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Südosteuropastudien (M.A.)

Friedrich-Schiller-Universität Jena

Warum Südosteuropastudien? Warum Südosteuropastudien in Jena?

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Südosteuropa sind vielfältig und blicken im Bereich von Politik, Wirtschaft und Kultur auf eine lange Geschichte zurück. Zugleich leben nicht wenige Menschen in Deutschland, die ihre Wurzeln in Südosteuropa haben.

Die Region Südosteuropa ist überdies seit mehreren Jahrzehnten Schauplatz tiefgreifender Veränderungsprozesse. Die EU-Erweiterung, der  Aufbau tragfähiger staatlicher Strukturen und einer aktiven Zivilgesellschaft stellen die Politik vor erhebliche Herausforderungen.

Südosteuropäisches ist zudem Teil gemeineuropäischer Alltagskultur, das gilt für Kulinarisches wie Kebab, Ćevapčići oder Gyros ebenso wie den Bereich des Tourismus oder auch die Vampir-Faszination der Popkultur.

Und schließlich ist Südosteuropa eine von kultureller Diversität geprägte Region. Ost- und Westkirche, Islam und Judentum haben hier kulturelle Spuren hinterlassen. In keiner anderen Region Europas ist eine vergleichbare Sprachvielfalt zu finden.

Die Jenaer Südosteuropastudien erschließen den kulturellen Reichtum dieser Region und vermitteln ein wissenschaftlich fundiertes Verständnis aktueller Transformationsprozesse, historischer Entwicklungen und kultureller Wechselbeziehungen. Besonderen Stellenwert hat dabei die Sprachausbildung: Im Master-Studiengang erwerben und vertiefen Sie die Kenntnis zweier südosteuropäischer Sprachen.

Der Masterstudiengang Südosteuropastudien wird in Deutschland lediglich in Jena angeboten. Sie profitieren von der einzigartigen Jenaer Forschungslandschaft. An der Friedrich-Schiller-Universität ist die deutschlandweit einzige Professur für Rumänische Sprache angesiedelt, außerdem ist die Südslawistik durch eine eigene Professur vertreten.

Inhalt und Aufbau

Kerndisziplinen der Südosteuropastudien sind Südslawistik, Rumänistik und Osteuropäische Geschichte. Andere an der Universität Jena etablierte Fächer sind am Lehrprogramm beteiligt, insbesondere die Politikwissenschaft und die Religionswissenschaft.

Die Studienschwerpunkte können individuell gewählt werden. Ein Auslandsteilstudium bzw. ein Praktikum im südosteuropäischen Sprachraum vertiefen die Regionalexpertise noch zusätzlich.

Aufbauend auf den bisherigen Sprachkenntnissen werden Kurse in zwei der folgenden Sprachen belegt:

  • Bulgarisch
  • Bosnisch / Kroatisch / Serbisch
  • Rumänisch
  • Albanisch
  • Türkisch
  • Ungarisch
  • Neugriechisch

Im Mittelpunkt des Studiums stehen kulturwissenschaftliche Fragestellungen, wobei der Ethnologie und Sozialanthropologie sowie den Geschichts-, Sprach- und Literaturwissenschaften besonderes Gewicht zukommt. Belegt werden können u.a. Lehrveranstaltungen zur Nationalismus- und Ethnizitätsforschung, zu gegenwärtigen Transformationsprozessen, zur EU-Integration, zur Film- und Medienanalyse, zu Methoden der ethnologischen Feldforschung, zur Alltagskultur und zur Zeitgeschichte Südosteuropas, um nur einige Beispiele zu nennen. Großen Stellenwert hat das Denken in fächerübergreifenden Zusammenhängen: Regelmäßig bieten die einzelnen Fächer gemeinsame interdisziplinäre Seminare an.

Studiendauer und Zugangsvoraussetzungen

Die Regelstudiendauer beträgt vier Semester. Das Studium kann zum Winter- oder Sommersemester aufgenommen werden.

