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Studieren ohne Abi

Ausnahmen bestätigen die Regel - für die Aufnahme eines Studiums braucht man die Hochschul- oder Fachhochschulreife; dennoch werden immer wieder Bewerber ohne Abitur zugelassen. Wie? Die Regelungen sind in jedem Bundesland etwas unterschiedlich.

Ihr Prozentsatz an deutschen Hochschulen ist gering, aber es gibt sie, die Studenten, die ohne Abitur studieren. Unter gewissen Voraussetzungen ist die akademische Bildung auch für Studienanwärter ohne Hochschulzugangsberechtigung möglich. Wichtige Schlagworte in diesem Zusammenhang sind: abgeschlossene Berufsausbildung und mehrjährige Berufserfahrung. Diese Komponenten sind praktisch der kleinste gemeinsame Nenner an deutschen Hochschulen; die genaue Ausgestaltung der Aufnahmekriterien kann von Ort zu Ort unterschiedlich sein.

Aber um gleich mit einem Trugschluss aufzuräumen: Ein Studium ist als wissenschaftliche Weiterbildung gedacht. Wer eine Fachinformatiker-Ausbildung hat und nun Geschichte an einer Uni studieren will, hat schlechte Aussichten. Gleiches gilt für einen Landschaftsgärtner, der gerne Betriebswirtschaftlehre einschreiben möchte. Bei ersterem klappt es aber höchstwahrscheinlich in einem informationstechnischen Studiengang, bei letzterem in einem agrarwissenschaftlichen Studium. Die Erstausbildung sollte in Zusammenhang mit dem Studiengang stehen.

Eignungsgespräch, Zulassungsprüfung oder Probestudium

Neben der beruflichen Qualifikation müssen die Bewerber aber oft noch weitere Zulassungsvoraussetzungen erfüllen, bis sie sich als ordentliche Studierende immatrikulieren können. Für die Auswahl von Studienanwärtern ohne Abitur existieren die unterschiedlichsten Varianten.

Beim Eignungsgespräch handelt es sich um eine Art Bewerbungsgespräch, in dem der Motivation und der Allgemeinbildung des Antragstellers auf den Zahn gefühlt wird. Derartige Prüfungen können aber auch schriftlich ablaufen und Fachwissen miteinbeziehen. Der Nachweis von fachlichen Weiterbildungen wie Meister oder Fachwirt ist an vielen Standorten ebenfalls unerlässlich. Und selbst wenn es mit der Zulassung geklappt hat, haben Studierende ohne Abitur an manchen Unis erst mal den Status eines Studenten auf "Probe".

Open University - Universität für alle

Wer an diesen Hürden scheitert oder doch ein Studium aufnehmen möchte, das in keinem fachlichen Zusammenhang zur Erstausbildung steht, dem bleibt nichts anders übrig, als sich im Ausland umzusehen. Die Open University in London ist hier das Vorzeigemodell, wenn es um den freien Zugang zur Bildung geht. Im Fernstudium kann dort ein buntes Spektrum an unterschiedlichsten Fächern belegt werden, sofern die eigenen englisch Kenntnisse ausreichend sind.

Die Voraussetzungen für die Aufnahme eines Studiums sind ein Mindestalter von 18 Jahren, sowie ein Wohnsitz in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union oder in der Schweiz. Anerkannt sind die Abschlüsse Bachelor und Master in Deutschland. Der Nachteil ist allerdings, dass hohe Kosten entstehen, da die OU für Studienbewerber aus dem Ausland keine staatlichen Zuschüsse bezieht.

 

, Redaktion
hartmann@no-spamstudieren.de

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