Philosophie-Neurowissenschaften-KI
Der deutschsprachige Bachelorstudiengang Philosophie-Neurowissenschaften-KI (B.Sc.) eröffnet den Zugang zu einer in Deutschland einzigartigen Schnittstelle der modernen Wissenschaft: Philosophie, Neurowissenschaften und KI. In diesem sechssemestrigen Programm werden die Grundlagen des menschlichen Geistes, kognitiver Prozesse und intelligenter Systeme aus einer genuin interdisziplinären Perspektive ergründet. Bei PNKI gilt: Geist erforschen. Gehirn verstehen. KI gestalten.
Das Studium qualifiziert durch den Erwerb von methodischen, analytischen und ethischen Reflexionsmöglichkeiten sowie methodisches und KI-spezifisches (technisches) Wissen für zukunftsweisende Berufsfelder, in denen analytische Tiefe, KI-Verständnis und Neuro-Wissen zählen.
Fakten zum Studiengang
- Abschluss: Bachelor of Science (B. Sc.)
- Regelstudienzeit: 6 Semester
- Studienbeginn: Wintersemester
- Unterrichtssprache: Deutsch
- Studienort: Magdeburg
- Zulassungsfrei: Ja
Studieninhalte
PNKI spannt methodisch einen Bogen vom philosophischen Arbeiten und der formalen Logik über mathematisch-statistische Verfahren und (neuro-) psychologische Grundlagenforschung bis hin zur Implementierung intelligenter Systeme. Studierende erwerben fundierte Kenntnisse im systematischen, argumentativen philosophischen Arbeiten sowie in empirischen und formalen Methoden der Psychologie, Neurowissenschaften und Informatik. Ergänzt wird dies durch Inhalte über den Aufbau und die Entwicklung des (menschlichen) Gehirns sowie deren computationale Modellierung mittels neuronaler Netze und maschineller Lernverfahren.
Studienziele
Das übergeordnete Ziel des PNKI-Studiums ist es zu verstehen, wie kognitive Funktionen und mentale Prozesse in biologischen und künstlichen Systemen grundlegend funktionieren – aus philosophischer, neurowissenschaftlicher (psychologischer) und KI-Perspektive. Dabei werden empirische und technische Erkenntnisse philosophisch und wissenschaftstheoretisch reflektiert. So geht es beispielsweise um das Verständnis neurophysiologischer Systeme, menschlichen Verhaltens und phänomenalen Erlebens sowie die Entwicklung und Analyse künstlicher neuronaler Netze und maschineller Lernverfahren.
PNKI-Studierende erlernen, komplexe Probleme der Philosophie des Geistes, Philosophie der KI und Wissenschaftstheorie kritisch zu analysieren und diese im Licht moderner neurobiologischer und computationaler Forschung zu bewerten. Dafür erlangen PNKI-Studierende neben einer grundlegenden Ausbildung in der Philosophie auch eine solide Grundlage in den Neurowissenschaften (und Psychologie) und im Bereich KI.
Studienverlauf mit Verteifungsrichtungen
Der Studiengang PNKI verbindet eine fundierte philosophische Ausbildung mit Fach- und Methodenkenntnissen aus den Neuro- und Kognitionswissenschaften sowie der KI. In den sechs Semestern (regelstudienzeit) werden insgesamt 180 Credit Points (CP) erworben, die sich in vier zentrale Säulen gliedern:
- Philosophischer Bereich (65 CP): Umfasst die Grundlagen der Philosophie und das analytische Handwerkszeug sowie Wissenschaftstheorie, Philosophie des Geistes und Philosophie der KI.
- Einführungsbereich Neurowissenschaften und KI (35 CP): Beinhaltet Grundlagenkurse in Neurophysiologie und Psychologie sowie in Informatik, Statistik und kognitiven Systemen.
- Wahlschwerpunktbereich (30 CP): Ab dem 3. Semester erfolgt eine Spezialisierung in die Fachrichtung Neurowissenschaften oder Künstliche Intelligenz mit jeweils vertiefenden Kursen.
- Optionaler Bereich, Praktikum & Bachelorarbeit (50 CP)
Der Studiengang richtet sich an Personen, die die Zukunft an der Schnittstelle von Geistes-, Natur- und Computerwissenschaften aktiv mitbestimmen möchten. PNKI ist besonders geeignet für Studieninteressierte, die:
- gerne über Disziplingrenzen hinweg denken und eine breite interdisziplinäre Lernperspektive an der Schnittstelle von Geist, Gehirn und Maschine schätzen.
- Selbstverständlichkeiten kritisch hinterfragen und Argumente analytisch präzise aufbauen möchten.
- eine ausgeprägte Faszination für das menschliche Bewusstsein und die grundlegende Funktionsweise des Gehirns mitbringen.
- sich für Künstliche Intelligenz begeistern und intelligente Systeme nicht nur nutzen, sondern algorithmisch verstehen und ethisch reflektieren möchten.
- die Bereitschaft mitbringen, sich sowohl auf intensive philosophische Textarbeit einzulassen als auch empirische und formale Werkzeuge (z. B. Mathematik, Statistik, Programmieren) anzueignen.
- ein hohes Maß an Selbstständigkeit für die individuelle Gestaltung von Wahlschwerpunkten und forschungsnahen Projekten (beispielsweise im Philo-Lab oder in Praktika) aufbringen.
Spätere Berufsfelder von PNKler:innen
Als PNKI-Absolvierende sind Sie durch Ihr methodisch breites und interdisziplinäres Wissen äußerst flexibel und verfügen über umfassende Expertisen in diversen Bereichen. Der B.Sc.-Abschluss qualifiziert für wissenschaftliche und außerwissenschaftliche Karrierewege, in denen analytische Tiefe, KI-Verständnis und Neuro-Wissen Hand in Hand gehen. Die beruflichen Wege sind daher vielfältig und zukunftsweisend:
- Weiterführendes Studium: Die ideale Grundlage für weiterführende Masterstudiengänge in Philosophie, Psychologie, Neurowissenschaften, Cognitive Science, Informatik und KI.
- Wissenschaft & Forschung: Schnittstellen- bzw. interdisziplinäre Forschung und Entwicklung, Wissenschaftsmanagement und Wissenschaftskommunikation.
- Wirtschaft & IT: Forschung und Entwicklung (R&D), Projektmanagement für KI-Entwicklung oder strategische Beratung an der Schnittstelle von Mensch und Maschine. Auch Projektmanagement und Consulting (in einer der Bereiche oder an Schnittstellen)
- Philosophie & Gesellschaft: Verlage, Stiftungen, Verbände politische Beratung und Ethik-Komitees.
- Psychologie & Neurowissenschaften
HIER BEWERBEN für den Studiengang B. Sc. Philosophie-Neurowissenschaften-KI an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg!
- Bewerbung mit deutscher Hochschulzugangsberechtigung (z. B. Abitur) an der OvGU: bis 15. September
- Bewerbung mit internationalem Schulabschluss über uni-assist: bis 15. Juli







































