Zugangsvoraussetzungen:

  • Abschlussnote Bachelorstudium mindestens "gut".
  • Aktive Kenntnisse mindestens einer südosteuropäischen Sprache (Bulgarisch, Bosnisch / Kroatisch / Serbisch, Rumänisch, Albanisch, Türkisch, Ungarisch, Neugriechisch) auf Niveau A2 des Europäischen Referenzrahmens.
  • Ausländische Studienbewerber nichtdeutscher Muttersprache müssen Kenntnisse auf dem Niveau der DSH-Prüfung (Stufe 2), TestDaF (4 mal TDN 4) oder einer vergleichbaren Prüfung des Goethe-Instituts bzw. der Kultusministerkonferenz (Kleines Deutsches Sprachdiplom) nachweisen.

Studienangebot in Jena

Die Südosteuropaforschung in Jena ist international bestens vernetzt. Die Friedrich-Schiller Universität pflegt zahlreiche Kontakte zu Partneruniversitäten im ostmittel- und südosteuropäischen Raum, an denen Auslandsaufenthalte möglich sind, zum Beispiel an der Universität Veliko Tărnovo, der Universität Sofia, dem Belgrader Institut für Literatur und Kunst, der Universität Belgrad, der Universität Iaşi und der Eötvös-Loránd-Universität Budapest.

Mit dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Imre Kertész Kolleg ist an der Universität Jena zudem ein international bekanntes Zentrum der historischen Ostmittel- und Südosteuropaforschung angesiedelt, an dem regelmäßig Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler aus Südosteuropa tätig sind. Gastvorträge und wissenschaftliche Tagungen bieten reizvolle Ergänzungen des Studienprogramms.

Auslandsstudium

Über das Sokrates- und Erasmus- Programm haben Sie die Möglichkeit, ein oder zwei Semester in Südosteuropa an einer Universität oder als PraktikantIn zu verbringen. Die im Ausland erworbenen Studienleistungen werden im Rahmen des europäischen Kreditierungssystems (ECTS) anerkannt.

Weitere Informationen erhalten Sie hier >

Perspektiven

Als Absolvent dieses Studienganges sind Sie in der Lage, komplexe Zusammenhänge zu erschließen und einer breiteren Öffentlichkeit zu vermitteln. Sie verfügen über aktive Kenntnisse mindestens zweier südosteuropäischer Sprachen. Durch die Möglichkeit des Auslandsstudiums und die Absolvierung eines Praktikums weisen Sie überdies praktische Erfahrungen, Landeskenntnisse und interkulturelle Kompetenz  nach, die für den Arbeitsmarkt attraktiv ist.

Die besten Berufsaussichten bestehen in Bereichen, in denen die Kenntnis der südosteuropäischen Region und ihrer Kulturen gefragt ist. Vielfältige Betätigungsfelder ergeben sich beispielsweise im Rahmen der EU-Südost-Erweiterung und beim Aufbau staatlicher und zivilgesellschaftlicher Strukturen in der Westbalkan-Region. Denkbar ist zudem eine Tätigkeit

  • in nationalen und internationalen Organisationen
  • in Unternehmen, die in dieser Region operieren
  • in Rundfunk, Fernsehen und Printmedien oder im Verlagswesen
  • im Sozialwesen, beispielsweise in der Betreuung von Migrantinnen und Migranten
  • in der Kulturvermittlung und der Erwachsenenbildung
  • in der Sprachlehrtätigkeit im Ausland
  • im Tourismus

Der Masterstudiengang qualifiziert zugleich für ein aufbauendes geisteswissenschaftliches Promotionsstudium, insbesondere in Südosteuropastudien an der FSU Jena sowie an anderen Universitäten im In- und Ausland.

Ansprechpartner

Studienfachberatung
Prof. Dr. Thede Kahl
Ernst-Abbe-Platz 8 · 07743 Jena
Tel 0049 (0) 3641 - 944725
E-Mail: thede.kahl@no-spamuni-jena.de

Bei grundlegenden studienorganisatorischen Fragen können Sie sich an folgende Adresse wenden:

suedosteuropastudieneuropastudien@no-spamuni-jena.de

Weitere Infos zum Studiengang finden Sie auf der Website der Universität.
Zu Website >

 

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