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Buchbesprechung


Richard de Hoop
Macht Musik
So spielt Ihr Team zusammen, statt nur Lärm zu produzieren
Gabal Verlag, Offenbach
1. Auflage 2012
ISBN 978-3-86936-432-2
224 Seiten, 24,90 EUR

Richard de Hoop: Macht Musik

Musik ist die Metapher für die Teamarbeit. In jedem Orchester treffen Musiker mit unterschiedlichen Instrumenten aufeinander. Erst durch Verständnis und Abstimmung entstehen harmonische Klänge. Das Ganze ist viel mehr als die Summe seiner Teile.

Acht Instrumente - acht Teamrollen. Bass, Trommel, Harfe, Klavier oder Geige, Gitarre, Horn, Trompete. Spitzenteams erkennen die Vielfalt der Teamrollen und nutzen diese. Was für ein Instrument an Besonderheiten, Stärken und Schwächen gilt, das trifft auch auf die ihm zugeordnete Teamrolle zu. In einem erfolgreichen Team  muss nicht jeder alles können. Bessere oder schlechtere Rollen gibt es nicht, jedes Instrument kann Mitarbeiter oder Chef sein.

Wichtig ist, dass die eigenen Potenziale richtig eingesetzt werden und bestmöglich weiter entwickelt werden. Dann kann jedes Teammitglied davon profitieren und der Gesamterfolg wird sich einstellen. Wie das geht, erklärt uns Richard de Hoop - ein Coach der schon lange mit dem Orchestermodell arbeitet.

Wie im Orchester, so im Team.

Wie sieht der Ansatz in der Praxis aus? Niemand ist natürlich nur ein Instrument. Denn dann wäre das Modell zu einfach komponiert, um die Wirklichkeit abzubilden. Außerdem kommt es auch darauf an, wie gut jemand sein Instrument spielt und ob es gestimmt ist.

Damit es nicht so abstrakt bleibt, besteht der Ratgeber aus vielen Praxisbeispielen. Beim Lesen wird klar, dass es viel Erfahrung braucht, um mit dem Konzept zu arbeiten. Auf diese Weise zeigt sich aber auch schnell, was das Orchestermodell kann. Zudem gibt es zu Beginn des Buches einen Fragebogen, mit dem man herausfinden kann, wo man selber steht. Denn natürlich ist es spannend zu wissen: Welche Teamrolle spiele ich selbst am besten?

De Hoops Ansatz ist sehr konstruktiv und das bringt mit Sicherheit in jedes Team neuen Wind und Wertschätzung, das sich auf den Prozess einlässt. Der Appell des Autors ist, sich immer wieder zu vergegenwärtigen, dass die Anderen keine schlechte Kopie von einem selber sind, und man deshalb auch aufhören sollte, sie als solche anzusehen.

studieren.de-Wertung

Ein ausgeklügeltes System, das sehr weitreichend ist - aber sicherlich nicht von heute auf morgen umgesetzt werden kann; zumindest ohne die Hilfe eines Coaches. Schön und besonders an dem Modell ist der spielerische Ansatz - schließlich spielen die Mitglieder eines Orchesters/Teams miteinander.  Übrigens gibt es zum Schluss auch Hausaufgaben, um sich auf dem eigenen Instrument zu verbessern. Einfach mal was anderes. Inspirierend.

, Redaktion
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