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Verfahrenstechnik, was ist das?

Die Verfahrenstechnik ist eine Ingenieur-Disziplin, die sich mit der Umwandlung von Stoffen  befasst. Bei der Stoffumwandlung wird aus unterschiedlichen Ausgangsstoffen großtechnisch das gewünschte Produkt mit modernen und zielgenauen Eigenschaften erzeugt. Der Verfahrenstechniker setzt diese Umwandlungen vom ursprünglichen Labormaßstab in den Industriemaßstab um und optimiert diese Prozesse. Die Produkte sind dabei sehr vielfältig und stammen beispielsweise aus der Chemischen Industrie aber auch aus der Lebensmittelverarbeitung, der Pharmazie und Kosmetik. Die Verfahrenstechnik beinhaltet auch die Umweltschutztechnik und die Energieerzeugung mit den darin vorkommenden Umwandlungen und ist damit eine Schlüssel-Disziplin für die Energie- und Wärmewende.

Grundlagen der Verfahrenstechnik sind die klassischen Naturwissenschaften wie Mathematik, Physik, Chemie. Darauf bauen traditionelle ingenieurwissenschaftliche Kenntnisse auf, die durch moderne interdisziplinäre Fachrichtungen ergänzt werden.

Was hat Verfahrenstechnik mit Umwelt und Energie zu tun?

Die zum Schutz der Umwelt angewandten Techniken beruhen alle auf den Grundlagen der Verfahrenstechnik. Ob es sich um die Reinigung von Abluft einer Lackieranlage, um die Abwasseraufbereitung, die Filterung giftiger Stäube oder die Analyse von Schadstoffen in Lebensmittel handelt: Überall stecken Prozesse und Methoden der Umwelt-Verfahrenstechnik dahinter.

In der Energie-Verfahrenstechnik ist die Nutzung von Abfallholz zur schadstoffarmen und effizienten Erzeugung von Wärme und Strom ohne Verfahrenstechnik nicht denkbar. Wasserstoff als Energieträger aus natürlichen Ressourcen zu erzeugen, erfordert verfahrenstechnische Prozesse. Die Umwandlung von Pflanzenresten in flüssigen Kraftstoff ist ein weiteres Beispiel für die Anwendung der Energie-Verfahrenstechnik. Zudem gehört die Nutzung der Geothermie im Einsatz in Wärmepumpen aber auch für moderne Kraftwerksprozesse zum Themenfeld der Energie-Verfahrenstechnik. Thermische Speicher ausgelegt von Energieverfahrenstechnikern macht eine Wärmewende in Deutschland und weltweit erst möglich. Ganz allgemein ist die Aufgabe der Energieeffizienz bei der Erzeugung von modernen Produkten Kernkompetenz der Energie-Verfahrenstechnik.

Berufliche Perspektiven

Die große Bandbreite des Fächerkanons ermöglicht es den Absolventen, ein sehr weit gefächertes Berufsfeld abzudecken. Hier liegt ein entscheidender Vorteil der Umwelt- und Energieverfahrenstechnik gegenüber Studienangeboten, die fachspezifisch sehr einseitig sind. Das Berufsspektrum erstreckt sich von den klassischen Ingenieurstätigkeiten in der Prozess- und Anlagenprojektierung, zum Beispiel der Planung einer Abgasreinigungsanlage eines Müllkraftwerks, über Forschungsinstitute, in denen neue Energieerzeugungs- und Speichermethoden entwickelt werden, wie zum Beispiel Brennstoffzellen oder die effiziente Speicherung von Wärme und Strom, bis zu Behörden, die für Umweltschutz und Energie zuständig sind. Auch Dienstleister wie Beratungsbüros oder Analytik-Labore gehören zum Berufsfeld. Nicht zu vergessen junge Start-up-Unternehmen, die an Lösungen zur Energiewende und an nachhaltigen, ressourcenschonenden Verfahren zur Erhaltung einer lebenswerten Umwelt tüfteln.

Studienverlauf

Neben den Grundlagenfächern sind die Studieninhalte auf die speziellen Anforderungen der jeweiligen Berufsgruppen abgestimmt. Dazu gehören Ingenieur-Kenntnisse wie zum Beispiel Technische Mechanik, Thermodynamik, Strömungslehre, Werkstoffkunde, Elektrotechnik, Apparatebau, Messtechnik oder Informatik. Zur Berechnung und Planung verfahrenstechnischer Prozesse und Anlagen ist die Nutzung zeitgemäßer digitaler Werkzeuge wie CAD und Prozesssimulation unabdingbar. Für die Umwelttechnik sind Kenntnisse in Immissionsschutz, Umweltanalytik, Abwasserreinigung, Umweltinformatik, Kreislaufwirtschaft oder Umweltrecht erforderlich. Im Schwerpunkt Energie- Verfahrenstechnik dürfen Fächer wie Verbrennungstechnik, Erneuerbare Energien, Biomassenutzung, Solartechnik oder Geotechnik nicht fehlen.

Darüber hinaus werden interdisziplinäre Kenntnisse vermittelt. So gehören Fächer wie Projektmanagement, Qualitätssicherung, Bionik oder Betriebswirtschaft zum Studieninhalt.

Das Studium zeichnet durch einen praxisnahen, anwendungsorientierten Stil aus. So werden zu einer Vielzahl von Vorlesungen Laborversuche angeboten, bei denen die Studierenden über die Vertiefung der Lehrinhalte hinaus moderne Geräte und zeitgemäße Methoden kennenlernen und nutzen, was für die spätere berufliche Einarbeitung sehr hilfreich ist. In Projektarbeiten wird Teamarbeit aktiv praktiziert. Ein Praktisches Studiensemester, das extern in einer Firma oder Institution durchgeführt wird, erlaubt den Studierenden die erste Anwendung der erworbenen Fachkenntnisse und vor allem einen Einblick in das spätere Berufsleben.

Bewerbung:

Studienbeginn Wintersemester 2018/2019
Bewerbungsschluss 15. Juli
Vorpraktikum nicht erforderlich
Zulassungsvoraussetzungen allg. oder fachg. Hochschulreife, Fachhochschulreife
Bewerbung Online-Bewerbung >

Studienabschluss:

Der Studiengang wird durch die ASIIN, als führende deutsche Fachakkreditierungsagentur für Ingenieurwissenschaften, akkreditiert.

Das Studium führt zum Titel Bachelor of Engineering (B.Eng.)

Kontakt:

Hochschule für Technik, Wirtschaft und Medien Offenburg
University of Applied Science
Fakultät Maschinenbau und Verfahrenstechnik
Badstraße 24
77652 Offenburg

Studiendekanin: Mall-Gleißle, Susanne, Prof. Dr.  
0781 205-4790 susanne.mall-gleissle@no-spamhs-offenburg.de 

Studierendensekretariat: Hug, Heidi
0781 205-234 heidi.hug@no-spamhs-offenburg.de 

Montag bis Freitag: 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr, Montag und Mittwoch: 13:00 Uhr bis 14:00 Uhr

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der Hochschule.
Zur Webseite >

 

 

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