Merkzettel 00 Studiengänge 00 Studienorte Zettel ansehen
1997 - 2016
studieren.de
© xStudy SE
Buchbesprechung

Christine Weiner, Carola Kupfer:
Das Pippilotta-Prinzip
1. Auflage 2006, Campus Verlag
ISBN 13: 978-3-593-37768-1
202 Seiten, 16,90 EUR

Das Pippilotta-Prinzip. Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt

In jedem Menschen steckt eine Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstocher Langstrumpf. Mit der Orientierung am Pippilotta-Prinzip haben die Autorinnen einen Ratgeber der besonderen Art vorgelegt.

"Prinzipien"-Bücher haben gerade Hochkonjunktur. Wird bei Eva Herrmann das Eva-Prinzip beschworen - die Frauen sollen zurück an den Herd, um die Menschheit vor dem Ausstreben zu bewahren - geht es bei vorliegendem Ratgeber um etwas gänzlich anderes.

Die Autorinnen schlagen vor, sich an einer Stil-Ikone ein Beispiel zu nehmen, die mit einer Orientierung an traditionellen Mustern nichts am Hut hat: Pippi Langstrumpf. Das kleine rothaarige Mädchen steht vielmehr für Abenteuerlust, das Ausleben der eigenen Individualität und Spaß am Leben.

Lassen Sie die Heldin Ihrer Kindertage hochleben!

Wer sich nur dunkel erinnert, wer diese Person denn eigentlich war, der findet die Highlights in diesem Buch kompakt zusammengefasst. Dabei herausgekommen sind Kapitel wie: "Ich weiß was ich will und ich werde es mir holen." "Warum vorwärts nur mit rückwärts geht." "Vom Glück merkwürdig zu sein." Und: "Sachen suchen".

Dennoch ist klar: Pippi Langstrumpf ist eine literarische Kunstfigur, wie aus einem Märchen- und so muss der Leser die Geschichten auch sehen. Wichtigstes Anliegen der Autorinnen ist, zu erkennen, welche Prinzipien aus dem frohmütigen Verhalten von Pippi Langstrumpf abgeleitet werden können. Um das zu verdeutlichen, werden Beispiele aus dem Geschichten von Astrid Lindgren angeführt. Pippi Langstrumpf eins zu eins zu kopieren, wird auf keiner Seite empfohlen.

Das Pippilotta-Prinzip: pädagogisch unbedenklich

Die Befürchtung, dass sich erwachsene Menschen, die das Buch gelesen haben, nun nur noch wie Pippi Langstrumpf benehmen, ist sicherlich unbedenklich. Genauso wenig wie Pippi für Kinder pädagogisch gefährlich ist (immerhin ist sie ja nie zur Schule gegangen), so wenig können Erwachsene auf die falsche Spur geraten. Es geht einfach nur darum, sich den grauen Alltag bunter zu machen, ein neues Selbstbewusstsein zu entwickeln und einen veränderten Blick aufs Leben zu werfen.

So fragen die Autorinnen bereits im Vorwort: "Was spricht dagegen, ein paar Seiten von Pippi in unseren Alltag zu integrieren? Vielleicht nicht gerade die Frisur oder das Outfit, aber diese Offenheit und auch den Wagemut, den könnten wir auch an manchem Tag gebrauchen."

Studieren.de-Wertung

Die Tipps zum erfüllten Alltag, die in diesem Ratgeber erhalten sind, sind nicht ganz neu - aber neu verpackt. Wie Pippi Langstrumpf zu werden ist nicht das Allein-Selig-Machende. Denkanstöße liefert das Buch allemal. Ein Ausflug in die Welt von Astrid Lindgren ist nicht nur was für eingeschworene Pippi Langstrumpf-Fans.

Wer auf den Geschmack gekommen ist und mehr von der Villa Kunterbunt, dem Affen Herr Nilsson, dem Pferd kleiner Onkel wissen will, der muss an die Originalbücher verwiesen werden. Eine Lektüre, die sich auf jeden Fall ebenfalls lohnt.

, Redaktion
hartmann@no-spamstudieren.de

Suchmaschine als App


studieren.de App

Finde mit der studieren.de App alle Studienangebote an allen Hochschulen und informiere Dich noch detaillierter anhand von 3.700 Studienprofilen über Studieninhalte und Berufsbilder.

Apple App Store Google Play Store