Studieren, was Recht ist
Seit ihrer Gründung im Jahr 1971 bereitet die Juristische Fakultät junge Menschen auf die Erste Juristische Prüfung vor.
Wir arbeiten in einem lichtdurchfluteten und farbenfrohen Gebäude aus Stahl, Holz und Glas. Alles ist hier auf zwei Ebenen unter einem - begrünten - Dach versammelt: freundliche Hörsäle und Seinarräume mit Blick auf den Park finden sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Lehrstuhl-Büros und zur Bibliothek.
Intensives Training in Fallbesprechungen, Tutorien und im Examinatorium führt zu kurzen Studienzeiten.
Historie, die verpflichtet!
Im Jahr 1971 begann die Juristische Fakultät zunächst mit einer einstufigen Juristenausbildung, dem sogenannten Augsburger Modell. Reagiert werden sollte damit auch auf die vermeintliche Praxisferne des Jurastudiums. Seit dem Wintersemester 1984/85 bieten zwar auch wir wieder die sogenannte zweistufige Juristenausbildung an. Was aber geblieben ist, ist eine starke Betonung des Praxisbezugs in der universitären Ausbildung. Zahlreiche Veranstaltungen werden durch einen genuinen Blick aus der Praxis ergänzt. Honorarprofessorinnen und Honorarprofessoren sowie und viele Lehrbeauftragte garantieren diesen wichtigen Praxisbezug.
Ein klar strukturiertes Studienprogramm richtet das Augenmerk der Studierenden vom ersten Semester auf die Abschlussprüfungen. Durch Vorlesungsabschlussklausuren bleiben unsere Studierenden im Stoff und am Ball und machen sich mit der selbständigen Falllösung vertraut, die ein wesentlicher Bestandteil der Ersten Juristischen Prüfung ist. Diese Struktur erleichtert es unseren Studierenden, innerhalb der Regelstudienzeit zu einem Studienabschluss zu gelangen und schnell den erfolgreichen Einstieg in die berufliche Zukunft zu meistern.
Spezialisierung durch Schwerpunkte
Im dritten Studienjahr beginnen die Studierenden mit der Ausbildung in einem Schwerpunkt. Die im Schwerpunktstudium erbrachten Leistungen fließen als universitärer Teil in die Gesamtnote der
Ersten Juristischen Prüfung ein. Das Schwerpunktstudium wurde unter anderem deshalb eingeführt, um den Fakultäten eine Profilbildung zu ermöglichen. In Augsburg spiegeln sie das facettenreiche Forschungsprofil der Fakultät wider. Zugleich bilden sie die Brücke zwischen Forschung und Lehre – ganz im Humboldtschen Sinn. Ob
die beliebten Kriminalwissenschaften, das Medizinrecht, einer der zahlreichen wirtschaftsrechtlich ausgerichteten Schwerpunkte, das Umweltrecht oder die Grundlagen des Rechts – jede und jeder findet hier die Chance für die erste individuelle Spezialisierung.
Gut vorbereitet!
In der Schlussphase des Studiums bietet das Examinatorium eine einjährige – und im Gegensatz zu den kommerziellen Repetitorien natürlich auch kostenfreie – Vertiefung des examensrelevanten Stoffes. Es fördert die Eigeninitiative und Selbstständigkeit der Studierenden und gewährleistet. zugleich eine kontinuierliche und aktive Beschäftigung mit den Lerninhalten. Neben dem Hauptkurs vermitteln vor allem der Klausurenkurs und das Probeexamen ein wirklichkeitsgetreuen Eindruck von den bevorstehenden Staatsexamenprüfungen: Jede Woche können originale und aktualisierte Examensklausuren unter Prüfungsbedingungen geschrieben werden, die anschließend korrigiert und besprochen werden. Im Klausurentraining liegt der Fokus auf dem richtigen und
zügigen Gliedern einer Klausur. Und in der individuellen Klausurensprechstunde werden in einem persönlichen Gespräch die Ergebnisse und Korrekturen von Klausuren des Klausurenkurses durchgesprochen und das Verbesserungspotential im Hinblick auf die Erste Juristische Staatsprüfung ermittelt.
