele Absolventinnen und Absolventen zudem Sachgebiets- oder Teamleitungen.
Der öffentliche Dienst bietet dabei besondere Vorteile: sichere Beschäftigung, geregelte Arbeitszeiten, gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie transparente Entwicklungsmöglichkeiten. Wer sich weiterqualifizieren möchte, kann etwa über ein Masterstudium – beispielsweise den berufsbegleitenden Master of Public Management – auch Führungspositionen anstreben. Da der Bedarf an qualifiziertem Verwaltungsnachwuchs angesichts anstehender Pensionierungen hoch ist, sind die Übernahme- und Beschäftigungsaussichten nach dem Studium in der Regel sehr gut.
Bewerbung
Voraussetzung für das duale Studium Verwaltungsbetriebslehre beim Rhein-Erft-Kreis ist die allgemeine Hochschulreife oder eine uneingeschränkte Fachhochschulreife. Gute Leistungen in Fächern wie Mathematik, Deutsch und Englisch sind von Vorteil. Bewerberinnen und Bewerber sollten außerdem die deutsche Staatsangehörigkeit oder die eines EU-Mitgliedsstaates besitzen und ein Führungszeugnis ohne Einträge vorlegen können. Interesse an wirtschaftlichen und verwaltungsbezogenen Zusammenhängen sowie Freude an der Arbeit mit Menschen sind ideale Grundlagen.
Die Bewerbung für das Einstellungsjahr 2027 erfolgt bis zum 30.11.2026 direkt über das Online-Bewerbungsportal des Rhein-Erft-Kreises. An das schriftliche Verfahren schließen sich in der Regel ein Auswahltest und ein persönliches Vorstellungsgespräch an. Während des dreijährigen Studiums werden die Anwärterinnen und Anwärter im Beamtenverhältnis auf Widerruf beschäftigt und erhalten monatliche Anwärterbezüge.
Da das Studium an der HSPV NRW nur in Verbindung mit einer Einstellungsbehörde möglich ist, wird der Studienplatz über den Rhein-Erft-Kreis vergeben. Bei Fragen steht das Ausbildungsteam des Kreises gerne zur Verfügung.





