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Berufseinstieg mit Praktikum, klappt das?

Was ist dran am Schlagwort "Generation Praktikum"? Wann machen Praktika Sinn? Worauf muss ich aufpassen?

Es könnte so schön sein. Im Idealfall findet ein/e Absolventin den ersten Job folgendermaßen: Mit einem anspruchsvollen Studentenjob in der Branche der Wahl, wurden gute Kontakte zur Praxis geknüpft. Kurz vor Ende seines/ihres Studiums wird in diesem Unternehmen eine Stelle frei, die genau den persönlichen Erwartungen entspricht - der Übergang ins Berufsleben funktioniert reibungslos.

Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung tragen Akademiker ein vergleichsweise niedriges Risiko arbeitslos zu werden. Wie der Einstieg ins Arbeitsleben funktioniert, wurde lange nicht untersucht. In jüngster Zeit ist die Situation der jungen Arbeitnehmer als "Generation Praktikum" zum Schlagwort für einen problematischen Start in die Berufswelt geworden. Ausgenutzt als billige Arbeitkräfte, wandern gut ausgebildete Hochschulabgänger von Praktikum zu Praktikum und bekommen trotzdem keine Chance auf eine Festanstellung.

Keine Panik, aber auch kein Grund zur Entwarnung

Komplette Schwarzseherei ist allerdings nicht angebracht, das belegt die repräsentative Umfrage "Generation Praktikum - Mythos oder Massenphänomen" der HIS Hochschul-Informations-System GmbH unter mehr als 10.000 Hochschulabsolventen des Jahrgangs 2005. Das Ergebnis dieser Studie, die im April 2007 veröffentlicht wurde, ist: der Begriff "Generation Praktikum" ist im Hinblick auf den beruflichen Verbleib von Hochschulabsolventen nicht gerechtfertigt. Die Masse der Absolventen fristet ihr Dasein nicht als Praktikant. (Die Karrierebremsen befristete Anstellung, schlechte Bezahlung oder Jobs unterhalb der eigenen Qualifikation müssten auch noch mal genauer ins Visier genommen werden.)

Wer die Gedanken über die Karriere auf die Zeit nach dem Studium vertagt hat, ist spät dran. Passiert ist das allerdings schneller als man denkt. Was, wenn das Studium vorbei und kein Job in Sicht ist? Dann bleibt oft nichts anderes übrig als ein Praktikum zu absolvieren, um Berufserfahrung zu sammeln und sich zu orientieren.

studieren.de-Fazit:

Die Augen offen halten, welche Jobsituationen ausbeuterisch sind. Praktikum ist nicht gleich Praktikum. Es stimmt, dass viele Unternehmen ihre Mitarbeiter aus ehemaligen Praktikanten rekrutieren. Man kennt sich bereits und beide Parteien wissen, worauf sie sich einlassen. Um Eigenverantwortung bei der Auswahl kommt aber niemand herum. Praktika machen Sinn, um sich zu orientieren und den eigenen Wunschberuf aus der nächste Nähe kennen zu lernen, es darf allerdings kein Dauerphänomen werden. Am besten im Vorfeld abklären, welche Erwartungen man an das eigene Praktikum hat und ob diese mit den Erwartungen des Unternehmens übereinstimmen.

Wie man ein gutes Praktikum findet, sich korrekt dafür bewirbt und welche Rechte und Pflichten man als Praktikant hat, darüber informieren die unterschiedlichsten Ratgeber. Zum Beispiel: "Bewerben um ein Praktikum" >

, Redaktion
hartmann@no-spamstudieren.de

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