Die Vorbereitung auf die beiden Teile der Ersten Juristischen Prüfung prägt den Lehralltag, jedoch erschöpft sich das Studium nicht darin.
Die Juristische Fakultät der Universität Augsburg bietet vielfältige Zusatzangebote: Law Clinics, Moot Courts und verschiedene studentische Initiativen sowie Vortrags-, und Exkursionsangebote eröffnen einen Blick über den Tellerrand und bieten den Studierenden zahlreiche Möglichkeiten, ihr Wissen zu verbreitern sowie rhetorische und andere Fähigkeiten zu schulen. Sie bereichern das studentische Leben auf unserem grünen Campus.
Für einen ersten Blick in die spätere juristische Praxis organisiert die Fakultät zu Beginn des Studiums „integrierte Praktika“. Andere Rechtsordnungen lernen die Studierenden durch eine Fremdsprachige Rechtswissenschaftliche Ausbildung (FRA) im anglo-amerikanischen, französischen und türkischen Recht kennen. Austauschprogramme vernetzen uns mit den Partnern innerhalb der Europäischen Union aber auch in den USA, Südafrika und Fernost.
Fremdsprachige Rechtswissenschaftliche Ausbildung
Europäisierung und Globalisierung definieren das Anforderungsprofil erfolgreicher Juristinnen und Juristen und verlangen ihnen das Verständnis für die Besonderheiten fremder Rechtssysteme ab. Mit der Fremdsprachigen Rechtswissenschaftlichen Ausbildung versetzen wir die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer in die Lage, juristische und wirtschaftswissenschaftliche Fragen auf der Basis vertiefter Kenntnisse des anglo-amerikanischen, türkischen und französischen Rechts angemessen erörtern zu können.
Digital Law zur zusätzlichen Qualifikation
Im Rahmen der Zusatzqualifikation “Digital Law” erwerben die Studierenden Fachkenntnisse sowie praktische Kompetenzen in der Digitalisierung und Rechtsinformatik, die für die Berufspraxis immer wichtiger werden und zum interdisziplinären Austausch sowie zur Problemlösung in digital vernetzten Gesellschaften befähigen. Vertiefte Kenntnisse in diesen Bereichen werden heutzutage auf dem juristischen Arbeitsmarkt zunehmend erwartet; wer über diese verfügt, verfügt über ein besonderes Alleinstellungsmerkmal.
Einmalig: USA-Austausch
Seit 2004 ermöglicht die Juristische Fakultät ein studiengebührenbefreites Auslandssemester an bis zu sechs renommierten USamerikanischen Partneruniversitäten: an der University of North Carolina at Chapel Hill, der George Washington University, der Pepperdine University, der University of Pittsburgh, der Chicago-Kent
University sowie an der Santa Clara University – ein in Deutschland einmaliges Programm. Es richtet sich an besonders qualifizierte Augsburger Studierende. An einigen der genannten Partneruniversitäten
besteht zudem die Möglichkeit, im Anschluss an das gebührenbefreite Semester einen LL.M.-Abschluss zu erwerben. Bereits seit 2004 werden regelmäßig Stipendien des DAAD eingeworben, um
den Studierenden die Teilnahme an dem Programm zu ermöglichen.
ERASMUS
Das Erasmus-Programm der Europäischen Union ermöglicht Studierenden und Forschenden Aufenthalte im europäischen Ausland. Die Juristische Fakultät hat derzeit Kooperationsvereinbarungen mit 28 europäischen Universitäten von Portugal im Westen bis zur Türkei im Osten und von Norwegen im Norden bis Italien im Süden
geschlossen. Es ermöglicht Auslandsaufenthalte von bis zu einem Jahr und führt bei den Teilnehmenden neben der Erlangung internationaler Rechtskenntnisse auch zu Einblicken in andere Kulturen und zur Vertiefung von Fremdsprachenkenntnissen.





































